Getreidemühlen sind Küchenhelfer für ambitionierte Hobbybäcker. Also für all jene, die höchste Ansprüche ans Mehl stellen und die dementsprechend genau wissen wollen, was wirklich im Mehl ist. Für Liebhaber frischer Flocken gibt es zudem Kombigeräte, die das Müsli erst richtig zur Genusssache machen. Lesen Sie mehr in unserem Getreidemühlen Test.

Die Testgeräte im Getreidemühlen Test

Getreidemühlen:
Hawos Billy 200
Hawos Mühle 2
Hawos Oktagon 2
Hawos Queen 2
KoMo Fidibus XL-plus
Schnitzer Cerealo 200
Kombi-Getreidemühlen:
KoMo Duett 100
Schnitzer Vario
Waldner Biotech Combi Star

 
Hier gibt es den Getreidemühlen Test als Gratis-PDF zum Download!

Kommt es auf Frische und Qualität an, so ist nur wenige Sekunden vor der Verwendung gemahlenes Mehl natürlich die Optimallösung. So kann das volle Korn samt aller wertvollen Inhaltsstoffe genutzt werden. Aus ganz klassischen und exotischen Getreidesorten kann man sich seine Lieblingsmischung erstellen. Man dementsprechend kann ganz fein, gröber, also für ein Weizen-Brötchen, ein Roggen-Brot oder die Basis für eine gehaltvolle Dinkel-Panade herstellen. Weil das Kundenbedürfnis auch nach individuellen Müslis steigt, haben die großen Hersteller auch kombinierte Getreideimühlen im Angebot. Zur Getreidemühle gibt es hier eine integrierte Flockenquetsche. Dem getreidereichen Frühstück steht somit nichts mehr im Wege, bis auf die teilweise sehr hoch anmutenden Anschaffungspreise. Stattliche 500 Euro sind wahrlich nicht gerade geldbeutelschonend. Da lohnt sich dementsprechend eine Detailbetrachtung in unserem Getreidemühlen Test.

Im Getreidemühlen Test Feines Mehl

Im Getreidemühlen Test (Ausgabe 2/2012) der Getreidemühlen im Einsteigersektor stellte sich heraus, dass die Mühlen der 300-Watt-Liga vollkommen ausreichend für kleine Privathaushalte sind. Für große Familien, die regelmäßig Mehl in größeren Mengen benötigen, wären dementsprechend die „kleinen“ Mühlen aber nicht optimal. Nur knapp 100 Gramm Mehl erzeugen sie pro Minute. Auf feinster Mahlstufe vergehen also einige Minuten, bis das Mehl für das tägliche Brot gemahlen ist. Die Geräte der Getreidemühlen in der 600-Watt-Liga werden mit der doppelten Produktionsmenge beworben. Für Großfamilien oder auch öffentliche Einrichtungen wie z.B. Kindergärten klingen diese Werte natürlich schon deutlich interessanter. Jedoch ist die Menge nicht gleich Menge und Feinheit wahrlich nicht alles.

Beeindruckend

Betrachtet man die erzielten Werte, so können diese absolut beeindrucken. Wenn von 400 g Weizen nur gerade einmal 2,2 Gramm Schrot übrig bleiben, wie bei der Fidibus XL – plus von KoMo , kann man kein anderes Urteil als Sehr Gut fällen. Doppelt so viel Schrot produziert die Billy 200 von Hawos. Doch sind deren 4,6 Gramm nun etwa „schlecht“? Alles hängt schlicht und einfach vom verwendeten Sieb ab. Ist dieses ein herkömmliches Mehlsieb von einem der großen Küchenzubehörhersteller, werden erstklassige Werte erreicht. Ist es hingegen ein der DIN 10355 entlehntes Feinsieb sinkt die Ausbeute drastisch.

Hoher „Verlust“?

In der Realität ist es aber gar kein Verlust. Im Schrot befindet sich der größte Teil der Ballaststoffe. Diese sind nämlich nicht im Korn, sondern am Korn verortet. Sie befinden sich also lso in der Schale, die sich am schwierigsten mahlen lässt. Die Kunst besteht also darin, die individuell passende Mahlstufe zu finden. Bei dieser wird das Korn so weit wie möglich komplett zermahlen. Erfreulicherweise zeigen alle Testkandidaten im Getreidemühlen Test durchweg gute bis sehr gute Ergebnisse. Auch die im Getreidemühlen Test letztplatzierte Mühle, die Oktagon 2 von Hawos, kann beim Weizen-Mahlen absolut überzeugen. Bei Roggen und Dinkel, vorallem aber bei Gerste klafft dann aber eine große Lücke zwischen der auf feinste Mahlergebnisse optimierten Fidibus XL – plus von KoMo und dem Rest des Feldes. Die Fidibus produziert 28 Gramm Schrot, die Billy 200 von Hawos z.B. hingegen knapp 100.

Auf Nummer Sicher

„Schuld“ hieran trägt aber nicht nur die Mühle, sondern die in der Bedienungsanleitung empfohlene Mahlstufe. Hawos geht auf Nummer Sicher und gibt eine Stufe an, die auf jeden Fall funktioniert und nicht zum Verkleben bzw. Blockieren der Mühle führt. Passt man die Mahlstufen an, geht also an das Limit der Mühlen, harmonisiert sich das Bild aber. Die Testsieger der einzelnen Testfelder, die Fidibus XL – plus von KoMo und die Combi Star von Waldner Biotech, sind aber fähig, wirklich rundum feinstes Mehl zu produzieren.

Die Kombigeräte können dank ihrer ebenso ausgereiften, nicht ganz so hochleistungsfähigen Mahlwerke durchweg überzeugende Ergebnisse erbringen. Die Vario von Schnitzer konnte jedenfalls mit 6,5 Schrotanteil sogar das beste aller Gerstenmahlergebnisse erzielen. Sie steht verdient auf dem Siegertreppchen in dieser Disziplin, knapp vor der Combi Star von Waldner Biotech.

Schnell gemahlen

Mahlqualität und -geschwindigkeit der Getreidemühlen korrelieren natürlich stark miteinander, schließlich ist die zu erbringende Leistung auf höchster Mahlstufe höher als bei einer etwas geringeren Mahlstufe. Durch alle Testreihen hinweg erzielten vor allem die Duett 100 von KoMo und die Cerealo 200 von Schnitzer  in ihren Klassen jeweils klar die besten Ergebnisse, die Zeitersparnis gegenüber dem jeweils langsamsten Konkurrenzen liegt bei durchschnittlich 30 Prozent, hochgerechnet auf die Produktion von 5 Kilogramm Mehl pro Woche fallen 29 Minuten bzw. 19 Minuten reine Arbeitszeit an. Da Zeit zwar Geld ist, aber nicht alles, können und müssen auch Betriebsgeräusch und Energieverbrauch der Getreidemühlen bedacht werden.

Zwischen 73 und 83 dB(A) sind die großen Mühlen „laut“, die „kleine“ Waldner Combi Star macht mit maximal 86 db(A) in der maßgeblichen Testreihe mit der 4-Getreide-Mischung noch deutlicher auf sich aufmerksam. Erfreulicher Weise sind die Getreidetrichter allesamt groß genug, dass man nicht neben der Mühle stehen muss, um permanent Getreide nachzufüllen. Die Arbeitsgeschwindigkeiten sind generell nicht überzubewerten, aber je höher die Ansprüche an die Mahlleistung, desto wichtiger wird dieser Aspekt.

Perfekte Flocken

Was für das Getreide und das Mehl gilt, ist natürlich ebenso auf Getreideflocken anzuwenden – je frischer, desto besser. Die drei Testkandidaten mit elektrischer Flockenquetsche machen das Erzeugen von Getreideflocken wunderbar leicht, auch, das muss klar gesagt werden, weil das Betriebsgeräusch sehr angenehm ist: Nur rund 40 dB(A) sind die Flockenquetschen leise. Dies obwohl die Arbeitsgeschwindigkeit durchaus beachtlich ist: Die Vario von Schnitzer benötigt für 500 Gramm Haferflocken nur knapp 4 Minuten und ist somit klar die schnellste. Wichtiger als die Geschwindigkeit ist aber natürlich auch hier wieder die erzielte Qualität bei dieser können alle drei Testkandidaten komplett überzeugen.

Selbstgemachten Flocken

Um die Einordnung die Ergebnisse zu erleichtern, stelle man sich eine Packung Haferflocken aus dem Supermarkt oder dem Reformhaus vor und denke sich die dort vorhandene Bruchmenge (Krümel) von teils über 10 Prozent fast komplett weg: Das Ergebnis der elektrischen Flocker ist erreicht. Natürlich sind die selbstgemachten Flocken auch deshalb von besserer Qualität, weil der „Transportweg“ zur Schüssel oder zum Joghurt auf dem Frühstückstisch extrem kurz ist, doch auch wenn man den zerstörerischen Transportweg unbeachtet lässt, erzielen die Flockwerke exzellente Ergebnisse.

Bei der Duett 100 von KoMo kann zudem (etwas versteckt hinter einer Abdeckung) die Quetsch-Stufe eingestellt werden – doch Vorsicht: Auf feinster Stufe sollte man den Tipp in der Bedienungsanleitung, das Getreide etwas anzufeuchten, befolgen, andernfalls ist der Bruchanteil nämlich deutlich höher. Bei Schnitzer und Waldner werden jedenfalls die Flocken mit einem dezenten Walz-Muster versehen.

Gründliche Reinigung

Sollte eine Mühle doch einmal blockieren, hilft das Entschärfen der Mahlstufe. Schrotet man dann noch etwas Getreide durch, ist das Problem behoben. Ab und zu kann man nebenher auch die Mahlsteine mal einer intensiven Reinigung unterziehen. Hier zeichnen sich vorallem die Geräte die KoMo aus, deren Mahlwerke sind leicht zugänglich und auch werkzeuglos zu erreichen. KoMo setzt zudem auf einer federgelagertes Wechselmahlwerk. Es muss jedoch klar gesagt werden, dass die Anschaffung neuer Mahlsteine erst nach Jahren des Normalbetriebs notwendig werden kann.

Hawos macht es dem Anwender aber auch kaum schwerer, löst man zwei (Oktagon 2) bis vier Schrauben (bei den anderen drei Testkandidaten), gelangt man zum Mahlwerk. Zwar ist das Innenleben der Schnitzer Vario auf den ersten Blick weniger „offen“ gestaltet, doch ist die Schutzabdeckung des Mahlwerks abnehmbar, die Mahlsteine also auch zu erreichen. Alle Mühlen lassen sich folglich gründlich reinigen.

Heißes Mehl?

Modernen Getreidemühlen bringen nebenher eine unwahrscheinlich große Kraft auf. Wenn das Mehl aus der Mühle kommt äußert sich das einerseits an extrem guten Mahlergebnissen, andererseits aber auch an durchaus erstaunlich en Temperaturen. Bei der Schnitzer Cerealo 200 wird der Roggen auf nahezu über 55 Grad erhitzt, wenn man die feinstmögliche Mahlstufe wählt. Um eine Überhitzung des Mehls zu verhindern, kann man demzufolge mit einem haushaltsüblichen Bratenthermometer die Temperatur messen und ggf. eine leicht gröbere Einstellung wählen. Der Eiweißdenaturierung kann man somit vorbeugen.

Funktion

Auf Basis der Herstellerempfehlungen werden zwei Durchläufe pro Getreidesorte sowie weitere zwei Durchläufe pro Getreidemischungen im Getreidemühlen Test vorgenommen. Um backfertiges Mehl zu erhalten, wird das erzeugte Mehl gesiebt, zuerst alle Mehlsorten praxisnah, manuell in einem handelsüblichen 300-Mikrometer-Fein/Mehlsieb. Die Zeit, die dementsprechend durchschnittlich für das Mahlen von 100 Gramm einer jeden Getreidesorte vergeht, wird also im Getreidemühlen Test gemessen und folgend addiert, sowie dann hieraus der Durchschnittswert gebildet und benotet. Bei den Kombigeräten werden demzufolge 500 Gramm Haferflocken (Nackthafer) hergestellt. Ziel ist also hier das Erreichen einer minimalen Bruchmasse. Die benötigte Zeit wird gemessen, bewertet und geht dementsprechend gleichgewichtet in die Teilnote der Arbeitsgeschwindigkeit ein.

Handhabung

Eine Gruppe geschulter Probanden überprüft und bewertet im Getreidemühlen Test die Funktionalität, sowie die Gängigkeit und Ergonomie der Bedienelemente. Im Audiolabor wird die Lautstärke beim Mahlen gemessen und ebenso bewertet. Bei der Reinigung wird auf typischen Schmutzecken geachtet, also die Zugänglichkeit des Mahlwerks. Die Bedienungsanleitung wird auf die gesetztlich vorgeschrieben Sicherheitshinweise, sowie auf ihre Qualität bewertet.

Verarbeitung und Ökologie

Die Probanden benoten im Getreidemühlen Test also die allgemeine Wertigkeit und natürlich das Nicht- bzw. Vorhandensein von Graten und scharfen Kanten, sowie die Größe von Spalten und Ritzen. Der Energieverbrauch wird während der Testreihen gemessen und bewertet.

Autor: Jan Stoll

Technische Daten und Auswertung

 

TESTSIEGER

   

SIEGER PREIS/LEISTUNG

   

Getreidemühlen

KoMo

Fidibus XL-plus

Schnitzer

Cerealo 200

Hawos

Mühle 2

Hawos

Billy 200

Hawos

Queen 2

Hawos

Oktagon 2

  KoMo Fidibus XL-plus Schnitzer Cerealo 200 Hawos Mühle 2 Hawos Billy 200 Hawos Queen 2 Hawos Oktagon 2

Technische Daten

Marktpreis*/UVP

699 Euro*/699 Euro

387 Euro*/399 Euro

440 Euro*/454 Euro

343 Euro*/354 Euro

363 Euro*/374 Euro

474 Euro*/489 Euro

Maximalleistung

600 W

600 W

600 W

600 W

600 W

600 W

Gewicht

9 kg

9 kg

11,6 kg

10,6kg

11,5 kg

10,3 kg

Mahlleistung fein

bis 200 g

bis 220 g

bis 220 g

bis 220g

bis 220 g

bis 220 g

Mahlleistung grob

k.A.

bis 600 g

bis 500 g

bis 500 g

bis 500 g

bis 500 g

Mahlwerk

Korund-Keramik,

Scheiben: 85 mm

Korund-Keramik,

Scheiben: 85 mm

Korund-Keramik,

Scheiben: 100 mm

Korund-Keramik,

Scheiben: 100 mm

Korund-Keramik,

Scheiben: 100 mm

Korund-Keramik,

Scheiben: 100 mm

Mahlgradeinstellung

stufenlos

stufenlos

stufenlos

stufenlos

stufenlos

stufenlos

Kabellänge

120 cm

125 cm

120 cm

125 cm

125 cm

135 cm

Ausstattung & Zubehör

  • Trichterdeckel

  • Buche-Massivholz-Corpus

  • wechselbares Mahlwerk

  • für Mais geeignet

  • für Dauerbetrieb geeignet

  • Trichterdeckel

  • Buche-Massivholz-Corpus

  • wechselbares Mahlwerk

  • für Mais geeignet

  • Trichterdeckel

  • Buche-Massivholz-Corpus

  • Trichterdeckel

  • Birkenholz-Corpus

  • für Mais geeignet

  • Trichterdeckel

  • Buchenholz-Multiplex-Corpus

  • für Mais geeignet

  • Trichterdeckel

  • Buche-Massivholz-Corpus

  • für Mais geeignet

Ergebnis

1,4 (sehr gut)

1,4 (sehr gut)

1,5 (gut)

1,7 (gut)

1,8 (gut)

1,8 (gut)

Funktion

50%

+ + +

1,0

+ + +

1,2

+ +

1,5

+ +

1,8

+ +

1,8

+ +

2,1

Mahlqualität

90%

+ + +

1,0

+ + +

1,3

+ +

1,5

+ +

1,9

+ +

1,9

+ +

2,3

Arbeitsgeschwindigkeit

10%

+ +

1,5

+ + +

1,0

+ + +

1,2

+ + +

1,0

+ + +

1,2

+ + +

1,0

Handhabung

30%

+ +

1,9

+ +

1,9

+ +

1,7

+ +

1,7

+ +

1,7

+ +

1,6

Bedienkonzept

40%

+ +

1,7

+ +

1,5

+ + +

1,3

+ + +

1,3

+ + +

1,3

+ + +

1,3

Betriebsgeräusch

25%

+

3,2

+

3,2

+

2,6

+

2,7

+

2,6

+ +

2,3

Reinigung

25%

+ + +

1,0

+ + +

1,0

+ +

1,8

+ +

1,8

+ +

1,8

+ +

1,5

Bedienungsanleitung

10%

+ +

2,3

+ +

2,2

+ + +

1,0

+ + +

1,0

+ + +

1,0

+ + +

1,0

Verarbeitung

10%

+ + +

1,3

+ + +

1,3

+ + +

1,3

+ +

2,0

+ +

2,0

+ + +

1,3

Ökologie

10%

+ +

1,9

+ + +

1,4

+ + +

1,4

+ + +

1,2

+ + +

1,2

+ + +

1,1

Testurteil

In allen Testreihen die feinsten Mahlergebnisse

Erstklassige Funktionalität und Verarbeitung

Kraftvolle Mühle mit hoher Mahlqualität

Leistungsstarke, energieeffiziente Mühle

Wunderbar einfaches Bedienkonzept, hohe Mahlgeschwindigkeit

Leise und energie-effizient, sehr gut verarbeitet

 

Bei dieser Mühle hat Hersteller KoMo klar den Fokus auf ein exzellentes Mahlergebnis gelegt, des Weiteren liefert sie in keiner Testreihe ein Ergebnis schlechter als Platz 2 ab. Das Mahlwerk lässt extrem feine Mahlergebnisse zu, sowie die Arbeitsgeschwindigkeit leidet hierunter natürlich etwas. Betriebsgeräusch mit 82 dB(A) infolge alles andere als dezent.

Aufgrund der erzielten Werte könnte man meinen, die Cerealo 200 wäre eine Variante des Testsiegers, beim Mahlen von Roggen und Gerste produziert sie aber fast doppelt so viel Schrot, bleibt aber auf hohem Niveau. Unschlagbar ist die Cerealo jedenfalls bei der Mahlgeschwindigkeit. Es werden schließlich bei Roggen und Gerste Bestwerte erzielt.

Rundum solide und gute bis sehr gute Ergebnisse erzielt die Mühle 2, ebenso schlägt sie sich bei Roggen, Dinkel und Gerste auch besser als die hausinterne Konkurrenz. Das Mahlwerk ist zugänglich, wenn man den Deckel samt dessen 4 Schrauben entfernt, der untere Mahlstein kann via Imbus-Schlüssel entfernt und gereinigt werden.

Dass die Billy 200 den niedrigsten Anschaffungspreis in Ihrer Klasse hat, merkt man ihr zu keiner Zeit an. Die Verarbeitungsqualität liegt auf hohem Niveau, d.h. die Spaltmaße sind gering, die Mahlgeschwindigkeit ist exzellent, der Mahlstufeneinstellhebel erlaubt eine herrliche simple Bedienung. Wertvolle Punkte büßt die Billy aber beim Roggenmahlen ein.

Die Queen 2 ähnelt stark der Billy 200, ist aber durchweg einen Tick langsamer, dafür aber auch 1 db(A) leiser – dies darf man sicherlich dem gewichtigeren Buchenholz-Corpus zuschreiben. Der Hebel zur Mahlstufeneinstellung ist leichtgängig, die Bedienungsanleitung wie bei allen Hawos-Mühlen im Test knackig-kurz, sowie übersichtlich und informativ.

Bei der Oktagon 2 liegt der Fokus klar auf der Arbeitsgeschwindigkeit, d.h. 400 g Weizen werden binnen 126 Sekunden sehr fein gemahlen (2,7 g Schrot). Bei den anderen 3 Getreidesorten aber lässt die Oktagon federn, selbst auf feinster Mahlstufe werden stets über 15 % Schrot produziert, dafür ist die Mehl-Temperatur mit 44 °C angenehm niedrig.

*zum Redaktionschluss, tagesaktueller Preis kann variieren

 

TESTSIEGER

   

Kombi-Getreidemühlen

Waldner Biotech

Combi Star

KoMo

Duett 100

Schnitzer

Vario

  Waldner Biotech Combi Star KoMo Duett 100 Schnitzer Vario

Technische Daten

Marktpreis*/UVP

563 Euro*/598 Euro

581 Euro*/599 Euro

549 Euro*/579 Euro

Maximalleistung

360 W

360 W

360 W

Gewicht

10 kg

15,5 kg

13 kg

Mahlleistung fein

bis 130 g

bis 100 g

bis 110 g

Mahlleistung grob

bis 500 g

k.A.

bis 300 g

Mahlwerk

Korund-Keramik,

Scheiben: 90 mm

Korund-Keramik,

Scheiben: 85 mm

Korund-Keramik,

Scheiben: 90 mm

Mahlgradeinstellung

stufenlos

stufenlos

15

Kabellänge

130 cm

125 cm

115 cm

Ausstattung & Zubehör

  • Trichterdeckel

  • für Mais geeignet

  • Zirbenholz

  • Trichterdeckel

  • wechselbares Mahlwerk

  • für Mais geeignet

  • einstellbares Flockwerk

  • Schüssel

  • Trichterdeckel

  • für Mais geeignet

Ergebnis

1,4 (sehr gut)

1,5 (gut)

1,7 (gut)

Funktion

55%

+ + +

1,1

+ + +

1,3

+ + +

1,0

Mahlqualität

50%

+ + +

1,0

+ +

1,5

+ + +

1,0

Flockenqualität

45%

+ + +

1,0

+ + +

1,0

+ + +

1,0

Arbeitsgeschwindigkeit

5%

+ +

2,0

+ + +

1,0

+ +

1,5

Handhabung

30%

+ +

1,9

+ +

1,9

+

2,8

Bedienkonzept

40%

+ +

1,7

+ +

1,7

+

2,5

Betriebsgeräusch

25%

3,6

+

3,1

+

3,2

Reinigung

25%

+ + +

1,0

+ + +

1,0

+

2,5

Bedienungsanleitung

10%

+ + +

1,3

+ +

2,0

+

3,3

Verarbeitung

10%

+ +

1,5

+ +

1,5

+ +

2,3

Ökologie

5%

+ +

1,9

+ + +

1,0

+ +

1,6

Testurteil

Erfüllt höchste Ansprüche an Mahl- und Flockqualität

Mahlt schnell, quetscht Flocken erstklassig

Erzielt durchweg exzellente Mahl- und Flock-Ergebnisse

 

In allen Testreihen überzeugt der Testsieger mit exzellenten Mahlergebnissen, wobei er sich hierfür vergleichsweise viel Zeit lässt. Das Mahlwerk ist leicht zugänglich, somit wirkt das Gehäuse aus Zirbenholz antibakteriell und schädlingsabweisend. Mit 86 dB(A) ist die Combi Star dementsprechend lauter als alle anderen Mühlen.

Die Flockenqualität überzeugt, die Einstellung der Flockenquetsche ist aber schwergängig. Beim Gerstenmahlen schwächelt die Duett ein wenig, d.h. das Finden der optimalen Einstellung ist nicht ganz einfach. Gäbe es einen Preis für das energieeffizienteste Mahlwerk, würde schließlich die Duett 100 diesen erreichen.

Der Vario gelingt der Spagat zwischen Geschwindigkeit und Feinheit sehr gut, d.h. erstklassige Ergebnisse werden auch bei Gerste und Roggen erzielt. Punktabzüge gibt es bei der Bedienung: Der Trichter muss für den Funktionswechsel umgedreht werden, also gelangt Getreide in den Innenraum.

*zum Redaktionschluss, tagesaktueller Preis kann variieren

Bildquelle:

  • Test_Getreidemuehlen_Artikelbild: © Auerbach Verlag
  • KoMo-Fidibus-XL-plus: © KoMo
  • Schnitzer-Cerealo-200: © Schnitzer
  • Hawos-Mühle-2: © Hawos
  • Hawos-Billy-200: © Hawos
  • Hawos-Queen-2: © Hawos
  • Hawos-Oktagon-2: © Hawos
  • Waldner-Biotech-Combi-Star: © Waldner
  • KoMo-Duett-100: © KoMo
  • Schnitzer-Vario: © Schnitzer
  • Test_Getreidemühlen_Startbild: © Waldner