Stauden sind eine Bereicherung für jeden Garten

Stauden Rasen Garten
© Elenathewise/stock.adobe.com

Bei der Gartenplanung sollte man meine eine möglichst große Vielfalt an Pflanzen berücksichtigen. Natürlich sind der zur Verfügung stehen Platz sowie die Licht- und Bodenverhältnisse ausschlaggebend dafür, welche Pflanzen am besten geeignet sind.

Zudem gibt es Pflanzen, die sich besser miteinander vertrage als andere. In diesem Kontext sollte man neben Blumen, Bäumen und Sträuchern ein besonderes Augenmerk auf die Gattung der Stauden legen. Bei Gärtnern sind sie besonders beliebt, weil sie durch eine enorme Vielfalt und Blütenreichtum gekennzeichnet sind. Zudem können sie mehrere Jahre überdauern, blühen in der Regel in jedem Jahr erneut auf und sind auch bei Bienen und anderen Insekten überaus beliebt.

Was kennzeichnet Stauden?

Bei Stauden handelt es sich um ausdauernde, krautige Blütenpflanzen, die anders als Bäume oder Sträucher, oberirdisch nicht bzw. kaum verholzen. In der Regel schlagen sie in Form von krautig weichen Trieben aus, die nach jeder Vegetationsperiode absterben und dann zurückgeschnitten werden sollten. Stauden überwintern, indem sie sich in ihr Wurzelspeicherorgane wie Zwiebeln oder Knollen zurückziehen. Diese können sich sowohl unter der Erdoberfläche, als auch knapp darüber befinden. Es gibt jedoch auch einige wenige „wintergrüne“ Staudenarten. Ist die kalte Jahreszeit überwunden, treiben Stauden in der neuen Vegetationsperiode wieder aus.

Welche Stauden eignen sich für den heimischen Garten?

Das Spektrum der Staudenarten ist enorm vielfältig. Von kleinen Sukkulenten bis zu großen Bananenstauden sind zahlreiche unterschiedliche Arten vertreten, die ganz individuelle Ansprüche an Klima, Boden und Umgebung stellen. In unseren gemäßigten Breitengraden sind daher nicht alle Staudenarten empfehlenswert. Wer ein gesundes Wachstum gewährleisten möchte, sollte auf besonders exotische Varianten verzichten. Empfehlenswert sind beispielsweise die Großblütige Königskerze, Schafgarbe, Echtes Johanniskraut, Lavendel oder die Moschus-Malve. Letztlich spielt aber natürlich auch die gewünschte Blütezeit, Blütenform, Wuchsform und Farbe eine entscheidende Rolle.

Wo wollten Stauden gepflanzt werden?

Bei der Standortwahl sollte man sich unbedingt über die individuellen Eigenheiten der jeweiligen Staudenart erkundigen. Diese sind so vielfältig wie die es unterschiedliche Gewächse gibt. Manche Stauden fühlen sich vor allem im Umfeld größerer Gehölze wohl, andere suchen die Nähe zu einem Gewässer, während wieder andere ein besonders steiniges Umfeld bevorzugen. Wo sich die Pflanzen am wohlsten fühlen ist in der Regel der Pflanzanleitung ersichtlich, die beim Kauf mitgegeben wird. Sollte Unklarheit über den optimalen Standort bestehen, kann Rat beim Fachpersonal oder einem Gärtner eingeholt werden. Hilfreiche Tipps zu Pflanzkonzepten für den Schatten und Halbschatten finden sich beispielsweise beim Bund deutscher Staudengärtner e. V..

Wie sollte Staudengewächse gepflegt werden?

Generell lässt sich sagen, dass Stauden vor allem im ersten Jahr etwas mehr Zuwendung brauchen. Sobald sie alle Jahreszeiten einmal durchlaufen haben, kann man sie weitestgehend sich selbst überlassen. Jedoch sollte man besonders in heißen Sommern auf eine ausreichende Wasserversorgung achten. Zum Beginn einer neuen Wachstumsperiode, sollte das Staudenbeet von Laub befreit und übrig gebliebene Blütenstände und Triebe aus dem letzten Jahr bis zum Boden zurückgeschnitten werden. Um ein optimales Wachstum zu gewährleisten, ist zudem regelmäßiges Düngen empfehlenswert. Dadurch werden die Pflanzen mit zusätzlichen Nährstoffen versorgt, die der Boden je nach Beschaffenheit nicht zur Verfügung stellen kann. 

Lesen Sie auch: Gartenarbeit im Frühjahr – Hinweise und Tipps für einen grünen Daumen.