Zähne putzen – aber richtig!

© JenkoAtaman - Fotolia.com
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Sich morgens und abends gründlich die Zähne zu putzen, ist selbstverständlich. Doch haben Sie schon einmal etwas von der Stillman-Technik oder einer Kürettage gehört? Wir erklären Ihnen, wie Sie Ihre Beißerchen gründlich von Plaque befreien!

Sobald sich die ersten Milchzähnchen im Kindermund zeigen, wird die regelmäßige Zahnpflege ein fester Bestandteil des täglichen Lebens. Dabei wird zunächst eine leicht ausführbare Putztechnik erlernt, wie zum Beispiel die Zahnbürste von Rot (dem Zahnfleisch) zu Weiß (den Zähnen) zu führen. Diese wohl bekannteste und am weitesten verbreitete Methode ist als Einstiegstechnik in die Mundhygiene gut geeignet, jedoch entgegen der landläufigen Meinung nicht das Nonplusultra für ein gesundes Gebiss. Bei der sogenannten Schrubbtechnik wird die Zahnbürste von den Kleinkindern, deren motorische Fähigkeiten noch nicht denen eines Erwachsenen entsprechen, in horizontaler Richtung vor und zurück bewegt.

Für eine gründliche Reinigung ist dies nicht ideal, sondern dient eher dazu, die Mundhygiene zu einem selbstverständlichen Ritual werden zu lassen. Zahnärzte empfehlen den Eltern generell, mindestens bis zum Eintritt ins Grundschulalter das Zähneputzen ihrer Kinder zu überwachen und noch einmal nachzuputzen, da sich die Geschicklichkeit der kleinen Hände erst entwickeln muss. Noch wichtiger als die korrekt angewendete Technik ist dabei aber vor allem ein systematisches Vorgehen bei der Mundhygiene. Da Kindern das Zähneputzen meist eher eine ärgerliche Pflicht und Routine ist, neigen sie dazu, die Prozedur abzukürzen und dabei Bereiche ungeputzt zurückzulassen. Trainieren Sie daher mit ihrem Kind eine gleichbleibende Reihenfolge ein, beispielsweise zuerst die Kaufl ächen, dann die Innenflächen und zum Schluss die Außenflächen. Alternativ können auch alle vier Quadranten des Mundes nacheinander gereinigt werden.

Wie entsteht Karies?

Kariöse Erkrankungen der Zähne werden durch den in unseren Speisen enthaltenen Zucker überhaupt erst ermöglicht. Der dafür verantwortliche Bakterienstamm ernährt sich nämlich von den süßen Molekülen und scheidet dabei Säuren aus, die den Zahnschmelz angreifen und zu Karies führen. Weder Eiweiße noch Vitamine oder Fette wirken also kariesbegünstigend, sondern nur die Kohlenhydrate und der aus ihnen gewonnene Zucker. Dabei sind besonders jene Stellen gefährdet, die durch ihre Position innerhalb des Gebisses von der Zahnbürste nur schwer erreicht werden.

Dort bietet sich den Bakterien ein bequemes Zuhause, um sich zu vermehren. Dadurch vergrößert sich auch die Konzentration der schädlichen Säuren, die das Kalzium vom Zahnschmelz lösen und diesen dadurch spröde und bröckelig werden lassen. Die dadurch aufgeraute Ober fläche lässt Speise reste noch besser anhaften und die Bakterien finden immer mehr Nahrung. Auf diese Weise kann die Schädigung des Zahnschmelzes immer weiter fortschreiten, sich in die Tiefe ausbreiten und schließlich zu einem Loch führen.

BASS-Technik

Die Putzmethode der BASS-Technik beschreibt nicht etwa das Hören lauter Musik beim Zähneputzen, sondern eine bestimmte Art, der Plaque mit der Zahnbürste zu Leibe zu rücken. Dabei werden die Borsten in einem Winkel von 45 Grad auf die Außenfläche der Zähne gesetzt, wobei die Borstenspitzen gen Zahnfleischrand weisen. Durch leichten Druck dringen die Enden der Borsten dabei minimal in die Furche zwischen Zahn und Zahnfleisch ein und beseitigen so auch die Bakterien, die sich hartnäckig unter dem Zahnfleischrand festsetzen. Zur Entfernung des Zahnbelags wird die Handzahnbürste mit kleinen Rüttelbewegungen nach links und rechts geführt, um anschließend in Richtung der Zahnschneidekante abzurollen. Die Kauflächen werden dagegen in einem senkrechten Winkel geputzt.

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