So bekämpft man Unkraut und biologische Ablagerungen effizient

Garten Unkraut
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Unkraut ist ein lästiges Thema, mit dem sich nahezu jeder Immobilien- und Gartenbesitzer auseinandersetzen muss. Ein 100-prozentiges Mittel gegen die vielfältigen Gewächse gibt es nicht und auch Grünablagerungen im Außenbereich lassen sich nicht gänzlich vermeiden.

So ist ein immer wiederkehrender Einsatz nötig, um dem Garten die gewünschte, möglichst unkrautfreie Optik zu verleihen. Zur Verfügung stehen dafür mechanische, biologische aber auch chemische Hilfsmittel. Letztere sollten in diesem Zusammenhang überaus kritisch gesehen werden. Doch wer bereits frühzeitig vorbeugende Maßnahmen trifft, hat im Jahresverlauf deutlich weniger Arbeit bei der Unkrautbekämpfung.

Präventive Maßnahmen gegen Unkraut

Unter dem Begriff Unkraut verstehen wir im allgemeinen unerwünschte Wildpflanzen, die unseren Kulturpflanzen im Garten im Wege stehen. Jedoch wird der Begriff häufig allzu negativ ausgelegt. Denn auch zahlreiche Wildkräuter, die im Garten durchaus nützlich sind, werden als Unkraut tituliert. Viele der wilden Pflanzen erweisen sich jedoch als unverwüstlich, verbreiten sich ohne geeignete Gegenmaßnahmen ungebremst, überwuchern andere Pflanzen und entziehen diesen Wasser und Nährstoffe. Um dies zu verhindern, können unter Wegen und Kiesbeeten Mulchfolien eingesetzt werden, die zuverlässig gegen Wurzelunkräuter helfen und deren Ausbreitung eindämmen. Allerdings sollte bei der Auswahl der Mulchfolie darauf geachtet werden, dass diese aus bioabbaubaren Kunststoffen gefertigt sind. Andernfalls kann schädliches Mikroplastik in die Natur gelangen.

Auch die Bedeckung freier Bodenflächen mit Rindenmulch wirkt Unkraut-Bewuchs entgegen. Jedoch verrottet dieser Naturstoff nach und nach, so dass man immer wieder Mulch ausbreiten muss. Zudem findet durchsetzungsstarkes Unkraut seinen Weg auch durch den Rindenmulch. Daher kann man bei der Planung eines Beetes auf dichte und kompakt wachsende Pflanzen wie beispielsweise das Immergrün setzen. Diese und andere sogenannte Bodendecker verhindern die Keimung von Unkrautsamen.

Unkraut- und Grünbelagentferner können helfen

Neben Unkraut sind auch mikrobiologische Grünbeläge sowie Algen- und Flechtenbefall ein häufiges Ärgernis im Außenbereich. Diese setzen sich auf gepflasterten Wegen, Natursteinmauern, Holzbohlen oder an Hausfassaden fest und vermehren sich dann langsam aber stetig, wenn man ihnen nicht zu Leibe rückt. Auch auf Sonnenschirmen, Gartenmöbeln und Markisen finden sich derartige Beläge. Mittlerweile existieren jedoch effiziente Grünbelagentferner wie AGO Quart, die ohne Chlor oder Säure auskommen und mit einer leicht desinfizierenden Wirkung gegen Grünbeläge, Algen oder Flechten ankommen. Die Wirkung ist jedoch nicht dauerhaft und muss regelmäßig wiederholt werden, um ein nachhaltiges und dauerhaftes Resultat zu erzielen.

Mechanische Gartenwerkzeuge unterstützen bei Unkrautentfernung

Es gibt unzählige, hilfreiche Gartengeräte, die für die Beseitigung von Unkraut ausgelegt sind. Welches Gartenwerkzeug konkret zum Einsatz kommt, hängt vom jeweiligen Unkrautbefall ab. Die klassische Unkrauthacke lockert die oberste Bodenschicht, sodass man anschließend das Unkraut mit der Hand einsammeln kann. Den gleichen Effekt haben sogenannte Grubber. Diese Geräte sollten jedoch nur bei jungen Wurzelunkräutern und Samenunkraut zum Einsatz kommen. Ausgewachsene Wurzelunkräuter müssen komplett ausgegraben und mitsamt Wurzel entfernt werden, da diese sonst problemlos nachwachsen können. Spezielle Unkrautstecher funktionieren sehr gut bei Unkräutern mit Blätterfächer und kräftigen Wurzeln, wie etwa Löwenzahn. Für die Reinigung von Fugen eignen sich klassische Fugenkratzer oder Stahlbürsten. Es gibt auch mechanische Fugenbürsten oder Flächenreiniger, die das Unkraut zuverlässig aus den Fugen holen und den Großteil der sonst manuellen Arbeit übernehmen.

Biologische Mittel und Hitze gegen Unkraut und Grünbelag

Eine weitere Möglichkeit gegen Unkraut und Grünbelagbefall ist der Einsatz von Hitze. Mit speziellen Thermogeräten, die man über die Bewuchsstelle führt, können bis zu 1.000 Grad Celsius erreicht werden. Aber auch das Übergießen mit kochend heißem Wasser erzielt einen entsprechenden Effekt. Allerdings reichen diese Maßnahmen oftmals nicht aus, um das Unkraut bis zur Wurzel auszulöschen, weshalb es nach einigen Wochen wieder austreiben kann. Bei durchgängigen Rasenflächen hilft besonders das Vertikutieren sowie regelmäßiges Düngen gegen Unkraut. Dadurch wird die Grasnarbe gestärkt und Unkraut wie beispielsweise Moss oder Klee werden verdrängt. Auch eine Brennnesseljauche ist ein zuverlässiger Bekämpfer bei Unkrautbefall. Dazu lässt man Brennnesseln in einem abgedeckten Behälter mit Wasser mehrere Tage gären. Im Anschluss wird das natürliche Mittel auf den unliebsamen Pflanzenbewuchs gegossen. 

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