5 Methoden, um gutes Saatgut zu erkennen

Samen Beet Saatgut
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Für den Anbau von Hanf, Tomaten, Kräutern und mehr ist es immer günstiger, Saatgut statt Jungpflanzen zu kaufen. Die Jungpflanzen können schließlich mit nur wenig Ausrüstung und einer guten Fensterbank auch spielend leicht gezogen werden. Das spart speziell beim Anbau vieler Pflanzen eine Menge Geld. 

Doch die Sache hat einen Haken: das Saatgut muss qualitativ hochwertig sein. Dabei spielt in manchen Fällen nicht einmal der Preis eine Rolle, was es noch schwieriger macht, die guten von den schlechten Samen zu unterscheiden. Immerhin kann sich jeder Hobbygärtner fünf Tricks zunutze machen, um gutes Saatgut zu erkennen und unnötig verschwendete Zeit zu ersparen. 

1. Das Aussehen – gleich oder anders?

Wenn die Packung geöffnet ist, nicht einfach die Samen in die Erde drücken, sondern erst einmal alle herausholen, in ein Schälchen kippen (weiße Porzellanschalen sind hierfür am Besten) und nachsehen. Es gibt immer eine Farbe und Form, die am häufigsten vorkommt, also muss kein Gärtner ein absoluter Saatgutkenner sein, um festzustellen, wie der Same einer bestimmten Pflanze aussehen soll. Samen, die nicht dem allgemeinen Aussehen entsprechen, sind meistens nur bedingt oder gar nicht keimfähig und brauchen erst gar nicht gesät zu werden. 

„Anderes Aussehen“ kann sich als andere Farbe, Form oder Größe zeigen. 

2. Die Festigkeit – stabil oder nicht?

Samen aller Arten sollten fest sein. Also keine Scheu vor dem Anfassen! Samen sollten einen Test aus Drücken und Quetschen gut überstehen. Hanfsamen von guter Qualität können beispielsweise sogar mit dem Fingernagel gedrückt werden, ohne dass irgendetwas passiert. Wenn der Samen beim Test sprichwörtlich zu Staub zerfällt, oder gequetscht werden kann, gehört er auf den Kompost.

3. Samenfest – was steht auf dem Tütchen?

Jedes Saatgut-Tütchen enthält eine Menge Informationen, die von der Mehrheit der Gärtner meistens ignoriert wird. Mal ehrlich, jeder hat schonmal die erwünschte Pflanze auf dem Tütchen abgedruckt gefunden und ist damit einfach zur Kasse gegangen. 

Samenfest bedeutet, dass die Pflanzen aus diesem Saatgut erneut keimfähige Samen produzieren können. Wenn auf dem Tütchen F1 steht, dann ist die Pflanze jedoch ein Hybride und wird sich höchstwahrscheinlich nicht vermehren können. Das ist egal, wenn das Ziel einfach die Pflanze selbst ist. Wer allerdings selbst Saatgut für den Garten produzieren will, wird nur mit samenfesten Pflanzen glücklich werden. 

4. Noch mehr Info auf dem Tütchen

Für manche ist es eine Überraschung, aber auch Saatgut hat ein Mindesthaltbarkeitsdatum! Es hat die gleiche Bedeutung wie bei Lebensmitteln: kann danach noch gut sein, aber ohne Garantie. Also beim Kauf und bei Saatgut daheim unbedingt darauf achten, dass Saatgut vor dem Ablauf des Datums in die Erde kommt. 

5. Altes Saatgut – noch gut oder tot?

Wer Saatgut von vergangenen Jahren im Keller ausgräbt wird sich fragen, wie lange es eigentlich gut ist und ab wann die Keimfähigkeit zu niedrig gesunken ist. Wie findet man die Keimfähigkeit heraus, ohne alles auszusäen und Tage bis Wochen zu warten, ob es Ergebnisse gibt? Mit einem Glas Wasser und geht es spielend leicht. Zunächst kommen die Samen aus dem Tütchen heraus und werden abgerieben. Manche produzieren nämlich im Laufe der Zeit einen Ölfilm, den wir loswerden wollen. Dann kommen die Samen in das Wasserglas und werden eine oder zwei Stunden sich selbst überlassen. Was am Ende gesunken ist, ist noch gut, doch die Schwimmer sind am Ende und können entsorgt werden.