Auf Roboter in Haushalten setzen rund 60 Prozent der Deutschen

Roboter in Privathaushalten erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Einer aktuellen Studien zufolge stehen besonders die Deutschen den maschinellen Assistenten offen gegenüber.

Roboter in Privathaushalten sind heutzutage in unterschiedlichster Gestalt und verschiedensten Situationen anzutreffen: vom Humanoid Sophia über den Staubsaugroboter bis hin zum kollaborativen Greifarm. In einer repräsentativen Umfrage von OnePoll im Auftrag von reichelt elektronik wurden zum Thema jeweils 1000 Privatpersonen in insgesamt fünf europäischen Ländern befragt.

Vor allem für Putz- oder Hausarbeiten

Danach besitzen insgesamt rund 59 Prozent aller Befragten einen Roboter; bei den 25- bis 34-Jährigen sind es sogar zwei Drittel. Immerhin jeder zweite Umfrage-Teilnehmer der Altersgruppe 55 Plus setzt schon auf die automatisierten Helfer. Und in Sachen Verbreitung steht Deutschland von allen in der Umfrage untersuchten Ländern ganz vorne. Am häufigsten kommen Roboter in Privathaushalten dabei für Putz- oder Hausarbeiten (48 Prozent) oder als Alltagshilfen (27 Prozent) zum Einsatz. 29 Prozent der Befragten geben zudem an, Roboter zum Spielen zu verwenden. So wird klar, dass die Fähigkeiten der Roboter zwar noch lange nicht an die menschlichen heranreichen. Doch sie werden schon heute immer mehr in alle Bereiche unseres Alltags integriert: um Arbeiten für uns zu übernehmen, für Hilfestellungen im Alltag oder im Hobbybereich.

Skepsis bei der Neuanschaffung

Die allgemeine Zufriedenheit der Verbraucher mit der Leistung der maschinellen Gefährten ist grundsätzlich positiv. Unter den Befragten, die bereits Roboter in Privathaushalten besitzen, stimmen 42 Prozent der Aussage „Der Roboter bringt mir Erleichterung in meinem Alltag“ vollkommen zu. 39 Prozent geben weitestgehende Zustimmung. Bei den Neuanschaffungen zeichnet sich dieser Trend nicht so eindeutig ab. So können sich 35 Prozent der Befragten vorstellen, in den nächsten zwölf Monaten einen Roboter für den Haushalt anzuschaffen. Weitere 35 Prozent sprechen sich gegen eine Anschaffung aus, während 30 Prozent unentschlossen sind. Jeder zweite Befragte (51 Prozent) sieht keine Notwendigkeit für eine Anschaffung, während einem knappen Drittel (29 Prozent) das Vertrauen in Roboter fehlt.

Hohe Qualität bei Befragten wichtig

Der hohe Preis der Roboter (63 Prozent) hält viele von einem Kauf ab, wie die Umfrage weiter aussagt. Auf die Frage, wie viel die Deutschen bereit wären, für einen Roboter auszugeben, sind die Antworten breit gefächert: Ein knappes Drittel der Teilnehmer (29 Prozent) würde demnach 100 und 500 Euro zahlen. Und ebenso viele (29 Prozent) zieht ein Budget von 500 bis 750 Euro in Betracht ziehen. Immerhin 18 Prozent würden bis zu 1.000 Euro für einen Roboter ausgeben. Diese durchaus hohen Budget-Angaben lassen darauf schließen, dass den Befragten hohe Qualität und innovative Funktionen wichtig sind.

Großes Vertrauen in Pflege-Roboter

Neben dem Einsatz der Roboter in Privathaushalten (50 Prozent) können Verbraucher sich deren Gebrauch auch in anderen Bereichen vorstellen. So besonders in Produktion und Logistik (60 Prozent), in der Pflege oder im Gesundheitsbereich (48 Prozent). Die Umfrage zeigt auch, dass die Befragten Robotern im Pflegebereich durchaus Vertrauen entgegenbringen. So kann sich jeder Zweite die maschinelle Unterstützung des Pflege- und Krankenpersonals (54 Prozent) beziehungsweise alter sowie kranker Menschen (50 Prozent) vorstellen. Rund 40 Prozent befürworten die Anwendung von Robotern im Reha-Training. Besonders überraschend ist, dass für immerhin knapp ein Drittel (32 Prozent) der deutschen Bevölkerung der Einsatz der Maschinen zur sozialen Interaktion bei Einsamkeit vorstellbar ist. Wie die Umfrage weiter zeigt, sind Roboter in Privathaushalten für die deutsche Bevölkerung längst keine Seltenheit mehr. So stehen viele der Befragten dem Einsatz von Robotern, auch in der direkten sozialen Interaktion mit dem Menschen, schon jetzt offen gegenüber.

Lesen Sie auch Mit dem Roboter wie von Zauberhand gewischt

Bildquelle: