Das Fensterputzen hat seit unzähligen Jahren auf der Rangliste der ungeliebten Reinigungstätigkeiten einen Top-Platzierung inne, weil es eine mühselige und schmutzige Angelegenheit ist – und dann regnet es natürlich auch immer, wenn man gerade mit dem Fensterputz fertig ist. Es gibt aber kleine akku-betriebene Helferlein, welche die Reinigungsarbeit stark erleichtern sollen: die Fensterwischsauger. Lesen Sie mehr in unserem Fenstersauger Test.

Die Testgeräte im Fenstersauger Test

Black+Decker WW100
Dirt Devil AQUAclean DD 400
Koenic KWC 602
Mia AFR 1580
Vileda Windomatic 15587

 
Profi-Fensterreiniger setzen seit jeher auf die Kombination aus (Mikrofaser)Tuch und Fensterabzieher, im Haushalt jedoch ist diese Lösung eher selten anzutreffen, weil der Anwender im Prinzip bei den doch eher kleineren Fensterflächen samt Rahmen eine dritte Hand benötigt, um das Schmutzwasser erfolgreich aufzufangen. Genau hier setzen die Fensterwischsauger an, denn diese saugen unterhalb der Wischlippe das Wasser von der Fensterscheibe auf und führen es in einen kleinen Schmutzwassertank.

Das klingt verlockend einfach, bedankt man aber, dass die Saugleistung aufgrund der Kompaktheit der Geräte und der damit verbundenen Akku-Größen eher als „sehr dezent“ zu beschreiben ist, kann man den Fensterwischsaugern durchaus skeptisch gegenüberstehen. Man muss es aber nicht – und schon in die ersten Testreihen zeigte sich, dass ein paar Watt an Saugleistung tatsächlich genügen.

Gegen den Grobschmutz

Bevor man sich um das Scheibenabziehen kümmern kann, steht natürlich erst einmal die grobe Reinigung der Fensterflächen an. Alle Testkandidaten stellen Sets dar, die auch über einen Sprüher samt Mikrofasertuch verfügen. Zumeist ist das Sprühsystem extern, d.h. in Form einer kleinen Sprühflasche samt angebrachtem Mikrofasertuchhalter, mal ganz klassisch wie beim AFR 1580 von Mia, mal sehr kompakt wie beim Windomatic Complete Set von Vileda, in jedem Falle aber bequem zu nutzen. Beim AquaClean DD400 von Dirt Devil und dem WW100 von Black+Decker ist die Sprühfunktion hingegen im Handgerät integriert.

Dies wird durch ein Doppel-Tank-System ermöglicht, wo ein Tank für das Frischwascher, der zweite dann ganz normal für das Schmutzwasser zuständig ist. In beiden Fällen könnte man natürlich vermuten, dass sich dies negativ auf das Gerätegewicht auswirkt, das tut es aber, aber die Füllmengen sind sehr gering, sodass man den Unterschied (nicht einmal 70 Gramm beim WW100) kaum auch nur ansatzweise erfühlen kann.

Kritik übten die Probanden allerdings am vergleichsweise schwergängigen Druckschalter des WW100, der sich nur mit deutlich mehr Kraftaufwand als v.a. der kleine Druckschalter beim Windomatic betätigen lässt. Lobenswert ist bei fast allen Testkandidaten die Sprühnebelqualität – nicht klatschnass wird die Scheibe, sondern ganz fein eingenebelt. Allein der DD 400 von Dirt Devil geht hier etwas weniger fein zuwerke, spätestens beim Wischen der Fensterflächen löst sich dieses kleine Problem dann aber gänzlich auf…

 

Testverfahren
Die Testgeräte: 5 Fenstersauger
 
Funktion: Eine Gruppe von Probanden wendet die Sauger an Fenstern mit unterschiedlichen Verschmutzungen an und bewertet anschließend das Reinigungsergebnis im Hinblick auf Schlierenbildung auf der Fensterfläche. Ebenso wird die Reinigungsqualität an Ecken- und Kanten bewertet, an der Unterkante der Fensterscheiben zudem auch die Schmutzwasseraufnahme vom Fensterrahmen. Nur wenn hier sämtliches Schmutzwasser aufgesaugt wird uns auch seitlich an der Fensterfläche kein Wasser zurückbleibt, wird die Note 1,0 vergeben.
 
Die Note der Flächengrundreinigung beschreibt den Einsatz von Sprühsystem und Pad-Wischer, die Note ergibt sich auch der Wassernebelqualität, der Führung der Wischpad-Konstruktion auf der Fläche und an Kanten bzw. Ecken der Fensterscheiben. Bei der Akkulaufzeit liegt der Referenzwert bei 40 Minuten, jede Betriebsminute darunter wird mit einem Abzug von 0,1 Notenpunkten bewertet. Die Arbeitsgeschwindigkeit gibt an, wie schnell die Flächenreinigung auf gerader Strecke ist, ohne dass sich hierbei Schlieren bilden.
 
Handhabung: Eine Gruppe geschulter Probanden überprüft und bewertet im Fenstersauger Test die Funktionalität, Gängigkeit und Ergonomie der Bedienelemente, insbesondere die Griffhaltung und Erreichbarkeit des Betriebsschalters. In diese Teilnote fließt auch die Reinigung des Geräts mit ein, hier wird v.a. auf die Modularität der zu reinigen Teile, die Wassertank-Handhabung (Befüllen & Entleeren) geachtet. Da die Mikrofaserpads allesamt via Hand- oder Maschinenwäsche gleichbehandelt gereinigt werden können, findet hier keine explizite Differenzierung statt.
 
Das Betriebsgeräusch wird praxisnah auf eine Distanz von 50 Zentimetern nur Griffmitte ermittelt, der Referenzwert liegt bei 60dB(A). Die Akkuladezeitnote gibt an, wie lang die tatsächliche Ladezeit ist, bis hin zu in mehreren Durchläufen gemittelten 120 Minuten wird die Note 1,0 vergeben. Die Bedienungsanleitung wird im Fenstersauger Test auf vorgeschriebene Sicherheitshinweise, des Weiteren auf das Vorhandensein des Entsorgungshinweises (insbesondere bzgl. des verbauten Akkus) sowie auf die allgemeine Verständlichkeit und Qualität (Bilder, Struktur, Anwendungs- und Pflegehinweise sowie Schriftgröße) untersucht und anschließend dementsprechend bewertet.
 
Verarbeitung: Die Probanden bewerten im Fenstersauger Test die allgemeine Wertigkeit und das Nicht- bzw. Vorhandensein von Graten und scharfen Kanten, sowie die Größe von Spalten und Ritzen und die Einfachheit der Benutzung modularer Teile.

Technische Daten

 

SIEGER PREIS/LEISTUNG

 

TESTSIEGER

Fenstersauger

Black+Decker

WW100

Dirt Devil

AQUAclean DD 400

Koenic

KWC 602

Mia

AFR 1580

Vileda

Windomatic 15587

 

Technische Daten

Marktpreis*/UVP

44 Euro*/70 Euro

35 Euro*/80 Euro

40 Euro*/40 Euro

40 Euro*/50 Euro

48 Euro*/70 Euro

Leergewicht

770 g

800 g

940 g

440 g

640 g

gemessene Wischbreite

273 mm

278 mm

275 und 164 mm
Wechselaufsatz

276 mm

268 mm

Schmutzwasservolumen

etwa 100 ml

etwa 125 ml

etwa 30 ml

etwa 30 ml

etwa 100 ml

Akkutechnologie

3,6 V Li-Ion

3,7 V Li-Ion

3,7 V Li-Ion, Dual-Akku

3,7 V Li-Ion

3,6 V Li-Ion

Ausstattung & Zubehör

  • Steckerladenetzteil

  • inte grierter Sprüher mit Mikrofaserpad

  • Steckerladenetzteil

  • integrierter Sprüher mit
    2 Mikrofasertüchern

  • 2 Grobschmutztücher

  • Einfülltrichter

  • Flexi-Kopf

  • Steckerladenetzteil

  • externer Sprüher mit
    Mikrofaserpad

  • fungiert auch als
    Verlängerungsstiel

  • Fugensaugdüse

  • Steckerladenetzteil

  • externer Sprüher mit
    Mikrofaserpad

  • Steckerladenetzteil

  • externer Sprüher mit
    Mikrofaserpad

  • Flexi-Kopf

optionales Zubehör

170-mm-Aufsatz und
Mikrofaserpads (als Set
„WW100K“ ab 15 Euro
mehr), einzelne Wischlippen

Zubehörset mit 17 cm Wischkopf und je 2
passenden Grob- und
Mikrofasertüchern

n.v.

3er Mikrofaserset namens „WB 1581“ ab 11 Euro

Mikrofaserpad (ab 6 Euro), schmale Saugdüse (16 cm)

*zum Redaktionschluss, tagesaktueller Preis kann variieren

Weitere Einzelheiten zu den getesteten Geräten und den Testergebnissen lesen Sie in unserem Fenstersauger Test PDF.

Kostenpflichtiges Test-PDF zum Download mit

  • Informationen zum Testfeld
  • einem mehrseitigen Artikel zum Test
  • Tipps und Tricks zu den Geräten

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Bildquelle:

  • heftkaufen_logo: © Auerbach Verlag
  • Black+Decker-WW100: © Black+Decker
  • Dirt-Devil-AQUAclean-DD-400: © Dirt Devil
  • Koenic-KWC-602: © Koenic
  • Mia-AFR-1580: © Mia
  • Vileda-Windomatic-15587: © Vileda
  • Test_Fensterwischsauger_Startbild: © Dirt Devil