Frühjahrsputz für die Küche

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Was sind die kleinen Reinigungsschritte, die nicht täglich oder wöchentlich erledigt werden müssen, aber dennoch einen großen Unterschied ausmachen? Beim Frühjahrsputz soll alles sauber werden.

Es geht nicht darum, den Boden zu fegen oder die Küchenarbeitsfläche zu wischen – das sind grundlegende Dinge, die mindestens einmal pro Woche mit Hilfe nützlicher Helfer angegangen werden sollten, um die Küchenhygiene aufrechtzuerhalten. Welche Dinge reinigt man wie, um den Zeitaufwand gering zu halten und dennoch einen großen Effekt zu erzielen? Für viele Flecken gibt es Tipps und Tricks, wie man sie schnell loswird und das Geschirr wieder zum Strahlen bringt. Außerdem sollte man im Rahmen des Frühjahrsputzes darauf achten, Quellen von schlechten Gerüchen ausfindig zu machen und diese zu beseitigen.

Flecken und Speisereste entfernen

Seife und alltägliche Reinigungsutensilien entfernen nicht vollständig Flecken und Rückstände von Substanzen wie Kaffee, Tee, Wein, Curry, Kurkuma, Fett oder Kalk. Wäre dies der Fall, gäbe es vielleicht keinen Frühjahrsputz. Tatsache ist, dass die Reinigung dieser Flecken und Speisereste ein paar Minuten mehr Zeit in Anspruch nimmt. Aber für jeden dieser Flecken gibt es ein Trick.

Kaffee und Tee

Porzellan ist oft gut zu reinigen und kann meistens problemlos in der Spülmaschine gewaschen werden. Bei manchen Dekoren sollte man das Geschirr jedoch von Hand waschen, um den Druck nicht zu beschädigen. Hartnäckigere Flecken sind hier Tee- und Kaffeeflecken. Wenn man die Porzellantassen nur mit Spülmittel reinigt, entstehen mit der Zeit oft die bekannten Ränder, die sich nicht leicht entfernen lassen. Um diese Ränder zu entfernen, mischt man Essig mit Salz und reinigt das Porzellan damit. 

Wein

Weinflecken auf Glasflächen oder Gläsern können sehr hartnäckig sein. Um diese zu entfernen, füllt man die Gläser mit heißem (nicht kochendem) Wasser und einem Spritzer weißem Essig. Diese Flüssigkeit lässt man einige Stunden oder über direkt Nacht einwirken und spült dann mit klarem Wasser nach. Um die Gläser ohne Wasserflecken zu trocknen, kann man Zeitungspapier oder saugfähiges Küchenpapier verwenden. So werden die Weingläser wieder wie neu!

Kurkuma und Curry

Kurkuma- und Curryflecken können besonders schwer vollständig zu entfernen sein. Das liegt an den intensiven natürlichen Farbstoffen, die sie beinhalten. Diese Flecken setzen sich vor allem auf Kunststoff- und Glasbehältern fest.

Um diese Flecken loszuwerden mischt man auch hier wieder weißen Essig mit warmem Wasser, aber dieses Mal fügt man noch ein paar Tropfen Spülmittel hinzu. Als nächstes nimmt man ein Tuch, feuchtet es in dieser Mischung an und gibt noch etwas Backpulver darüber. Wenn man damit die Flecken abwischt, wird die gesamte Farbe von dem Geschirr auf das Tuch übertragen.

Kalk

Kalkflecken gehören zu den hartnäckigsten Flecken in einer Küche. Ob in der Spülmaschine, in der Kaffeekanne oder im Wasserkocher. Alles, was man zur Fleckenentfernung braucht, ist Zitrone. Es muss nicht unbedingt eine frische Zitrone sein. Man kann auch Zitronenkonzentrat oder Zitronenextrakt verwenden. Um die Flecken zu beseitigen, reibt man die Stellen, an denen sich der Kalk gebildet hat, großzügig mit der Zitrone ein. Im Anschluss daran wischt man mit einem sauberen Tuch nach. 

Fett

Der letzte Fleck auf dieser Liste ist der Fettfleck. Fett setzt sich schnell auf Küchenräten und Oberflächen ab. Häufig an Stellen, die man nicht so leicht reinigen kann. Ein großer Nachteil von Fettflecken sind die schlechten Gerüche, die entstehen können. Die Filter von Dunstabzugshauben kann man ganz leicht in der Spülmaschine reinigen, für alle anderen Stellen gibt es ebenso wieder einen Trick. 

Die Lösung für dieses Problem klingt überraschend, denn Fett wird mit Fett gereinigt. Am einfachsten und schnellsten geht es, wenn man ein sauberes, trockenes Tuch nimmt, etwas neutrales Öl darauf verteilt (man kann zusätzlich ätherische Öle wie Lavendel, Zitrone oder Orange verwenden) und damit den Fettfleck reinigt. Viele Küchenreiniger nutzen diesen Trick schon, indem sie beispielsweise Orangenöl als Inhaltsstoff haben. 

Schlechte Gerüche beseitigen 

Schlechte Gerüche sammeln sich sehr leicht in der Küche an. Entweder durch Lebensmittel, die verrotten oder abgelaufen sind oder in Elektroküchengeräten. Vor allem Kühlschränke und Mikrowellen sollten sehr gründlich gereinigt werden, um schlechte Gerüche zu vermeiden.

Wenn bereits Gerüche wahrnehmbar sind, findet man hier einige Tipps, um diesen entgegenzuwirken.

  • Herausnehmbare Teile wie Ablagen oder Teller entfernen
  • Diese Teile in der Spülmaschine oder von Hand reinigen 
  • Mit einer Mischung aus Zitrone und Essig Flächen abwischen
  • Mit klarem Wasser und einem sauberen Tuch nachwischen
  • Das Innenleben wieder einsetzen und die Geräte wieder in Betrieb nehmen 

Für nahezu jeden Alltagsfleck gibt es Tipps und Tricks, wie man diese schnell und einfach wieder loswerden kann. Manchmal gibt es natürlich Flecken, die sich nicht so leicht oder vielleicht gar nicht mehr entfernen lassen, weil sie schon zu tief in die Struktur der Oberflächen vorgedrungen sind. Dann hilft oft nur noch ein Austausch des Geschirrs oder eine entsprechende Abdeckung, wenn es sich um eine festverbaute Oberfläche handelt.

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