5 Tipps für den Kräutergarten

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Wer sich gesund und ausgewogene ernähren möchte, für den sind frische, saisonale Produkte, wie Obst und Gemüse aus der Region, selbstverständlich. Gepaart mit erntefrischen Kräutern aus dem eigenen Kräutergarten, lassen sich damit köstliche Gerichte zaubern. Gewürz- und Heilkräuter aus dem Garten oder auch vom Balkon verleihen der selbstgekochten Mahlzeit die besondere Geschmacksnote. Zudem können aromatische Heilpflanzen auch bei der Linderung zahlreicher Beschwerden helfen. Wir erklären, welche Kräuter in keinem Gewürzgarten fehlen sollten und worauf man beim Anlegen des Beetes achten sollte.

Welche Kräuter gehören in den Kräutergarten?

Es gibt hunderte verschiedene Küchen- und Heilkräuter, die sich wunderbar für den Anbau im eigenen grünen Wohnzimmer eigenen. Schnittlauch, Basilikum, Petersilie, Rosmarin oder Pfefferminze sollten nicht fehlen. Sie bilden einen guten Grundstock, um zahlreiche schmackhafte Gerichte zuzubereiten. Auch Brunnenkresse, Majoran, Dill und Oregano eigenen sich optimal für das Kräuterbeet. Bei der Pflanzung ist generell zu beachten, dass längst nicht alle Kräuter in unseren Breitengraden gleich gut gedeihen. Vor allem solche, die aus mediterranen Regionen stammen, benötigen ausreichend Sonne und eine ausgewogene Bewässerung. Salbei und Oregano sind zum Beispiel kleine Sonnenanbeter, die einen Platz mit eher trockenem Boden im prallen Sonnenschein bevorzugen. Schnittlauch, Petersilie oder Borretsch lieben hingegen feuchte Erde und sollten an den heißen Sommertagen sowohl morgens als auch in den Abendstunden gegossen werden.

Welche Kräuter sollten nicht nebeneinander gepflanzt werden?

Generell sollten bei der Pflanzung einjährige und mehrjährige Kräuter nicht miteinander vermischt werden. Der Grund dafür ist, dass die einjährigen Gewächse im Winter nicht überleben und man durch Neupflanzungen die Wurzeln der winterfesten Kräuter beschädigen kann. Am besten lässt sich der Gartenfreund hier im Fachhandel beraten und bildet Gruppen von Kräutern, die jeweils nebeneinander gepflanzt werden können. Denn Dill, Estragon, Majoran und Thymian vertragen sich beispielswiese nicht besonders gut und sollten lieber mit etwas Abstand zu einander gepflanzt werden.

Bodenbeschaffenheit und Nährstoffbedarf beachten

Generell sind die lokalen Bodenverhältnisse zu berücksichtigen. Viele Kräuter verlangen einen leichten, durchlässigen und mageren Boden. Daher sollten stark verdichtete oder besonders lehmhaltige Böden mit Sand angereichert werden. Auch der unterschiedliche Nährstoff und Kalkbedarf der Pflanzen ist zu berücksichtigen. Bei der richtigen Düngung hilft eine Nährstofftabelle. Mit natürlichem Kompost oder Pferdemist, der unter den Boden gemischt wird, ist man in Sachen Düngung häufig auf der sicheren Seite. Auf Kunstdünger sollte im Kräutergarten möglichst verzichtet werden. 

Hochbeete und Kräuterspiralen sind oft besser als ebenerdige Beete

Eine tolle Möglichkeit bieten Hochbeete und in Steine eingelassene Kräuterspiralen. Diese eignen sich hervorragend, um Schnecken und andere Insekten von den leckeren Kräutern fernzuhalten. Außerdem verhindern sie, dass Hunde und Katzen ihr Geschäft am Beet verrichten und können zudem ein echter Hingucker im Garten sein. Bei Wohnungen mit einem schönen Balkon mit Sitzplätzen, sollte zudem der Standort des Kräuterbeets gut überlegt sein, da Kräuter wie Schnittlauch zur Blütezeit gerne von Bienen und Hummeln angeflogen werden.

Kein Wasser aus der Regentonne

Auf Grund der möglichen Keimbelastung sollte auf Wasser aus der Regentonne zum Gießen der Kräuter verzichtet werden. Frisches, klares Wasser aus der Leitung ist zu bevorzugen. Des Weiteren sollten Kräuter wegen möglicher Schadstoffbelastungen nicht in unmittelbarer Nähe einer Straße angepflanzt werden. Bei der Ernte gilt es sich zu erkundigen, in wieweit die Kräuter beschnitten werden dürfen, um sich noch regenerieren zu können. Bei Petersilie und anderen Kräutern sollte zum Beispiel immer nur oberhalb des Herzblattes geschnitten werden.

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