Die besten Filme laufen derzeit im Heimkino und damit die neuesten die Blockbuster wirklich genossen werden können, gehört frisch zubereitetes Popcorn einfach dazu. Wir haben die klassischen Maschinen für die Zubereitung von Karamelpopcorn und die ölfreien Geräte mit Heißluft getestet. Lesen Sie mehr in unserem Popcornmaker Test 2021.

Die Testgeräte im Popcornmaker Test 2021

Popcornmaker (fettfrei) mit Heißluft:
Liebfeld Popcorn Maker
Gadgy Basic GG0836
Gadgy Small GG0732
Dema 17419
Gadgy Retro GG0100
Popcornmaker (klassisch) mit Heizplatte:
WMF Küchenminis Popcorn Maker
Gadgy Round GG0831
Rosenstein & Söhne NC-3237
Emerio POM-120650

Dieser Test erschien in der Ausgabe 1/2021 der HAUS & GARTEN TEST. Dort finden Sie die Ergebnisse unseres Popcornmaker-Tests mit allen technischen Details, Auswertungen und unserem Testurteil. Auch als E-Paper zum Sofort-Download!

Zwar kann auch das beste Popcorn einen schlechten Film nicht aufwerten, aber leckerer Knabberspaß muss nicht zwangsläufig ausschließlich an einem Kino- oder Filmabend genossen werden. Popcorn ist unter Garantie die Abrundung für das (Heim)Kino-Erlebnis und natürlich den Kindergeburtstag. Popcorn ist beliebt und eigentlich ist dessen Herstellung auch keine komplizierte Angelegenheit. Es gibt zwei Popcornmaker-Wege, wie man zum Popcorn gelangen kann, der eine mit Heißluft, der andere mit Öl bzw. Butter, beiden ist aber gemein, dass sie für etwas sorgen müssen, was für das Aufplatzen des Mais’ zwingend notwendig ist: Eine Temperatur von etwa 200 Grad Celsius. Dementsprechend teilt sich auch das Testfeld, schließlich gilt es, die unterschiedlichen Technologien gesondert zu betrachten, auf die jeweiligen Vor- und
Nachteile einzugehen.

Popcorn Zubereitung mit Heißluft

Eine saubere Lösung der Popcornherstellung ist die Behandlung des Mais mit heißer Luft, wie es fünf Modelle im Test handhaben. Ein kraftvolles Heizelement erwärmt die Luft, ein Gebläse lässt diese durch Heißluftkammer strömen und sobald der Mais aufpoppt, wird er hinaus geblasen. Großer Vorteil dieser Technologie ist die geringe Geräteverschmutzung, so erschöpft sich die Reinigung der Testkandidaten von Liebfeld, Gadgy und Dema im gelegentlichen Auswischen der Heißluftkammer. Auch die Handhabung gestaltet sich anwenderfreundlich, man füllt die gewünschte Menge Popcornmais ein, schaltet das Gerät ein wartet ein paar Minuten. Für 60 bis 100 Gramm Mais benötigen der Popcornmaker keine 4 Minuten. Der Testsieger von Liebfeld bereitet in kurzer Zeit und ohne Mühe heißes Popcorn. Die Verarbeitungsqualität ist die beste der Heißluftgeräte. Der Preis-/Leistungssieger von Gadgy fügt sich dank schlichter Optik in jede Küche ein. Konstruktion und Funktion stehen den (teureren) Schwestermodellen in nichts nach.

So verlockend einfach ein starker, heißer Luftstrom ist, so problematisch ist dieser, wenn es darum geht, zu verhindern, dass ungepoppter Mais in die Schüssel gelangt. Es kann immer wieder vorkommen, dass durch den Schwung der „Explosion“ in Kombination der rotierenden Heißluft auch ungepoppte Maiskörner aus der Heißkammer nach außen geschleudert werden. Einen großen Nachteil der Heißluftgeräte darf man darüber hinaus auch nicht verschweigen: Der Luftstrom macht das das Zuckern in den Heißkuftkammer unmöglich, präferiert man also Popcorn nach Kino-Art, sollte man zu Geräten greifen, die das Popcorn mit Öl zubereiten.

So verlockend einfach ein starker, heißer Luftstrom ist, so problematisch ist dieser, wenn es darum geht, zu verhindern, dass ungepoppter Mais in die Schüssel gelangt. Es kann immer wieder vorkommen, dass durch den Schwung der „Explosion“ in Kombination der rotierenden Heißluft auch ungepoppte Maiskörner aus der Heißkammer nach außen geschleudert werden. Einen großen Nachteil der Heißluftgeräte darf man darüber hinaus auch nicht verschweigen: Der Luftstrom macht das das Zuckern in den Heißkuftkammer unmöglich, präferiert man also Popcorn nach Kino-Art, sollte man zu Geräten greifen, die das Popcorn mit Öl zubereiten.

Popcorn mit Öl zubereiten

Ob man nun herkömmliches Speiseöl oder spezielle Popcornbutter benutzt, bleibt den individuellen Vorlieben überlassen, im Test stellte sich schnell heraus, dass es für die Popcornqualität und -effizienz keinen Unterschied macht. Wohl aber ließen sich sehr große Unterschiede bei den vier Testkandidaten feststellen, die auf das „Frittieren“ der Maiskerne setzen. Gleich ist diesen Modellen das simple Funktionsprinzip: Zu einer gewissen Menge an Maiskernen wird eine gewisse Menge Öl oder Butter hinzu gegeben, die Zutaten dann auf eine Heizfläche gelegt – egal ob diese einem kleinen Kochtopf oder einer Bratpfanne ähnelt. Und irgendwann beginnen die Maiskörner aufzupoppen. Großer Vorteil dieser Zubereitungsmethode ist neben der Einbringung eines Butter-Aromas, welches das Popcorn noch etwas vollmundiger macht, natürlich die Möglichkeit, den Mais auch gleich noch zu zuckern, wobei Zucker in Kombination mit Hitze und Öl eine Karamellisierung hervorruft, die als besonders aromatisch gilt. Auf dem Markt gibt es zwei Realisierungskonzepte, das eine sieht aus wie eine Bratpfanne mit kugelförmigem Deckel, das andere erinnert ganz stark an die klassischen Popcornmaschinen, die man schon in den 1950er Jahren im Kino sehen konnte.

Der Testsieger Küchenminis Popcorn Maker von WMF ist ein Gerät von sehr hoher Verarbeitungs- und Materialqualität, dass durch seine gekonnte Konstruktion von Bratplatte und Schüsselhaube sehr effizient arbeitet. Der Sieger Preis/Leistung Round GG0831 von Gadgy ist ein sehr großvolumiges Gerät mit cleverer Wendetechnik, sodass der Kugel-Deckel nach der Zubereitung als Schüssel genutzt werden kann. 

Popcornmaker mit Heizplatte: Retro gegen Schüssel-Deckel

Gäbe es einen Design-Preis, würden die Modelle im Retro-Look diesen sicherlich gewinnen, egal ob NC-3237 von Rosenstein & Söhne, POM-120650 von Emerio – einen Blickfang stellen beide Testkandidaten dar. Da Design aber Geschmackssache ist und Funktionalität sowie Handhabung für den Alltagsbetrieb wesentlich wichtiger sind, können die Retro-Look-Popcornmaker nicht um den Testsieg kämpfen.

Hierfür gibt es gleich mehrere Gründe, der wichtigste ist die Reinigung, denn während eine anti-haftbeschichtete Bratplatte bei den Kugel-Modellen sehr leicht zu reinigen ist, gestaltet sich das gründliche Säubern der Kochtöpfe in den Retro-Look-Modellen sehr schwierig. Die beiden Kochtöpfe verfügen nicht über eine Anti-Haftbeschichtung, dafür über zwei flexible, an einem Steg angeschraubte Deckel, die den Zugang zum Innenraum des Kochtopfes stark einschränken. Das simple Kochen von Wasser im Kochtopf löst das zurückgebliebene Fett nicht ausreichend und man muss den Kochtopf mühselig manuell säubern. In Sachen Popcornqualität gibt es bei den Retro- und Kugel-Modellen viel Positives zu vermelden, das Popcorn gelingt nämlich so, wie der Anwender es sich wünscht: gleichmäßig und sauber gepoppt.

Die Testsieger bei den Popcorn-Makern

Die Frage, für welchen der Testkandidaten man sich letztlich entscheiden sollte, obliegt natürlich individuellen Wünschen. Geht es um die möglichst geringe Nähe zum beliebten Kino-Popcorn, kommt man um den Testsieger Küchenminis Popcorn Maker von WMF nicht herum. Wer Stilechtheit bevorzugt, einen Blickfang in Heimkino oder Küche vorzeigen möchte, greift zu einem der Retrodesigngeräte von Rosenstein & Söhne oder Emerio. Für die Freunde der fettfreien Herstellung empfehlen wir den Testsieger Popcorn Maker von Liebfeld.

Dieser Test erschien in der Ausgabe 1/2021 der HAUS & GARTEN TEST. Dort finden Sie die Ergebnisse unseres Popcornmaker-Tests mit allen technischen Details, Auswertungen und unserem Testurteil. Auch als E-Paper zum Sofort-Download!

Testverfahren Popcornmaker
Funktion: Die Popcorneffizienz wird mit maximaler Füllmenge ermittelt. Bewertet werden die zurückbleibenden, ungepoppten Körner anhand ihres Gewichts und im Verhältnis zum ursprünglich eingefüllten Gewicht. Die Popcorngüte wird optisch und sensorisch ermitteln, Luftigkeit, Volumen, Schalenreste und Größe der Kornreste sind hier die Kriterien. Die Zubereitungszeit wird bei den Testdurchläufen ermittelt und bewertet (bis 180 Sekunden gibt es die Note 1).
Handhabung: Eine Gruppe geschulter Probanden überprüft und bewertet die Bedienfreundlichkeit, also die Funktionalität, Gängigkeit und Ergonomie der Bedienelemente, bei den Heißluftmodellen auch die Positionierung einer Auffangschüssel. Bei der Reinigung wird überprüft, wie gut sich die Kochkammer bzw. die Antihaftbeschichtung sowie die Deckel säubern lassen, ob sich Schmutzecken (vor allem am Randbereich von Pfanne und Deckel sowie den Griffen) ergeben. Das Betriebsgeräusch wird ermittelt, bis 60 dB(A) wird die Note 1 vergeben. Die Bedienungsanleitung wird auf die gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheits- und Entsorgungshinweise überprüft, die Qualität der Bedienungsanleitung dann anhand der Bebilderung, Struktur, Anwendungs- und Pflege/Reinigungshinweise sowie Schriftgröße bewertet.
Verarbeitung: Bewertet werden die allgemeine Wertigkeit der verwendeten Materialien, eventuelle Klemmstellen und natürlich das Nicht- bzw. Vorhandensein von Graten und scharfen Kanten, sowie die Größe von Spalten und Ritzen, zudem die Passgenauigkeit aller modularen Teile.
Ökologie: Der Energieverbrauch wird während der Zubereitung ermittelt und vergleichend bewertet. Des Weiteren fließt die Bewertung der Verpackung nach ökologischen Gesichtspunkten in die Note ein.
Sicherheit: Die Sicherheit und Unversehrtheit des Nutzers stehen hier im Fokus. Neben der Standsicherheit wird geprüft und bewertet, wie gut das Gerät und die Bedienungsanleitung verhindern können, dass dem Nutzer durch Klemmen, Verbrennen, Schneiden und dergleichen Schäden entstehen. Insbesondere wird hier auf das Vorhandensein von isolierten Griffen und rutschfesten Füßen geachtet.
 

Autor: Florian Pötzsch, Tester: Tom Colditz

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