Überspannungsschutz spart Hausbesitzern jährlich Millionen Euro

Überspannungen nach Schalthandlungen oder nahen und fernen Blitzeinschlägen können schwere Personen- oder Sachschäden in Wohngebäuden verursachen.

Die Broschüre Überspannungsschutz der Initiative Elektro plus gibt Hintergrundinformationen zum Thema und beschreibt, wie dieser Schutz in Wohngebäuden aufgebaut ist

Überspannungsschutz ist das Thema einer neuen Broschüre der Initiative Elektro plus.

Sie informiert darüber, welche Risiken eine Überspannung birgt und wie sich Hausbesitzer sinnvoll davor schützen können. Die Broschüre steht zum kostenlosen Download auf der Homepage der Initiative bereit. Ein Fachmann in der Nähe ist über die Fachbetriebssuche auf der Website der Initiative Elektro plus zu finden.

Totalausfall durch Blitzeinschläge

Die Schadenstatistiken sprechen für sich: Laut dem Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft verursachen Überspannungen aufgrund von Schalthandlungen und Blitzeinschlägen in Wohngebäuden jährlich einen Gesamtschaden von über 200 Millionen Euro. Die Schäden aufgrund von leitungsgebundenen Überspannungen überwiegen dabei. Bei einer Überspannung liegen dann statt der üblichen 230 Volt Spannung für kurze Zeit mehrere tausend Volt an Strom- und Datenleitungen an, in der Regel mit schwerwiegenden Folgen: Diese reichen vom Totalausfall elektrischer und elektronischer Geräte und Steuerungen bis zum Isolationsversagen mit gefährlicher Funkenbildung und Bränden. Neben direkten Schäden an Geräten oder Systemen sind oft Folgeschäden durch Daten- oder Systemverluste zu verzeichnen. Der ideelle Schaden, zum Beispiel durch den Verlust von Bilddateien mit hohem Erinnerungswert, kann dabei größer sein als der materielle Schaden.

Überspannungsschutz in Neubauten Pflicht

„Während ein äußeres Blitzschutz-System gegen den direkten Blitzeinschlag schützt, sorgt der Überspannungsschutz bei allen gefährlichen Spannungsspitzen für Sicherheit“, erklärt Torsten Hoffmann von der Initiative Elektro plus. Der Überspannungsschutz ist für Neubauten sowie bei Änderungen oder Erweiterungen bereits seit Oktober 2016 nach DIN VDE 0100-443 vorgeschrieben. Aber auch eine Nachrüstung von Schutzeinrichtungen in bestehenden Gebäuden ist ratsam und meist unkompliziert möglich. Wichtig ist, dass auch die empfindlichen Telekommunikations- und Datenleitungen, die ins Haus gelangen, geschützt werden. „Überspannungsschutz ist zum Brand- und somit Personenschutz gefordert“, so Hoffmann. „Bindet man das Strom- und Daten/Telefonnetz in das Schutzkonzept ein, dann werden alle möglichen Überspannungsschäden vermieden und Personen und Sachwerte wirkungsvoll geschützt“.

Mit richtigem Schutzkonzept vom Fachmann

Für einen wirkungsvollen Überspannungsschutz werden alle gefährdeten Leitungswege in einem abgestimmten Konzept mit geeigneten Schutzgeräten beschaltet. Es ist unbedingt zu empfehlen, die Planung und Realisation eines gewerkeübergreifenden Schutzkonzepts in die Hände eines Blitzschutz- oder Elektrofachmanns zu legen. Die Broschüre „Überspannungsschutz“ der Initiative Elektro plus gibt Hintergrundinformationen zum Prinzip des Themas. Sie erläutert, welche Anforderungen an den Überspannungsschutz gestellt werden und beschreibt, wie dieser Schutz in Wohngebäuden aufgebaut sein sollte. Sie geht dabei auch auf den Schutz für Photovoltaikanlagen sowie für das Home-Office ein.

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