Die Herstellung von französischen Crêpes ist eigentlich gar nicht so kompliziert. Über die Güte dieser süß oder herzhaft gefüllten Pfannkuchen entscheiden neben dem persönlichen Fingerspitzengefühl vor allem die Temperaturverteilung und -einhaltung. Aber auch ein in sich schlüssiges Bedienkonzept und eine leichte Reinigung sind wichtige Kaufkriterien für den perfekten Crêpesmaker. Lesen Sie mehr in unserem Crêpesmaker Test 2021.

Die Testgeräte im Crêpesmaker Test 2021

Crêpesmaker:
WMF Lono Crêperie
Silvercrest SCM 1500 E4
Dema Crêpes-Maker Paris 17170
Korona 41055
Gadgy GG0793

Dieser Test erschien in der Ausgabe 1/2021 der HAUS & GARTEN TEST. Dort finden Sie die Ergebnisse unseres Crêpesmaker-Tests mit allen technischen Details, Auswertungen und unserem Testurteil. Auch als E-Paper zum Sofort-Download!

Im Prinzip braucht es zur Produktion der bretonischen Spezialität nichts anderes als einen etwas dünneren Eierkuchenteig und eine Pfanne. Die für wenig Geld erhältlichen Teigschieber und Crêpeswender aus Holz vereinfachen die Arbeit zwar deutlich, zur Not kann man sich aber auch mit Gerätschaften, die man ohnehin in der Küche hat, behelfen. Wieso sollte man sich also einen elektrischen Crêpesmaker zulegen, wenn es auch ohne geht? Die elektrischen Backplatten haben gegenüber einer einfachen Pfanne den Vorteil, dass sie vollkommen plan sind und sich der Teig so perfekt verteilen lässt, um wirklich gleichmäßig dünne Ergebnisse zu erzielen. Außerdem haben sie keinen (oder nur einen sehr kleinen) Rand, weshalb man leichter unter den Crêpes kommt. Dadurch geht das Wenden viel einfacher von der Hand, als bei einer Pfanne mit einem sehr hohen Rand.

Wie gelingt der perfekte Crêpes?

Je größer die Crêpes werden sollen, desto unwahrscheinlicher wird es ohnehin, dass man eine entsprechend große Pfanne im Haus hat – da muss dann sowieso der Crêpesmaker ran. Die Crêpes aber direkt am Tisch mit seinen Gästen zuzubereiten, so dass sich jeder einmal versuchen kann, ist ein weiterer Vorteil der elektrischen Variante. Vor allem die Temperatur der Backplatte entscheidet über Erfolg oder Misserfolg der Crêpeszubereitung. Ist die Temperatur zu hoch, backt der Teig so schnell an der Platte an, dass er sich nicht mehr schön gleichmäßig verteilen lässt. Ist die Temperatur hingegen zu niedrig, backt man den Crêpes durch, ohne das die gewünschte Bräunung auf der Crêpesoberfläche entsteht. Alle von uns getesteten Geräte empfehlen, eine mittlere Temperaturstufe zu wählen. Leider heizen sie auf dieser Stufe sehr unterschiedlich hoch, so dass man erst nach einigen Test-Crêpes weiß, auf welcher Stufe das jeweilige Gerät die besten Ergebnisse erzielt.

Crepemaker Test 2020
Der WMF Lono Crêperie ist ein hochwertiges und leistungsfähiges Gerät mit einem sehr guten Backergebnis

Der perfekte Crêpes ist schön dünn und hat eine gleichmäßige Bräunung. Diese Gleichmäßigkeit kann aber nur dann entstehen, wenn die Backplatte keine allzu großen Temperaturunterschiede zwischen den Rändern und den Hotspots aufweist. Als Testsieger erweist sich der „Lono Crêperie“ von WMF. Das hochwertige Gerät kann mit vielen durchdachten Details überzeugen. Die dicke Backplatte ist abnehmbar, sorgt für gleichmäßige Ergebnisse und ist spülmaschinentauglich. Der Preis-/Leistungssieger von Silvercrest stellt sich als gutes Gerät mit viel Leistung heraus, dass für sehr gleichmäßige Ergebnisse sorgt. Die sehr guten Ergebnisse des Funktionstests liegen mit dem Testsieger von WMF gleichauf. Beide Geräte haben einen Crêpes-Wender und einen Teigverteiler im Zubehör. Darüber hinaus punkten sie mit Kabelaufwicklung und abnehmbarer Backplatte.

Bedienung eines Crêpesmakers

Auf die aufgeheizte Platte wird Teig mit einem Teigschieber, der bei allen getesteten Modellen im Lieferumfang enthalten ist, gleichmäßig verteilt. Nach einigen Sekunden wird der Crêpes mit Hilfe eins Holzwenders umgedreht, um auch die zweite Seite goldbraun auszubacken. Bis auf das Modell von Korona enthalten alle Crêpesmaker im Lieferumfang einen entsprechenden Crêpes-Wender. Die Temperatursteuerung erfolgt bei allen Probanden im Test über einen Drehregler. Der Crêpesmaker von Dema liefert in der Praxis gute Ergebnisse und kann ebenfalls durch eine abnehmbare Backplatte punkten. Die Crêpes werden hier sehr gleichmäßig gar. Das Gerät von Korona mit fest verbauter Backplatte kann ebenfalls mit einfacher Zubereitung überzeugen, hat jedoch einige Defizite bei der Wärmeverteilung. Leider zeichnet sich die Heizspirale sehr stark auf den Crêpes ab. Die geschieht ebenso beim Modell von Gadgy. Bei dem günstigen Gerät gelingen die hergestellten gut, doch es zeichnet sich immer wieder die Heizspirale ab.

Nach getaner Arbeit: Reinigung eines Crêpesmakers

Alle Geräte lassen sich sehr einfach reinigen, was natürlich vor allem dem Funktionsprinzip zuzuschreiben ist. Schmutzig wird im Idealfall nur die Backplatte. Diese lässt sich ganz einfach mit einem feuchten Tuch und gegebenenfalls etwas Spülmittel abwischen und schon ist der Crêpesmaker wieder einsatzbereit. Die Antihaftbeschichtung erleichtert die Reinigung zusätzlich. Diese hat bei allen getesteten Geräten unser Prüfverfahren ohne Beanstandungen durchlaufen. Bei den Modellen von WMF, Silvercrest und Dema ist die Backplatte abnehmbar und kann separat gereinigt werden.

Dieser Test erschien in der Ausgabe 1/2021 der HAUS & GARTEN TEST. Dort finden Sie die Ergebnisse unseres Crêpesmaker-Tests mit allen technischen Details, Auswertungen und unserem Testurteil. Auch als E-Paper zum Sofort-Download!

Testverfahren Crêpesmaker
Funktion: Für den Funktionstest werden nach dem Aufheizen gemäß Bedienungsanleitung die empfohlenen Mengen an Teig auf dem Crêpesmaker verteilt und zubereitet. Den Zubereitungsvorgang bewertet eine Gruppe geschulter Probanden. Insbesondere wird darauf geachtet, ob sich der Teig gleichmäßig dünn auf der Heizplatte verteilen lässt und sich ohne Ankleben wenden sowie rückstandsfrei entfernen lässt. Die Note der Temperaturverteilung gibt an, wie gleichmäßig sich die Temperatur über die Backplatte verteilt. Dies wird anhand der Gleichmäßigkeit der Bräunung der Crêpes (einheitliche Bräunung nach BSI-Farbfächer) bewertet und im Anschluss mit Hilfe der Wärmebildkamera nochmals auf Validität überprüft (insbesondere Randbereiche/Hotspots).
Handhabung: Die Geräte werden von der Testredaktion auf ihre Bedienfreundlichkeit hin getestet. Beurteilt werden dabei das Zusammensetzen der Einzelteile, die Verständlichkeit, Ergonomie und Gängigkeit sämtlicher Bedienelemente und Funktionen sowie die Verwendbarkeit des mitgelieferten Zubehörs (Crêpeswender, Teigschieber etc.). Die Reinigung erfolgt nach Vorgaben der Bedienungsanleitung. Hier wird auf die Modularität der zu reinigenden Teile geachtet, auf deren eventuelle Spülmaschinentauglichkeit, auf das Auftreten von Schmutzstellen auch am Gehäuse und auf Verschmutzungen an schwer zugänglichen Stellen. Die Bedienungsanleitung wird auf die gesetzlichen Sicherheitshinweise geprüft sowie anhand ihrer Qualität (Bebilderung, Struktur, Schriftgröße, Anwendungshinweise) bewertet.
Verarbeitung: Bewertet werden die allgemeine Wertigkeit der verwendeten Materialien, eventuelle Klemmstellen und natürlich das Nicht- bzw. Vorhandensein von Graten und scharfen Kanten, sowie die Größe von Spalten und Ritzen, zudem die Passgenauigkeit aller modularen Teile.
Ökologie: Der Energieverbrauch wird während der Zubereitung ermittelt und vergleichend bewertet. Ebenfalls fließt eine Bewertung der Verpackung unter ökologischen Gesichtspunkten ein.
Sicherheit: Die Sicherheit und Unversehrtheit des Nutzers stehen hier im Fokus. Neben der Standsicherheit wird geprüft und bewertet, wie gut das Gerät und die Bedienungsanleitung verhindern können, dass dem Nutzer durch Klemmen, Verbrennen, Schneiden und dergleichen Schäden entstehen. Insbesondere wird hier auf das Vorhandensein von isolierten Griffen, Gummifüßen und eines Überlaufrands an der Backplatte geachtet.

Autor: Florian Pötzsch, Tester: Tom Colditz

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Bildquelle:

  • Test_Crepemaker_Galerie02: © Auerbach Verlag