E-Scooter polarisieren einer Umfrage zufolge die deutsche Bevölkerung

E-Scooter machen derzeit in den Medien von sich Reden. Da geht es beispielsweise um einen Anstieg der Verkehrsunfälle, um mit den neuen Fahrzeugen verunzierte Stadtbilder und um drastische Politiker-Vorschläge zum pauschalen Verbot der E-Roller.

Alles in allem sorgen E-Scooter zunehmend für Negativmeldungen. Doch wie steht die allgemeine Bevölkerung wirklich zu den E-Rollern? Und würden sich Verbraucher selbst eine solches Fahrzeug zulegen? Im Auftrag von reichelt elektronik hat OnePoll je 1.000 Privatpersonen aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Polen und den Niederlanden zu diesem Thema befragt. Dass sich die E-Scooter durchsetzen werden, glaubt danach die Hälfte der Deutschen nicht.

Umfrage in fünf europäischen Ländern

Die Umfrage zeigt weiter deutlich, dass in Deutschland E-Scooter polarisieren: Immerhin 49 Prozent der deutschen Bevölkerung geben den Rollern auf Dauer keine Chance. Auf der anderen Seite denken aber 42 Prozent, dass sich E-Scooter als beliebtes Transportmittel etablieren. Und gerade einmal rund neun Prozent der Deutschen besitzen derzeit einen elektrischen Roller. Damit erfreut sich dieses Gefährt im Vergleich zu E-Bikes (23 Prozent) und E-Autos (12 Prozent) vergleichsweise geringer Beliebtheit. Jüngere Menschen zeigen sich tendenziell geschlossener: So besitzt der Umfrage zufolge jeder fünfte Deutsche in der Altersgruppe zwischen 18 und 24 Jahren bereits einen Scooter. Und 56 Prozent denken danach, dass diese nicht nur ein kurzlebiges Phänomen sind.

Sicherheitsbedenken und Kostengründe

Sicherheitsbedenken liegen mit 65 Prozent laut Umfrage ganz vorn bei den Gründen, dass E-Scooter so schlecht bei der deutschen Bevölkerung ankommen. Keine Notwendigkeit (43 Prozent), Kostengründe (21 Prozent) und schlechtes Image (19 Prozent) folgen auf der Negativ-Scala. Um die Befragten doch noch von E-Scootern zu überzeugen, müsste sich daher vor allem die Integration dieser Gefährte in die Straßenverkehrsordnung verbessern, meinen 30 Prozent der Befragten. Und 23 Prozent fordern dazu eine eigene, ausgewiesene Fahrspur für die Roller. Wäre die Nutzung kostengünstiger, ließe sich mit rund 32 Prozent ein Drittel überzeugen. Für 27 Prozent ist jedoch eine Nutzung undenkbar, selbst, wenn sich die Bedingungen ändern würden.

Mehr Optimismus bei europäischen Nachbarn

Auf der anderen Seite schätzt immerhin ein Viertel der Deutschen die Flexibilität, die E-Scooter bieten. Es bleibe also abzuwarten, ob sich die allgemeine Bevölkerung noch von den Rollern überzeugen lässt, meinen die Macher der Studie. Schon jetzt ist in Polen mit knapp 60 Prozent die Mehrheit von den elektrischen Tretrollern überzeugt. Auch in Frankreich und den Niederlanden gibt es deutlich mehr Optimisten als Skeptiker, so das Ergebnis der Umfrage. Danach denken beispielsweise nur knapp 12 Prozent der Niederländer, dass sich E-Scooter nicht etablieren werden. Um die Skeptiker in den anderen EU-Ländern zu E-Scooter-Anhängern zu machen, müssten sich laut Umfrage die Kosten für Anschaffung sowie Nutzung verringern und für eine bessere Integration in den Straßenverkehr gesorgt werden.

Sonderfall Großbritannien: E-Scooter verboten

Einen Sonderfall im Ländervergleich stellt das Vereinigte Königreich dar. Hier ist es, im Gegensatz zu den anderen befragten europäischen Ländern, nicht erlaubt, E-Roller im Straßenverkehr oder auf Rad- oder Gehwegen zu nutzen. Laut Umfrage ist auch das Interesse der britischen Bevölkerung an der Nutzung von E-Scootern gering. Nur jeder Dritte spricht sich dafür aus, dass die elektrischen Tretroller im Straßenverkehr legalisiert werden sollten.

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