Lichterketten sollten vor der Inbetriebnahmen jährlich gewissenhaft auf Beschädigungen überprüft werden

Lichterketten sind bei den Deutschen sehr beliebt und ersetzen zunehmend den hellen Schein von Kerzen auf dem Weihnachtsbaum.

Doch die bevorzugte Alternative ist nicht immer sicherer. „Damit die Weihnachtsbeleuchtung nicht zur Gefahr wird, gilt es auch bei Lichterketten und Co. ein paar wichtige Aspekte zu beachten“, so Jannik Schlegel von der Initiative Elektro plus.

Warum ist geprüfte Qualität für Lichterketten wichtig?

Da billige Produkte von unbekannter Herkunft meist nicht den europäischen Sicherheitsvorschriften entsprechen, können Kurzschlüsse oder Brände drohen. Verbraucher sollten daher stets auf geprüfte Qualität setzen. „Um auf der sicheren Seite zu sein, sollte beim Kauf auf die anerkannten Prüfsiegel GS- beziehungsweise VDE-Zeichen geachtet werden“, rät Schlegel. „Diese garantieren, dass die Lichtdekorationen die europäischen Sicherheitsanforderungen einhalten“. Welche Punkte noch in Sachen sichere Weihnachtsbeleuchtung zu beachten sind, hat die Initiative Elektro plus im Folgenden zusammengefasst.

Experten empfehlen FI-Schutz für die Steckdosen

Bevor die Lichterketten erstrahlen, unbedingt die Steckdosen überprüfen. Ein der Steckdose vorgeschalteter Fehlerstrom-Schutzschalter schützt die Bewohner vor gefährlichen Stromunfällen – verursacht beispielsweise durch eine defekte Lichterkette. Ist dieser nicht vorhanden, lässt sich der FI-Schutz auch in die Steckdose integrieren. Ein Elektrofachmann wechselt hierfür einfach die vorhandene Steckdose gegen eine mit FI-Schutz aus. Registriert werden kleinste Abweichungen der Strommenge, woraufhin die Stromzufuhr sofort unterbrochen wird.

Lichterketten für den Einsatz im Freien

Natürlich sollen Wohnungen und Häuser auch von außen weihnachtlichen Glanz verbreiten. Gerade hier ist die Gefahr jedoch besonders groß, dass durch Nässe ein Kurzschluss entsteht. Daher sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass alle Lichterdekorationen für den Einsatz im Freien geeignet sind. Außensteckdosen sollten zudem über einen FI-Schalter geschützt werden und von innen schaltbar sein.

Beim Austausch einer defekten Glühbirne auf die zugelassene Wattstärke achten. Stärkere Birnen können schnell eine hohe Hitze entwickeln und so zu Bränden führen. Ebenso sollte beim Austausch einer kaputten Glühbirne einer Lichterkette darauf geachtet werden, dass diese für die Zahl der in der Kette vorhandenen Lichter geeignet ist. Wird das nicht beachtet, brennt die ausgetauschte Glühbirne entweder sehr hell, ist schnell wieder kaputt oder brennt zu dunkel.

Rauchmelder wichtig in der Weihnachtszeit

In der Weihnachtszeit sorgen Rauchmelder, die bei Bränden rechtzeitig Alarm schlagen, für Sicherheit – egal ob das Feuer durch defekte Lichterketten oder brennende Kerzen entfacht wurde. Vorausgesetzt, es handelt sich um Qualitätsprodukte. Auch bei Rauchmeldern ist auf das richtige Gütesiegel zu achten: das VdS-Prüfzeichen oder eine Zertifizierung durch eine anerkannte Prüfstelle wie dem TÜV-Nord oder dem Kriwan-Testzentrum. Die „Q“-Kennzeichnung steht für die Qualität hochwertiger und langlebiger Rauchwarnmelder.

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