Manche Autoren verbrennen schlechte Texte, Liebende zerreißen schmerzliche Briefe, Künstler schwärzen misslungene Zeichnungen. Ungeliebtes in den Müll zu geben, hätte rein praktisch den gleichen Effekt, die Geste aber macht das Vernichten so befriedigend und befreiend. Wie wäre es nun damit, etwas in tausend Teile zu zerfetzen? Lesen Sie mehr in unserem Monolith Aktenvernichter Test.

Das Testgerät im Monolith Aktenvernichter Test

Monolith PBS 14-17

 
Datenschutz beachten? Wichtig. Kontodaten schreddern? Nötig. Aber: warum denn so ernst? Das Thema „Aktenvernichter für Zuhause“ bekommt einen freundlicheren Anstrich, wenn man sich überlegt, was außerdem möglich sein kann. Wie wäre es, wie bereits erwähnt, einen ungeliebten Brief für immer zu vernichten? Oder aber den Lieferschein einer Überraschung vor neugierigen Blicken des Liebsten zu schützen? Fein genug arbeitet er, der PBS 14-17 von Monolith!

Gut verpackt und sehr handlich

Sicher verpackt entsteigt das weiße Gerät für unseren Monolith Aktenvernichter Test seinem Karton. Hohlräume sind für die Transportsicherung nicht mit Styropor-Blöcken gefüllt, sondern mit Formen aus festem Karton. Wer mit einem Blick aus dem Fenster den Füllstand seiner gelben Tonne kontrolliert, kann das nur begrüßen. Mit sattem Klicken arretiert das Kopfstück des Aktenvernichters auf seinem Unterbau. In zerlegtem Zustand vorhandene scharfe Kanten verschwinden zum Glück nach dem Zusammenbau. Danach gibt sich das Gerät rundum recht fingerfreundlich. Vor allem die eingelassenen Griffkanten an beiden Seiten machen den Schredder sehr handlich.

Im großen Auffangbehälter findet noch ein kleinerer seinen Platz: Hier landen später die Reste vernichteter CDs. Schiebt man den Behälter nun von vorn ins Gerät, kann es los gehen, aber keinen Moment früher: Die Sicherheitsabschaltung verhindert jedes Motorzucken, so lange nicht alle nötigen Teile an ihren Plätzen sitzen. So wird verhindert, dass man bei laufendem Schneidwerk von unten hinein fassen kann. Sitzt aber alles korrekt, können Dokumente, Briefe und Co. ihre letzte Fahrt antreten. Der Wahlschalter sitzt dazu auf der linken, der Automatik-Position.

Das Schneidwerk springt bei zugeführtem Papier automatisch an, läuft nach getaner Arbeit kurz nach und verstummt dann wieder. Dieses Nachlaufen ist gleich zweifach von Nutzen: Der Klingenblock erstickt erstens langfristig nicht an einer Ansammlung von hängen gebliebenen Schnipseln, da diese bei jedem Durchlauf Gelegenheit haben, nach unten heraus zu fallen. Zweitens stören die Reste nicht bei der Entleerung, da sich nun alles bereits im Behälter befindet. Der Schalter lässt sich in zwei weitere Positionen bewegen: Die mittlere schaltet das Gerät aus, die rechte lässt das Schneidwerk rückwärts drehen, so dass bei Bedarf versehentlich Eingestecktes wieder nach oben ausgegeben wird. Im Monolith Aktenvernichter Test arbeitet das Gerät insgesamt sehr direkt und eine Verzögerung des Schaltens war nicht zu beobachten.

CDs perfekt zerkleinert

Der PBS 14-17 von Monolith bietet für das Zerkleinern von CDs ein separates Schneidwerk mit eigenem, kleinen, Auffangbehälter. Chipkarten allerdings werden hier zu grob zerkleinert – diese müssen weiterhin durch den Schlitz für das Papier und landen entsprechend in dessen Behälter. Das mag der Mülltrennung nur bedingt zuträglich sein, der Sicherheit allerdings dient es, da das große Schneidwerk deutlich feiner arbeitet und Chip und Unterschrift jeder Karte endgültig ins Jenseits befördert werden.

Der Motor läuft ruhig und gleichmäßig. Die Klingen schlucken mehr als die vom Hersteller angegebenen 10 Seiten, dann aber recht zäh. Da es sich um ein Gerät für den Hausgebrauch handelt, sollte man sich stets an diese Angabe halten, um keinen zu hohen Verschleiß hervorzurufen. Bei zu hoher Last gibt sich der Motor nicht seinem Ehrgeiz hin, sondern schaltet automatisch ab. Das ist löblich und dient der Langlebigkeit.

Dank des transparenten Auffangbehälters hat man den Füllstand jederzeit im Blick, so dass der Hersteller hier genau an der richtigen Stelle gespart hat: Eine Anzeige oder Kontrollleuchte gibt es nicht und diese wäre auch nicht nötig. Die Entnahme, Entleerung und das Wiedereinsetzen des Containers sind im positiven Sinne unspektakulär einfach.

Fazit
Insgesamt überstand der PBS 14-17 den Monolith Aktenvernichter Test mit Bravour und zeigte sich als geeignetes Gerät für Daheim. Also, warum denn so ernst? Für häusliche Datensicherheit ist mit dem Monolith gesorgt und die ein oder andere Überraschung vor verfrühten Blicken geschützt.

Autor: Tom Colditz

Technische Daten und Auswertung

Aktenvernichter

Monolith

PBS 14-17

 

Technische Daten

Marktpreis*/UVP

50 Euro*/n.v.

Maximalleistung

300 W

Schnittleistung

10 Blatt (80 g/m²)

Auffangvolumen

15 + 0,8 Liter

Partikelgröße

5×16 mm (DIN P-4)

Kabellänge

150 cm

Ausstattung & Zubehör

  • Motor-Stop bei Überladung

  • Rollen

  • Sichtfenster im Auffangbehälter

Ergebnis

1,4 (sehr gut)

Funktion

50%

+ + +

1,3

Schnittleistung

40%

+ + +

1,0

Schnittgeschwindigkeit

30%

+ + +

1,2

Schnittqualität

30%

+ +

1,5

Chipkarten/CDs

10%

+ + +

1,0

Handhabung

30%

+ + +

1,4

Bedienfreundlichkeit

50%

+ +

1,7

Betriebszeit

20%

+ + +

1,0

Papierstauvermeidung

20%

+ + +

1,3

Bedienungsanleitung

10%

+ + +

1,1

Verarbeitung

10%

+ +

2,0

Sicherheit

10%

+ + +

1,3

Messertiefe

75%

+ + +

1,0

Sonderabschaltung

25%

+ +

2,0

Testurteil

Sehr gute Funktion
und Handhabung

*zum Redaktionschluss, tagesaktueller Preis kann variieren

Bildquelle:

  • heftkaufen_logo: © Auerbach Verlag
  • Rex®-OFFICE-PBS-14-17: © Monolith GmbH
  • Test_Aktenvernichter-Monolith_Startbild: © Monolith GmbH