Die neuen Waffeleisen versprechen schnell frische Waffeln. Dabei bieten die Hersteller mit dem praktischen Zweifach- oder selbst Vierfach-Eisen nun sogar doppelt so viele Waffeln an. Indes sollen die Geräte einfach zu bedienen sein und schnell heiß werden. Der Test zeigt, wie gut die Waffeleisen funktionieren. Lesen Sie mehr in unserem Waffeleisen Test 2021.

Die Testgeräte im Waffeleisen Test 2021

Waffeleisen:
Steba WE 2
Gadgy GG0794
Rommelsbacher WA 1200 Family
Suntec WAE-8335 bruxelles 4
Korona 41020
Prinz PZ-WA1

Dieser Test erschien in der Ausgabe 4/2021 der HAUS & GARTEN TEST. Dort finden Sie die Ergebnisse unseres Waffeleisen-Tests mit allen technischen Details, Auswertungen und unserem Testurteil. Auch als E-Paper zum Sofort-Download!

Der simple Schieberegler vom Steba-Waffeleisen lässt sich einfach bedienen und ist dabei stufenlos mit sechs Temperatureinstellungen
Der simple Schieberegler vom Steba-Waffeleisen lässt sich einfach bedienen und ist dabei stufenlos mit sechs Temperatureinstellungen

Was gibt es Schöneres, als am Wochenende ein ausgedehntes und leckeres Frühstück zu genießen? Hier dürfen duftende Waffeln mit frischen Früchten, Sahne oder Marmeladen nicht fehlen. Egal, ob in viereckiger Brüsseler Form oder herzförmige Waffeln, die Hersteller bieten Optionen. Es ist vor allem wichtig, dass die Waffeleisen einfach zu bedienen sind, schnell heiß werden und gut zu reinigen sind. Die Hersteller vervielfachen den Waffelgenuss mit ihren Doppelautomaten sogar, bei Suntec bekommt man zudem vierfachen Genuss in nur einem Rutsch. Natürlich sollten die Waffeln ebenso gut gelingen, leicht gebräunt, außen knusprig und innen luftig sein. Wie gut die neuen Waffeleisen funktionieren und wie die produzierten Waffeln werden, zeigt der Test.

Das Doppelwaffeleisen von Steba ermöglicht es, zwei Waffeln zur gleichen Zeit zu produzieren, so geht die Teigverarbeitung schneller
Das Doppelwaffeleisen von Steba ermöglicht es, zwei Waffeln zur gleichen Zeit zu produzieren, so geht die Teigverarbeitung schneller

So schnell werden die Waffeleisen heiß

Wenn man morgens Frühstück zubereitet, möchte man so schnell wie möglich frische Waffeln genießen können. Demnach ist es wichtig, dass die Waffelautomaten schnell auf Betriebstemperatur kommen, denn der Waffelteig ist flink zubereitet und möchte verarbeitet werden. Mit 120 Sekunden Aufheizzeit ist das Waffeleisen von Suntec am schnellsten betriebsbereit, dicht gefolgt vom Automaten von Prinz, welcher 122 Sekunden benötigt. Bei Steba muss man ebenfalls nicht lange warten, nach nur 133 Sekunden kann das Backen starten. Gadgy benötigt mit 182 Sekunden schon etwas mehr Zeit bis zur Betriebsbereitschaft. Doch das ist nichts im Vergleich zu den Geräten von Rommelsbacher und Korona. Rommelsbacher ist mit knapp 3,5 Minuten vergleichsweise langsam. Das Gerät von Korona benötigt fast sieben Minuten, um heiß zu werden. Interessant wird es beim Zubereiten der Waffeln. Beim Garen schlägt sich das Gerät von Suntec nicht so gut. Mit vier Minuten benötigt es für eine Waffel einfach zu lange. Das ist nur etwas für Geduldige. Wer besonders hungrig ist, wird bei Rommelsbacher glücklich, denn dieses Waffeleisen benötigt gerade einmal 90 Sekunden für eine Waffel. Doch auch bei Korona und Steba muss man mit 110 und 120 Sekunden nicht lange auf das Genießen warten. Prinz benötigt wie Gadgy ebenso nur knappe zwei Minuten und 20 Sekunden. Dies sind alles durchaus erträgliche Wartezeiten.

Das Doppelwaffeleisen von Rommelsbacher ist nahezu baugleich zu Steba und produziert ebenso gute Waffeln in recht kurzer Zeit
Das Doppelwaffeleisen von Rommelsbacher ist nahezu baugleich zu Steba und produziert ebenso gute Waffeln in recht kurzer Zeit

Die perfekte Waffel: Knusprig, braun und luftig

Für das ultimative Waffelerlebnis sollten diese außen leicht gebräunt und innen schön luftig sein. Hierbei fällt auf, dass nicht jeder Automat gleich viel Teig zulässt oder benötigt. Bei Steba und Rommelsbacher entstehen eher dünnere Waffeln, da der Teig hier schnell überlaufen kann. Auch Prinz und Korona erlauben nicht so viel Teig im Gerät. Bei den Eisen mit den Brüsseler Waffeln von Gadgy und Suntec sieht das schon anders aus. Diese Waffeleisen besitzen eine größere Form und lassen demnach mehr Teig zu, wodurch natürlich auch dickere Waffeln entstehen. Bei beiden benötigt man also mehr Teig, doch werden die Waffeln jeweils leider etwas ungleichmäßig gebräunt, bleiben aber super luftig. Es fällt jedoch auf, dass die Hitze bei Gadgy von der unteren Platte stärker ist und die Waffeln hier schneller bräunen. Das mag vor allem daran liegen, dass der Gadgy-Deckel nicht schwer genug ist, um die Wärme auch von oben gut an den Teig abzugeben. Ähnliches lässt sich bei dem Gerät von Suntec beobachten. Dennoch werden auch diese Waffeln schön luftig. Bei Korona bekommt man verhältnismäßig kleine Waffeln, welche zwar schneller gar sind, aber trotzdem unregelmäßig gebräunt werden.

Der Drehwahlschalter von Korona ist schlicht und einfach zu bedienen, wirkt jedoch vergleichsweise günstig
Der Drehwahlschalter von Korona ist schlicht und einfach zu bedienen, wirkt jedoch vergleichsweise günstig

Bei Prinz ist deutlich erkennbar, dass die Wärme des Eisens von der Mitte kommt, denn hier werden die Waffeln zügig braun. Leider benötigt der Automat etwas mehr Zeit, um den vergleichsweise wenigen Teig zu garen, wodurch die Waffeln schnell trocken werden können. Einheitlicher werden die Waffeln hingegen bei den Geräten von Steba und Rommelsbacher. Die Ergebnisse beider Automaten können bei Bräune, Gargrad und Luftigkeit überzeugen. Jedoch kommt es nicht nur auf die Teigmenge an, wie die Waffeln gelingen, sondern vielmehr auf die Stärke der Hitze, welche die Backplatten abgeben. Noch dazu ist die persönliche Präferenz der Waffelart von Bedeutung. Wer es vor allem luftig und dick mag, der ist mit den Brüsseler Waffeln von Gadgy und Suntec gut bedient. Möchte man seine Waffeln hingegen etwas dünner und auch knuspriger, so wird man wohl eher zu den herzförmigen Waffeln tendieren. Alles in allem liefern die Geräte gute Waffeln, welche – sind die Geräte erst einmal warm gelaufen – schnell und heiß auf dem Teller landen.

Im Vergleich lässt sich der deutliche Größenunterschied zwischen Korona (links) und Steba (rechts) gut erkennen
Im Vergleich lässt sich der deutliche Größenunterschied zwischen Korona (links) und Steba (rechts) gut erkennen

So funktioniert ein Waffeleisen

Bei den Waffeleisen gibt es nicht viel Drumherum und Zubehör. Die Geräte folgen simplen Konzepten, welche intuitiv zu bedienen sind. Beim Einstecken in die Steckdose schalten sich die Geräte automatisch ein und der Aufheizprozess beginnt. Nun kann mit Drehwahlschalten (Gagdy, Korona, Prinz, Suntec) oder Schiebereglern (Steba, Rommelsbacher) die Temperatur eingestellt werden. Indes sorgt eine Kontrolllampe für die Anzeige der Betriebsbereitschaft. Bei rotem Licht heizen die Geräte auf und bei grünem Licht sind sie backbereit. Bei Rommelsbacher und Steba können sechs Backzeiten stufenlos eingestellt werden. Bei den anderen Waffelautomaten gibt es fünf Temperaturen, welche mit stufenlosem Drehwahlregler gewählt werden können. 

Prinz bietet mit dem einfachen herzförmigen Waffeleisen einen Klassiker mit guten Funktionen und soliden Backergebnissen
Prinz bietet mit dem einfachen herzförmigen Waffeleisen einen Klassiker mit guten Funktionen und soliden Backergebnissen

Verarbeitung der Waffeleisen im Test

Insgesamt wirkt die Verarbeitung der Geräte von Prinz, Suntec, Gadgy und Korona etwas günstig. Bei Suntec wird der Griff schnell ziemlich warm, kann aber noch angefasst werden. Das Waffeleisen ist eher leicht. Ähnlich niedrigpreisig wirkt die Verarbeitung bei Prinz, bei welchem der Deckel wackelt und der beim Einschalten unangenehm ausdünstet. Bei Gadgy kommt es beim Backen zu einer hohen Dampfentwicklung, wobei sich der Wasserdampf unter dem Griff sammelt. Dazu wirkt dieses Eisen etwas instabil und die verwendeten Materialien preiswert. Das Gerät von Korona scheint ebenfalls etwas wackelig. Da können Rommelsbacher und Steba mit einer durchaus hochwertigeren Verarbeitung überzeugen. Es gibt kaum bis keine Ritzen oder Grate festzustellen und das Material wirkt sehr wertig. Zusammenfassend erfüllen alle sechs Geräte ihre Funktion und können gut und sicher genutzt werden. Es bleibt nur fraglich, über welchen Zeitraum die Geräte erhalten bleiben.

Die Betriebsleuchte von Suntec zeigt das Aufheizen (rote Leuchte) und die Betriebsbereitschaft (grüne Leuchte) an
Die Betriebsleuchte von Suntec zeigt das Aufheizen (rote Leuchte) und die Betriebsbereitschaft (grüne Leuchte) an

Wie ökologisch ist ein Waffeleisen?

Bei der Verpackung kann keines der Geräte mit seiner Nachhaltigkeit überzeugen. Alle Waffeleisen sind mit Styropor verpackt. In Sachen Energieverbrauch sieht das Ganze schon anders aus. Die Geräte haben alle einen wirklich niedrigen Verbrauch, sowohl beim Aufheizen als auch beim Backen bleiben sie unter 100 Wattstunden. Im Zusammenspiel zwischen Verbrauch, Aufheiz- und Backzeit sowie der zu beheizenden Fläche ergibt sich jedoch ein anderes Bild. Während Suntec und Steba hier noch auf wirklich solide Ergebnisse kommen, scheitern die restlichen Eisen in der Bilanz. Sehr nachhaltig und ökonomisch scheinen die Geräte nicht zu arbeiten. Allerdings werden Waffeln auch nicht allzu oft zubereitet, was diesen Faktor durchaus etwas abmildert. Dennoch besteht hier durchaus Optimierungspotenzial seitens der Hersteller. 

Unter dem Griff des Gadgy sammelt sich bei der Waffelzubereitung durch die hohe Dampfentwicklung schnell Kondenswasser an
Unter dem Griff des Gadgy sammelt sich bei der Waffelzubereitung durch die hohe Dampfentwicklung schnell Kondenswasser an

Dieser Test erschien in der Ausgabe 4/2021 der HAUS & GARTEN TEST. Dort finden Sie die Ergebnisse unseres Waffeleisen-Tests mit allen technischen Details, Auswertungen und unserem Testurteil. Auch als E-Paper zum Sofort-Download!

Testverfahren Waffeleisen
Funktion: Geprüft und bewertet wird unter dem Punkt Gleichmäßigkeit die einheitliche Bräunung je Waffel und über alle zubereiteten Waffeln hinweg. Ebenso wird die Garqualität in Bezug auf ein vollständiges Garen ohne Rohteig im Inneren sowie die Luftigkeit bewertet. Die Aufheizzeit bis zur Betriebsbereitschaft wird aus kaltem Zustand ermittelt und bewertet, ebenso die Zubereitungszeit ausgehend vom betriebsbereiten Gerät bis zur fertigen Waffel.
Handhabung: Die Geräte werden von der Testredaktion auf ihre Bedienfreundlichkeit hin getestet. Beurteilt werden dabei die Verständlichkeit, Ergonomie und Gängigkeit sämtlicher Bedienelemente und Funktionen sowie die Nutzung von Verschluss und Griffen. Die Reinigung erfolgt nach Vorgaben der Bedienungsanleitung. Hier wird auf die Modularität der zu reinigenden Teile geachtet, auf deren eventuelle Spülmaschinentauglichkeit, das Auftreten von Schmutzstellen auch am Gehäuse sowie Verschmutzungen an schwer zugänglichen Stellen. Die Bedienungsanleitung wird anhand ihrer Qualität (Bebilderung, Struktur, Schriftgröße, Anwendungshinweise) bewertet.
Verarbeitung: Bewertet werden die allgemeine Wertigkeit der verwendeten Materialien, eventuelle Klemmstellen und natürlich das Nicht- oder Vorhandensein von Graten und scharfen Kanten, sowie die Größe von Spalten und Ritzen.
Ökologie: Der Energieverbrauch wird während des Aufheizens und der Zubereitung ermittelt und jeweils in Bezug auf die Backfläche vergleichend bewertet. Zudem fließt die Bewertung der Verpackung nach ökologischen Gesichtspunkten in die Wertung ein.
Sicherheit: Die Sicherheit und Unversehrtheit des Nutzers stehen hier im Fokus. Neben der Standsicherheit und dem Überlaufrand wird geprüft und bewertet, wie gut das Gerät und die Bedienungsanleitung verhindern können, dass dem Nutzer durch Klemmen, Verbrennen, Schneiden und dergleichen Schäden entstehen. Insbesondere auf die Verbrennungsgefahr an Griffen und Verschlüssen wird geachtet.
 

Autorin: Lisa Zuber

Lesen Sie auch: Gastroback Waffeleisen Advanced Control im Test.