Kalk im Wasser ist schädlich für Haushaltsgeräte. Bauknecht hat daher einen professionellen Kalk-Blocker entwickelt, der zwischen Wasserhahn und Zuleitung des jeweiligen Gerätes geschraubt wird. Wie viel Kalk tatsächlich durch den wpro CalBlock+ reduziert wird, kann mit der richtigen Testmethodik nachgewiesen werden. Lesen Sie mehr in unserem Bauknecht Antikalk-Filter Test.

Das Testprodukt im Bauknecht Antikalk-Filter Test

Bauknecht wpro CalBlock+

 
Sind die Gläser nach dem Abspülen trüb und fühlen sich stumpf an, ist das ein deutlicher Hinweis auf einen hohen Anteil von Calciumionen im Leitungswasser. Man spricht hier von hartem Wasser, gemessen in Grad deutscher Härte (°dH). Vor allem Regionen mit Kalkgesteinen und intensiver Landwirtschaft sind häufiger davon betroffen. Kalk wird in der Landwirtschaft eingesetzt um der übermäßigen Ansäuerung des Bodens entgegen zu wirken und wird später durch Regenwasser ausgespült, wo es schließlich ins Trinkwasser gelangt. Die Härte des heimisches Trinkwassers kann man ganz unkompliziert, ohne selbst Messungen durchführen zu müssen, bei den Wasserwerken erfragen – häufig bieten diese auf ihren Homepages entsprechende Gebietskarten an.

Neben trübem Geschirr sind es jedoch andere Übel, die es dringender zu vermeiden gilt und einen Blick auf diese Karten nötig werden lassen. Hartes Wasser erhöht den Waschmittelverbrauch: Statt sich der Reinigung der Kleidung zu widmen, gehen Seifen in Verbindung mit den Calciumionen und bilden unwirksame Kalkseifen. Unter höheren Temperaturen, so wie sie beispielsweise in Waschmaschinen herrschen, bilden die Calciumionen festen Kalk. Dieser Kalk lagert sich besonders an den Heizelementen ab und bildet eine isolierende Schicht. Um das Wasser in der Maschine weiterhin auf die gewünschte Temperatur zu bringen, wird nun mehr und mehr Energie benötigt – der Verbrauch steigt, bis die Ablagerungen zu dick sind und schließlich zum Defekt der Maschine führen.

Es wird technisch

Um diesen Problemen entgegen zu wirken, seine Geräte zu schützen und den Verbrauch von Energie und Waschmitteln zu begrenzen, lohnt sich die Investition in die entsprechenden Gegenmaßnahmen. In diesem Bauknecht Antikalk-Filter Test wird der wpro CalBlock+ von Bauknecht näher betrachtet. Das handliche Modul wird zwischen den Wasseranschluss und den Zulaufschlauch der Waschmaschine geschraubt. Das Wasser muss nun, vor dem Eindringen in die Maschine, die eingesetzte Filterkartusche passieren. Im Bauknecht Antikalk-Filter Test zeigt sich dieser Einbau so einfach wie beschrieben.

Im Set befinden sich alle benötigten Dichtungen; die Gewinde sitzen satt. Im Filter befinden sich Polyphosphatkristalle, die mit dem passierenden Calciumhydrogencarbonat in schnell erfolgender Reaktion eine Verbindung eingehen. Die Calciumionen verschwinden also nicht, sie werden gebunden und stehen für die Bildung von Kalkseifen oder Kalk selbst nun nicht mehr zur Verfügung. Diese Verbindungen werden ausgespült und finden somit ihren Weg ins Abwasser. Wenn die Kristalle im Filter Verbindungen eingehen und ausgespült werden, müssen sie folgerichtig weniger werden. Die Lebensdauer einer Kartusche wird vom Hersteller mit vier bis sechs Monaten angegeben, zu beobachten am roten Kontrollring, der mit abnehmenden Filtersubstrat mehr und mehr zu sehen ist. Der Griff hinter die Maschine zum Tausch der Kartusche sollte im Regelfall also nur zwei bis dreimal im Jahr nötig sein. Doch wie steht es nun um die Wirkung dieses Filtersystems?

Es wird chemisch

Calcium und Magnesium zählen zu den Erdalkalimetallen. Zwar gehören noch weitere Elemente in diese Gruppe, in ihrem Zusammenspiel sind die beiden genannten aber hauptverantwortlich für die Härte im Wasser. Die meisten Messverfahren erfassen die Gesamthärte, sprich die Summe der Ionen aller Erdalkalimetalle. Da Calciumcarbonat dem Anteil nach aber entscheidender die Härte bestimmt, wird im Bauknecht Antikalk-Filter Test Leitungswasser (13°dH) mit reinem Calciumcarbonat auf einen Wert von 20°dH gebracht. Läuft dieses angehärtete Wasser nun durch den wpro CalBlock+ und wird anschließend überprüft, können sich die Ergebnisse sehen lassen. Im Schnitt ist die Härte um knapp 30 Prozent gesunken. Diese Verbesserung kann bereits dazu beitragen, nicht nur den Waschmittelverbauch zu senken, sondern auch die Geräte vor Ablagerungen zu schützen und somit die Gerätelebensdauer erheblich zu verlängern.

Messmethoden, die auf der Leitfähigkeit des Wassers beruhen, sind hier übrigens kaum geeignet. So überraschte das elektronische Messgerät nach dem Filterdurchlauf mit teils höheren statt niedrigeren Werten. Grund ist die Beschaffenheit des eingesetzten Polyphosphatfilters des wpro CalBlock+. Die Phosphate binden die Calciumionen, geben im Austausch aber andere Kationen frei, diese die Leitfähigkeit des Wassers aufrecht erhalten oder gar erhöhen. Genauer wird die Härte mit der sogenannten Titrationsmethode bestimmt, bei der eine genaue Menge Wasser tropfenweise mit einer Chemikalie versetzt wird, bis ein Farbumschlag erfolgt (Titriplex III, dem Dinatriumsalz der Ethylendiamintetraessigsäure). Mit dieser Methode zeigt sich auch die erwähnte Verbesserung.
 

Fazit
Es kann mit diesem Bauknecht Antikalk-Filter Test bewiesen werden, dass Kalk mit dem wpro CalBlock+ von Bauknecht zwar nicht völlig eliminiert, aber beachtlich um rund 30 Prozent reduziert werden kann. Ein voller Erfolg für den Kalk-Blocker aus dem Hause Bauknecht.

Autor: Tom Colditz

Technische Daten und Auswertung

Antikalk-Filter

Bauknecht

wpro CalBlock+

 

Technische Daten

Marktpreis*/UVP

18,50 Euro*/19,94 Euro

Ausstattung & Zubehör

Ersatzfilter, alle benötigten Dichtungen

Ergebnis

1,9 (gut)

Funktion

50%

+ +

2,0

Filterwirkung

100%

+ +

2,0

Handhabung

40%

+ +

1,5

Einbau

50%

+ + +

1,0

Wartung/Erhaltung

50%

+ +

2,0

Umwelt

10%

+

2,5

Testurteil

Gute Filterwirkung und
einfache Handhabung

*zum Redaktionschluss, tagesaktueller Preis kann variieren

Bildquelle:

  • heftkaufen_logo: © Auerbach Verlag
  • Bauknecht-wpro-CalBlock+: © Bauknecht
  • Test_Antikalk-Filter-Bauknecht-wpro-CalBlock_Startbild: © Bauknecht