Nackensteaks vom Discounter? Nein, lieber ein prächtiges Stück Fleisch vom Metzger des Vertrauens. Wenn man bereits beim Grillgut Wert auf hohe Qualität legt, sollte auch der Grill selbst mithalten können. Darf es ein bisschen mehr sein. Lesen Sie mehr in unserem Gourmetmaxx Beefgrill Test 2019.

 

Die Beefmaker Gourmetmaxx Beefgrill und Beefgrill XL im Test 2019

Gourmetmaxx Beefgrill

Schönwettergriller, Saisongriller oder Dauergriller? Was für den Einen zum entspannten Wochenendtag im Sommer dazu gehört, findet beim Anderen praktisch das ganze Jahr hindurch statt. Das Angebot an Feuerstellen oder Geräten, die diese ersetzen, ist praktisch unerschöpflich. Abseits von Vorliebe und Philosophie bieten sie jedoch jeweils ganz spezifische Vorteile. Gasbetriebene Grills stehen für eine kurze Vor- und Nachbereitungszeit und konstante und gut regulierbare Temperaturen. Das zeitlich präzise Aufbringen von sehr hohen Temperaturen ist für das ganz besondere Stück Roastbeef oder Entrecôte auch nötig. Denn wenig liegt zwischen dem perfekten Medium-Ergebnis und einem zähen Well-Done. Um den Grillfreund mit seinem teils teuren Grillgut mit perfekten Ergebnissen zu belohnen, bietet Gourmetmaxx gleich zwei Gas-Spezialisten. Der Beefgrill kommt im Quer- und Hochformat, jeweils mit einem Keramikbrenner für die wirklich heiße Oberhitze. 

Heavy Metal

Noch während des Auspackens fällt das hohe Gewicht der Geräte auf – beide Grills bestehen vollständig aus massivem Edelstahl. Sie bringen den Glanz mit, den man sonst nur im Profibereich findet und für gewöhnlich neidvoll im Fernsehen oder hinter dem Verkaufstresen bestaunt. Das kleinere, hochformatige Gerät bringt beinahe 10 Kilogramm (kg) auf die Waage, das größere im Querformat satte 16 kg. Die Material- und Verarbeitungsqualität ist hochklassig und es lässt sich kaum vorstellen, diese Grills im normalen Gebrauch jemals verschleißen zu können. Kleine Abzüge an der Verarbeitungsnote gäbe es lediglich für die Gas-Drehregler aus Kunststoff – diese müssen allerdings den strengen Sicherheitsrichtlinien für Gasgrills gerecht werden. Sie dürfen zu keinem Zeitpunkt eine Verbrennungsgefahr darstellen und müssen daher aus Kunststoff sein.

Der Aufbau kann kaum als solcher bezeichnet werden: Die Geräte sind praktisch vollständig montiert, lediglich Grillrost (mit Aufnahme beim Kleinen) und Tropfschale müssen eingesetzt werden. Der jeweils mitgelieferte Gasschlauch samt Druckminderer wird angeschlossen, auf Dichtheit geprüft und schon kann es losgehen. Der große Grill zündet mit Piezozündung, der kleine elektrisch (AA-Batterie) – beiden gemeinsam ist der 3,5 Kilowatt (kW) Keramikbrenner, der Temperaturen bis 800 Grad Celsius (°C) verspricht und somit eine satte Oberhitze liefert. 

Smooth Jazz

In ihrer Handhabung während des Grillspaßes unterscheiden sich die beiden Grills voneinander. Der Große nimmt das Grillgut komfortabel per Schublade auf. Die lässt sich weit ausziehen; der Griff bleibt trotz der enormen Hitze stets greifbar. Ein Verstellhebel dient der Höhenregulierung – in drei Stufen lässt sich die gesamte Lade einrasten. Ein direkter Blick auf das Fleisch ist während des Grillens kaum möglich, dazu ist die Konstruktion zu geschlossen. Es lässt sich jedoch jederzeit die gut gleitende Lade öffnen und das Fleisch überprüfen.

Dem Kleinen liegt ein Griff bei, mit dem der Grillrost versetzt werden kann. Der Aufbau dieser hochformatigen Version ist weniger geschlossen, sodass sich das Fleisch direkt beobachten lässt. Der Rost lässt sich hier in zehn Stufen höhenverstellen, sodass die Hitze abseits der Gasregulierung perfekt dosiert werden kann.

 

Technische Daten und Auswertung

Beefmaker

Gourmetmaxx

Beefgrill K1109A

 

Technische Daten

Marktpreis*/UVP

200 Euro*/500 Euro (Amazon: EUR 199,90)

Gewicht

9,7 kg

Maße (B×H×T)

23 × 44 × 47 cm

Grillfläche

15 × 26 cm (390 cm²)

Leistung

Hauptbrenner (3,5 kW)

Ausstattung & Zubehör

Elektrische Zündung (AA-Batterie), Grillrost mit abnehmbarem Griff, Tropfschale, 10-fache Höhenverstellung des Grillrosts, Gasschlauch, Druckminderer (1,5 kg/h)

Ergebnis

1,3 (sehr gut)

Funktion

40%

+ + +

1,3

Wärmeregulierung

33%

+ +

1,5

Wärmeverteilung

33%

+ +

1,5

Grillkomfort

33%

+ + +

1,0

Handhabung

30%

+ + +

1,3

Bedienfreundlichkeit

40%

+ + +

1,0

Reinigung

40%

+ +

1,7

Transport

15%

+ + +

1,0

Bedienungsanleitung

5%

+ + +

1,4

Verarbeitung

15%

+ + +

1,3

Ökologie

5%

+ + +

1,0

Sicherheit

10%

+ + +

1,0

Testurteil

Massiv und von sehr hoher Qualität,
professionelle Ergebnisse

*zum Redaktionschluss, tagesaktueller Preis kann variieren

Bewertungsschlüssel: 1,0 – 1,4: sehr gut (+ + +), 1,5 – 2,4: gut (+ +), 2,5 – 3,4: befriedigend (+), 3,5 – 4,4: ausreichend (–), 4,5 – 5,0: mangelhaft (– –), 6,0: durchgefallen (– – –)

 

Rock ‘n’ Roll

Die Wirkung der Hitze auf das Fleisch ist unmittelbar: sogleich reagieren die Fasern auf die Temperatureinwirkung und beginnen sich zusammen zu ziehen. Auch eine Färbung kann schnell beobachtet werden. Die zügige Versiegelung von außen, nach dem Wenden von beiden Seiten, garantiert ein saftiges Inneres, aus dem kein Saft mehr entkommen kann. Wir sind stolz auf unsere ersten Ergebnisse, auch wenn ein bisschen mehr Übung sicher nicht schaden kann. Aber es ist eben noch kein Gourmetkoch vom Himmel gefallen. Während der Benutzung bleiben beide Gehäuse im Übrigen vergleichbar kühl. Trotz Dauerlauf über eine Stunde hinweg werden außen lediglich 50 °C erreicht. Selbstverständlich sollte das Metall dennoch nicht berührt werden – die Messwerte sprechen aber für eine konzentrierte Hitze direkt am Rost statt entweichender Wärme.

Die Reinigung geht bestens vonstatten. Grillrost und Tropffang lassen sich jeweils leicht entnehmen, beim kleinen Grill zusätzlich die seitlichen Aufnahmen des Rosts. Der Innenraum des Kleinen ist besser zu erreichen als der des Großen. Trotzdem dürfte sich bei beiden Modellen nach einiger Zeit die Benutzung zumindest optisch zeigen. Denn da wo ein Keramikbrenner mit 3,5 kW Temperaturen von 800 °C erreicht und entsprechend heißes Fett aus dem Fleisch im Spiel ist, lassen sich langfristig Verfärbungen am Edelstahl nicht vollständig vermeiden. Sehr wohl aber am Gitterrost und dem Fettfang, die sich sehr gut reinigen lassen. So oder so, bei diesen Temperaturen bestehen hygienisch ohnehin keine Bedenken.

 

Technische Daten und Auswertung

Beefmaker

Gourmetmaxx

Beefgrill XL CY-15

 

Technische Daten

Marktpreis*/UVP

230 Euro*/500 Euro (Amazon: EUR 199,90)

Gewicht

16,3 kg

Maße (B×H×T)

54 × 31,5 × 42 cm

Grillfläche

36 × 28 cm (1 008 cm²)

Leistung

Hauptbrenner (3,5 kW)

Ausstattung & Zubehör

Piezozündung, Schub mit Grillrost und Tropfschale, 3-fache Höhenverstellung des Grillrosts, Gasschlauch, Druckminderer (1,5 kg/h), Tragegriffe

Ergebnis

1,3 (sehr gut)

Funktion

40%

+ + +

1,3

Wärmeregulierung

33%

+ +

1,5

Wärmeverteilung

33%

+ +

1,5

Grillkomfort

33%

+ + +

1,0

Handhabung

30%

+ + +

1,3

Bedienfreundlichkeit

40%

+ + +

1,0

Reinigung

40%

+ +

1,7

Transport

15%

+ + +

1,0

Bedienungsanleitung

5%

+ + +

1,4

Verarbeitung

15%

+ + +

1,3

Ökologie

5%

+ + +

1,0

Sicherheit

10%

+ + +

1,0

Testurteil

Langlebig und hochwertig,
professionelle Ergebnisse

*zum Redaktionschluss, tagesaktueller Preis kann variieren

Bewertungsschlüssel: 1,0 – 1,4: sehr gut (+ + +), 1,5 – 2,4: gut (+ +), 2,5 – 3,4: befriedigend (+), 3,5 – 4,4: ausreichend (–), 4,5 – 5,0: mangelhaft (– –), 6,0: durchgefallen (– – –)

Fazit
Gourmetmaxx bietet mit diesen besonderen Modellen von Gas-Grills ein ausgesprochen hochwertiges Highlight für die nächste Grillparty. Durch die intensiven Temperaturen kann beim Garen praktisch zugesehen werden. Die Konstruktion und Verarbeitung versprechen ein langfristiges Vergnügen.

Autor: Tom Colditz

Bildquelle:

  • heftkaufen_logo: © Auerbach Verlag
  • GourmetMaxx-Heißluftfritteuse-TXG-DS14C: © DS Produkte
  • Gourmetmaxx BeefGrill: © Gourmetmaxx