Ein sicheres Kaminfeuer verbreitet wohlige Wärme im Eigenheim. Für Sicherheit und Effizienz mit dem natürlichen Brennstoff gibt es Tipps und Informationen des Schornsteinfegerverband Niedersachsen
Ein sicheres Kaminfeuer verbreitet wohlige Wärme im Eigenheim. Für Sicherheit und Effizienz mit dem natürlichen Brennstoff gibt es Tipps und Informationen des Schornsteinfegerverband Niedersachsen

Ein sicheres Kaminfeuer ist bei grauem trüben Wetter gemütlicher Rückzugspunkt. Schließlich ist das Holzfeuer die älteste Art, das Zuhause mit wohliger Wärme zu füllen. So erfreuen sich auch heute Kaminöfen großer Beliebtheit.

Doch um die Feuerstelle sicher zu betreiben, gilt es einige Dinge zu beachten. Der Schornsteinfegerverband Niedersachsen hat entsprechende Informationen und Tipps zusammengestellt:

Feuer und Wärme sind Anziehungspunkt

Wenn mit dem Herbst das Schmuddelwetter Einzug hält, die Gartenmöbel schon im Keller schlummern und es draußen früh dunkel wird, sind Feuer und Wärme der Anziehungspunkt schlechthin. Was gibt es Schöneres, als auf dem Sofa, eingewickelt in eine warme Decke dem Knistern des Holzes zu lauschen?

Sachgemäßer Umgang ist unverzichtbar

Auch wenn ein Kaminfeuer attraktiv ist, muss ein sachgemäßer Umgang unverzichtbar sein. In einem Abstand von mindestens 40 Zentimetern sollten sich keine leicht entzündlichen Materialien befinden. Für ein sicheres Kaminfeuer den Fußboden am besten durch eine Bodenplatte aus Glas, Stein oder Stahlblech vor herausspringender Glut schützen. Ist ein Raum zu gut abgedichtet, etwa durch moderne Fenster, könnte ein Unterdruck entstehen, der Abgase aus dem Ofen in den Raum hinein saugt. Lüftungsschlitze in Türen oder Fenstern sorgen hingegen für den notwendigen Zustrom an Frischluft und für einen sicheren Betrieb des Ofens. In modernen Gebäuden mit kontrollierter Wohnraumlüftung ist eine raumluftunabhängige Feuerstätte empfehlenswert, die dem Ofen Verbrennungsluft über Leitungen direkt von außen zuführt. Fensterkontaktschalter und Luftdruckwächter, die bei Unterdruck reagieren und für eine Abschaltung von Dunstabzug oder Lüftung sorgen, bieten zusätzliche Voraussetzungen für ein sicheres Kaminfeuer.

Tipps und Tricks für das Holzfeuer

Zur Befeuerung sollte ausschließlich naturbelassenes, luftgetrocknetes Holz verwendet werden, das im Gegensatz zu Zeitungen, behandeltem Holz und Plastikabfällen keine Schadstoffe freisetzt. Maximal 25 Prozent sollte der Feuchtegehalt im Holz betragen, um Rußbildung und damit eine dauerhaft schlechte Brennleistung zu vermeiden. Frisch geschlagenes Holz sollte ein bis drei Jahre an der Luft trocknen und ebenso trocken gelagert werden, bevor es im Ofen verfeuert wird. Wer unsicher ist, ob das Holz bereits trocken genug ist, kann dies vom Schornsteinfeger vor Ort mit einem Feuchtemessgerät überprüfen lassen. Zum Entzünden des Feuers hat sich das Anzünden von oben bewährt. Bei geöffnetem Luftregler werden Anzünder sowie mehrere Anzündhölzer wie ein Gitter übereinander auf ein paar Holzscheite gelegt und anschließend entzündet. Eine regelmäßige Wartung durch den Kaminkehrer sorgt für viele gemütliche Abende am Kaminfeuer.

Verordnungen und Grenzwerte beachten

Grundvoraussetzung beim Einbau eines Kaminofens ist eine Zulassung für den deutschen Markt. So muss der Ofen über einen ausreichenden Verwendbarkeitsnachweis wie etwa eine CE-Kennzeichnung verfügen und Emissionsgrenzwerte einhalten. Um dies sicherzustellen, nimmt der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger den angeschlossenen Kaminofen vor der ersten Nutzung baurechtlich ab. Ein Vorabgespräch über notwendige Zulassungen, Bescheinigungen und Voraussetzungen ist hilfreich, um böse Überraschungen zu vermeiden und anfallende Kosten besser einschätzen zu können.

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