Ob Studentenbude, Singlewohnung oder Familienhaushalt – ein Minibackofen passt in nahezu jede Küche. Ein Minibackofen spart Platz und ist praktisch für alle, die ihren Backofen nur wenig nutzen wollen. Für unseren Test stehen fünf Backöfen in verschiedenen Größen und Ausführungen auf dem Prüfstand. Lesen Sie mehr in unserem Minibacköfen Test 2020.

Die Testgeräte im Minibacköfen Test 2020

Minibacköfen:
Koenic KMO 4341 Minibackofen
Caso TO 32 electronic Design-Backofen
Gastroback Design Bistro Ofen Bake & Grill
Caso TO 20 Design-Backofen
Team Kalorik TKG OT 2025

In Deutschland ist jeder dritte Haushalt eine Single-Wohnung. Dementsprechend klein gestaltet sich oftmals auch der Platz für eine Küche. Die Anschaffung von größeren Haushaltsgeräten wird oftmals zum Problem. Ein platzsparender Backofen kommt da wie gerufen. Auch für Camping- oder Wohnmobilurlaube bietet sich ein solches Gerät an, denn er passt an jede herkömmliche Steckdose.

Die große Hitzeentwicklung zeigt sich auch am Backergebnis. Die Brötchen sind nach 10 Backminuten sehr dunkel geworden

Klein aber oho

Sie sind transportabel und mit den meisten Backöfen lassen sich ganze Menüs zaubern, sofern sie hineinpassen. Auch Hobbyköche müssen vor einem Minibackofen nicht zurückschrecken, denn ganz so „Mini“ sind unsere getesteten Modelle nicht. Das Modell Caso TO 32 wirkt mit seinen 27,1 Litern Garraumvolumen recht wuchtig und wiegt dementsprechend. Ähnlich groß ist der Gastroback mit knapp 22 Litern. Dicht dahinter liegen der Minibackofen von Koenic mit 16,6 und der Caso TO 20 mit 16,2 Litern. Selbst ein Kuchen oder Braten hätten in diesen Geräten ausreichend Platz. Der Kleinste im Test ist der Backofen von Team Kalorik mit 7,3 Litern Backraum. Wer seinen Backofen lediglich zum Aufbacken von Brötchen oder Erwärmen von Speisen benötigt oder wenig Platz in seiner Küche hat, dem sei dieses Gerät wärmstens empfohlen. Eine ganze Pizza lässt sich im Kalorik allerdings nicht unterbringen. Trotz ihrer geringen Größe, sind Minibacköfen aber durchaus leistungsfähig. Ein handelsüblicher Backofen bringt es zwar auf stattliche 3000 bis 4000 Watt (W), aber auch unsere Testgeräte schaffen immerhin mindestens 1500 Watt, was für einen Minibackofen mehr als ausreichend ist. Der Caso Design-Backofen TO 32 kommt mit einer etwas höheren Wattzahl daher, nämlich 1870, was dem größeren Innenraum geschuldet ist. Der kleinste im Test, der Backofen von Team Kalorik, bäckt mit einer geringeren Wattzahl von 1050 W, was angesichts seiner geringen Abmessungen ein guter Wert ist.

Eine gute Alternative

Immer öfter finden sich Minibacköfen als Zweitbacköfen auch in Familienhaushalten. Denn viele Gerichte lassen sich mit einem solchen Gerät in weniger Zeit energiesparend zubereiten. Alle unsere Testmodelle erreichen ebenso wie ein herkömmlicher Backofen eine Höchsttemperatur von 230 Grad Celsius und können jeweils mit Umluft oder Unter- und Oberhitze backen. Ebenso gehören bei allen Geräten ein Grillrost und ein Backblech zur Standardausstattung. Bis auf den Backofen von Team Kalorik kann bei allen anderen Geräten der Garraum beleuchtet werden. Der Caso Design-Backofen TO 32 und das Modell von Gastroback verfügen über einige Ausstattungshighlights wie ein modernes Sensor-Touch-Display, über das sich der Backofen intuitiv und genau navigieren lässt. Wer es traditionell mag, dem seien die anderen Testmodelle ans Herz gelegt. Bei ihnen lassen sich Temperatur, Zeit, Umluft sowie Ober- und Unterhitze über Drehregler einstellen. Der Caso TO 20 regelt darüber die Temperatur stufenweise in 5er-Schritten, eine Zubereitungszeit von 18 Minuten für Pizza lässt sich aber damit leider nicht einstellen. Bei Team Kalorik und Koenic KMO 4341 wird die Zeit über ein Rädchen aufgezogen, das sich anschließend ähnlich dem Prinzip einer Eieruhr leise tickend bis zum Nullpunkt zurückdreht. Hat man zu weit gedreht, lässt sich das nicht mehr korrigieren. Praktisch ist auch der Pizzastein, den sowohl Gastroback als auch Caso für den Design-Backofen TO 32 mitliefert. Durch das spezielle Material und das Pizzaprogramm für eine besonders schnelle Zubereitung lassen sich Pizzen darauf schnell und gleichmäßig gebräunt ohne Ankleben aufbacken.

Auch Pizza und Auflauf benötigen deutlich mehr Zeit als die vom Hersteller vorgegebene Zubereitungsdauer

Backen wie die Profis

Im Praxistest stimmen nicht bei allen Backöfen die vom Hersteller vorgegebene und die tatsächliche Backzeit unserer Testgerichte überein. Beim Team Kalorik werden die Minipizzen zu dunkel, die Brötchen hingegen könnten eine kürzere Backzeit vertragen, aber der Auflauf gelingt perfekt. Wer das Gerät öfter benutzt, wird sicherlich schnell mit der Benutzung dieses Backofens und der richtigen Zubereitungszeit vertraut werden. Ähnlich unbeständig verhält es sich beim Gerät von Gastroback. Die Brötchen sind nach rund 10 Minuten schon sehr dunkel, die Minipizzen nach den angegebenen 13 Minuten fast verbrannt. Der Auflauf ist rund 12 Minuten schneller fertig, was nicht ideal ist, wenn man sich auf die voreingestellte Zeit verlässt. Sehr gute Backergebnisse erzielt der Caso TO 32. Die Brötchen haben nach 10 Minuten einen schönen Bräunungsgrad erreicht, ebenso die Minipizzen. Lediglich der Auflauf musste zwei Minuten eher aus dem Ofen. Auch mit dem Gerät von Koenic erhalten wir mit Brötchen und Minipizzen ein sehr gutes Backergebnis, nur der Auflauf benötigt knapp 10 Minuten länger. Beim Caso TO 20 zeigt sich, dass eine hohe Wattzahl nicht unbedingt mit einer hohen Leistungsfähigkeit gleichzusetzen ist. Trotz der 1 500 W sind die Brötchen auch nach 12 Minuten noch sehr blass, auch die Minipizzen erhalten nach 14 Minuten noch keine schöne Farbe. Am längsten dauert die Zubereitung des Auflaufs, der nach den vorgegebenen 40 Minuten noch nicht vollständig überbacken ist.

Die Minipizzen werden mit dem Design Ofen von Gastroback fast zu dunkel. Der Auflauf ist fast 12 Minuten schneller fertig

Die richtige Pflege

Aufgrund des geringen Garraums kann ein Minibackofen schneller verschmutzen als ein herkömmlicher Backofen. Während diese oft über eine Selbstreinigungsfunktion verfügen, muss ein Minibackofen von Hand gereinigt werden. Wenn man einige Punkte beachtet, gestaltet sich diese recht einfach. Hat man nur Brötchen, Brot oder Croissants aufgebacken, reicht es, die Krümel aus dem Backofen zu entfernen. Noch einfacher geht es mit einem Krümelblech. Bei den meisten Backöfen gehört dies zur Standardausstattung. Es kann nach der Benutzung herausgenommen und mit einem feuchten Tuch gereinigt werden. Der Minibackofen von Team Kalorik verfügt als einziges Gerät nicht über ein herausnehmbares Krümelblech, dafür lässt sich der Unterboden des Geräts auf einer Seite herunterklappen, was der Funktionsweise eines Krümelblechs zwar sehr nahekommt. Das Gerät muss dafür allerdings angehoben werden, was die Reinigung nicht gerade einfach gestaltet. Fettspritzer sollten bei allen Geräten ebenfalls direkt nachdem der Backofen benutzt wurde und abgekühlt ist, mit einem Lappen und etwas Reinigungsmittel entfernt werden, da sie sich schnell in den Backofen einbrennen können. Durch die Antihaftbeschichtung gelingt auch dies spielend leicht. Wird ein Pizzastein mitgeliefert, sollte dieser auch benutzt werden, da er den Ofen vor Verschmutzungen schützt. Dank der Antihaftbeschichtung lassen sich die Backbleche bei Koenic und dem Modell TO 20 von Caso sehr gut reinigen. Dies funktioniert bei den Backblechen der Backöfen von Kalorik, Gastroback und dem TO 32 von Caso weniger gut. Die Minipizzen hinterlassen Rückstände, die sich schlecht entfernen lassen. Insgesamt sind Minibacköfen eine gute Alternative für Haushalte mit wenig Platz. Sie sind effizient und energiebewusst und können dank ihrer Leistung in kürzester Zeit ein komplettes Menü zaubern.

Technische Daten

 

TESTSIEGER

 

Minibacköfen

Caso

TO 20 Design-Backofen

Caso

TO 32 electronic Design-Backofen

Gastroback

Design Bistro Ofen Bake & Grill

Koenic

KMO 4341 Minibackofen

Team Kalorik

TKG OT 2025

 

Technische Daten

Marktpreis*/UVP

95 Euro*/120 Euro

170 Euro*/170 Euro

136 Euro*/160 Euro

65 Euro*/60 Euro

40 Euro*/k. A.

Maximalleistung

1500 W

1870 W

1500 W

1500 W

1050 W

Kabellänge

100 cm

100 cm

100 cm

100 cm

85 cm

Maße (Breite × Höhe × Tiefe)

45 × 27 × 41 cm (16,2 Liter)

54 × 34,5 × 41 cm (27,1 Liter)

47 × 29 × 38 cm (21,6 Liter)

44 × 27 × 38 cm (16,6 Liter)

34 × 27 × 21 cm (7,3 Liter)

Rost- bzw. Backfläche

31 × 28 cm

34 × 27 cm

37,5 × 30,5 cm

31 × 28 cm

24 × 18 cm

Temperaturbereich

70 bis 230 °C

30 bis 230 °C

30 bis 230 °C

70 bis 230 °C

30 bis 230 °C

Ausstattung & Zubehör

  • Umluft

  • Ober-Unter-Hitze

  • Licht

  • Backblech

  • Grillrost

  • Gittergriff

  • Grillspieß

  • herausnehmbares Krümelblech

  • Umluft

  • Ober-Unter-Hitze

  • Licht

  • Backblech

  • Grillrost

  • Gittergriff

  • Pizzastein

  • Grillspieß

  • herausnehmbares Krümelblech

  • Automatikprogramme

  • Sensor-Touch-Display

  • Umluft

  • Ober-Unter-Hitze

  • Licht

  • Backblech

  • Grillrost

  • Gittergriff

  • Pizzastein

  • Grillspieß

  • herausnehmbares Krümelblech

  • Kindersicherung

  • 9 Programme

  • Sensor-Touch-Display

  • Umluft

  • Ober-Unter-Hitze

  • Licht

  • Backblech

  • Grillrost

  • Gittergriff

  • Grillspieß

  • herausnehmbares Krümelblech

  • Umluft

  • Ober-Unter-Hitze

  • Backblech

  • Grillrost

  • Gittergriff

*zum Redaktionsschluss, tagesaktueller Preis kann variieren

Autor: Eszter Fenyöházi

Bildquelle:

  • Test_Minibackoefen_Galerie01: © Auerbach Verlag
  • Test_Minibackoefen_Galerie02: © Auerbach Verlag
  • Test_Minibackoefen_Galerie03: © Auerbach Verlag
  • Caso TO 20 Design-Backofen: © Caso
  • Caso TO 32 electronic Design-Backofen: © Caso
  • Gastroback Design Bistro Ofen Bake_Grill: © Gastroback
  • Koenic KMO 4341 Minibackofen: © Koenic
  • Team Kalorik TKG OT 2025: © Team Kalorik
  • Test_Minibackoefen_Startbild: © Auerbach Verlag