Die Obsthäcksler sind wieder unterwegs

Hungriger als ein Igel: Die Rasenmähroboter klauen uns derzeit wieder unser Obst

So ein Mähroboter bietet schon eine schöne Erleichterung im Garten. Wenn der Rasen ordentlich angelegt ist und für den elektrischen Freund keine Stolperfallen installiert sind, dann hält er das Grünzeug immer schön kurz. Doch im Herbst beginnt der Wettlauf um das beste Obst.

Man könnte meinen, so ein Roboterdingens möchte manchmal auch andere Sachen verschlingen als nur das Gras. Denn – egal wie groß die zu mähende Fläche ist – im Herbst steuern die Maschinen zielgerichtet auf das gerade vom Baum herabgefallene Obst zu, um es einfach nur kurz und klein zu häckseln. Da helfen auch die ausgeklügelsten Sensoren nicht, das Ding fährt einfach drüber. Der geübte Gärtner läuft am Morgen sein Grundstück ab, um die wertvollen Früchte von der Streuobstwiese zu sammeln, bevor das kleine Monster seinen Dienst beginnt. Die schönsten Äpfel bleiben halt erst einmal noch am Baum hängen und sollen weiter in der prallen Sonne reifen.

Doch um so trauriger ist der Anblick dann am Nachmittag: Vorhin noch hing Schneewittchens zukünftiger Apfel halbreif am Zweig und sonnte sich so friedlich, nun liegt er geschnetzelt am Boden. „Mist, schon wieder zu spät“, ruft da der gebeutelte Gärtner und schaut flehend gen Himmel, um die Reifezeit der Früchte herbeizurufen. Aber die Natur lässt sich nicht erhören und so haben wir nur die Wahl: Entweder bleibt der Rasen lang und wir holen für diese Zeit den alten Mäher aus dem Schuppen oder teilen uns das Obst mit den kleinen Akkuviechern.

In diesem Sinne: Wir wünschen einen friedlichen Herbst mit reicher Ernte.

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