Alles Natur: Nachwachsende Rohstoffe für Haus und Garten

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Dank eines stetig wachsenden Umweltbewusstseins liegen nachwachsende Rohstoffen in Haus und Garten voll im Trend. Ob bei Dekoration, Baustoffe, Reinigungsmitteln oder Spielzeug – Mutter Natur bietet uns zahlreiche Möglichkeiten, um auf umweltbelastende Kunststoffe zu verzichten.

Nachhaltige Haushaltsmittel

Allein in Deutschland werden jedes Jahr 500.000 Tonnen Öl für die Produktion von Seifen und Tensiden gebraucht. Jedoch findet mittlerweile auch bei der Nutzung von Reinigungsmitteln für den Haushalt ein Umdenken statt. Immerhin bietet die Natur ausreichend Alternativen. Geschirr lässt sich zum Beispiel wunderbar mit Maisstärke spülen, da die enthaltene Stärke sich als Ersatz für sonst übliche Tenside anbietet. Auch auf Basis von Zucker oder Pflanzenölen aus Kokos oder Raps von hiesigen Bauern kann Reinigungsmitteln hergestellt werden.

Es kommt aber nicht nur auf den Inhalt an, auch die Verpackung aus Plastik belastet die Umwelt. Eine umweltfreundliche Alternative sind Umverpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen wie Pflanzenfasern. Biokunststoffe lassen sich mittlerweile sogar aus Resten von Nahrungsmitteln oder Abfallprodukten aus der Holzindustrie herstellen. Somit ist Erdöl für derartige Verpackungen nicht mehr zwingend notwendig.

Bio-Kunststoffe sind vielseitig einsetzbar

Längst gibt es gleichwertige Alternativen zum umweltschädlichen Plastik, die auf Basis nachwachsender Rohstoffe hergestellt werden. So ist etwa der Bio-Kunststoff Polylactid, kurz PLA, komplett biologisch abbaubar und zeichnet sich zudem durch gute Materialeigenschaften aus. Aus PLA lassen sich etwa umweltverträgliche Plastiktüten, Trinkbecher, Besteck oder Strohhalme herstellen. 

Celluloseacetat (CA) ist ein thermoplastischer Kunststoff, der aus Cellulose und Essigsäure hergestellt wird. Er lässt sich in einem bestimmten Temperaturbereich beliebig verformen und eignet sich nach der Aushärtung für verschiedene Anwendungszwecke, etwa für die Produktion von Gehäusen für Elektronikprodukte. Auch hierfür wird also kein Kunststoff auf fossiler Grundlage mehr benötigt.

Natürliche Rohstoffe im Garten

Biokunststoffe ersetzen nicht nur im Haus, sondern auch im Garten umweltschädliche Plastikprodukte. Etwa im Sandkasten unter einer Sonnenschuzlösung für die heiße Jahreszeit, wo Kinderspielzeug auf Basis von Biokunststoff die Natur schont. Ein weiterer Vorteil für besorgte Eltern: Auf Weichmacher wird bei derartigen Biokunststoff verzichtet. Immerhin stehen diese im Verdacht, Krebs zu erregen. 

Eine umweltfreundliche Alternative zum großen Pool aus Plastik stellt ein Holzpool in verschiedenen Größen und Formen dar. Das Modell aus Holz ist ein Blickfang für jeden Garten und offenbart ein natürliches Ambiente. Holz ist nicht nur ein natürlicher und nachwachsender Rohstoff. Er zeichnet sich auch durch eine lange Lebensdauer aus, hat gute Isolationseigenschaften und einen geringeren Wärmeverlust als Modelle aus Plastik.Auch für die Gartensitzecke bieten sich Möbel aus Holz statt Hartplastik an. Ein Anstrich mit einer geeigneten Holzschutzlasur gewährleistet eine optimale Langlebigkeit. Jedoch sollten die Möbel für die kältere Jahreszeit in die Garage oder den Keller verfrachtet werden. Im Frühjahr macht dann ein entsprechendes Pflegeprogramm Sinn. Dabei sollten aggressive, umweltschädliche Putzmittel natürlich vermieden werden. 

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