Drei Finanzfehler, die Hausbesitzer vermeiden sollten!

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Man zahlt keine Miete, besitzt vielleicht einen eigenen Garten und kann sich über weitgehende Freiheit in der Gestaltung des eigenen Wohnraums freuen: Mit einem eigenen Haus hat man viele Vorteile. Allerdings unterschätzen manche Hausbesitzer mögliche Kosten, die auf sie zukommen. Wer hier zu knapp kalkuliert, bekommt schnell Probleme.

Deshalb ist es ein Fehler, als Hausbesitzer auf einen finanziellen Puffer zu verzichten. Und es gibt noch zwei weitere finanzielle Fehler rund um den Hausbesitz: eine mangelhafte Absicherung durch Versicherungen und das Versäumnis, absetzbare Kosten tatsächlich von der Steuer abzusetzen. 

Unvorhergesehene Ausgaben sind nicht selten

Für Hausbesitzer gibt es eine ganze Reihe von Situationen, in denen teils unvorhergesehene und oft hohe Kosten auf sie zukommen. In einigen Bundesländern können zum Beispiel Straßenausbauträge für die Besitzer angrenzender Häuser fällig werden, wenn Straßen saniert werden. Bisweilen geht es hier um Summen im fünfstelligen Bereich, was Hausbesitzer im ungünstigsten Fall an den Rand des Ruins führen kann. Unvorhergesehen können – besonders bei älteren Immobilien – zudem Sanierungsarbeiten am Haus anfallen. Hier redet bisweilen auch der Gesetzgeber ein Wörtchen mit. So zwingt die Energieeinsparverordnung (EnEV) Hausbesitzer in manchen Fällen dazu, eine alte Heizungsanlage auszutauschen. Und auch bei umfangreichen Sanierungen oder Ausbauarbeiten kann die Forderung bestehen, zusätzlich eigentlich nicht geplante Arbeiten für eine verbesserte Energieeffizienz der Immobilie durchführen zu lassen. 

Ältere Hausbesitzer sollten zudem frühzeitig darüber nachdenken, ob und wie sie ihr Haus seniorengerecht umgestalten. Es ist besser, solche Baumaßnahmen frühzeitig zu planen, als plötzlich von der Notwendigkeit eines Umbaus überrascht zu werden. In all diesen und in weiteren Fällen können große finanzielle Belastungen für Hausbesitzer anfallen, auf die man sich mit einem finanziellen Puffer vorbereiten sollte. 

Manche Hausbesitzer versichern sich unzureichend

Stürme, Hagel und Starkregen können auch bei Hausbesitzern schnell zu hohen Versicherungsschäden führen. Wichtig ist es dann, ausreichend versichert zu sein. Schäden durch Naturgefahren nahmen zuletzt zu. Laut Naturgefahrenreport 2018 der deutschen Versicherer lag die Schadenshöhe 2017 bei insgesamt 2,9 Milliarden Euro und damit um 0,4 Milliarden Euro höher als im Vorjahr. Verursacher von etwa 90 Prozent der Schäden waren 2017 Hagel und Sturm. „Wird das Extreme also zum Normalen?“ fragte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft im Report angesichts der dokumentierten Wetterextreme. „2018 weist in diese Richtung“ lautete die Antwort. Hausbesitzer sollten sich darauf vorbereiten. Für mögliche Schäden durch Naturgewalten müssen sie sich ebenso ausreichend versichern wie gegen Haftungsfälle rund ums Haus. Die Versicherungswirtschaft bietet hierfür oft innovative Produkte. Wer beispielsweise Angebote wie die Lemonade Hausrat- und Haftpflichtversicherung nutzt, sichert seinen Hausrat und sich selbst (bei Haftpflichtfällen) sehr gut ab und engagiert sich zugleich sozial. 

Steuern reduzieren. Sanierungen fördern. 

Ein weiterer häufig vorkommender Fehler, der Hausbesitzer bares Geld kostet, ist eine Steuererklärung, die absetzbare Kosten rund ums Haus nicht berücksichtigt. Bei Handwerkerleistungen kann man zum Beispiel Rechnungen in Höhe von bis zu 6.000 Euro steuerlich geltend machen, schrieb die Handwerkerzeitung im Januar 2019. Absetzbar sind 20 Prozent der Rechnungssumme, was im Maximalfall 1200 Euro macht. Neben einer möglichen Steuerersparnis können unter Umständen Fördergelder die finanzielle Last bei Sanierungen oder Modernisierungen reduzieren. Hausbesitzer sollten sich vor anstehenden Arbeiten umfassend über die Thematik informieren. Klassische Anlaufstellen auf der Suche nach Fördermitteln sind die Landesbanken der Bundesländer, die KfW-Bankengruppe und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), das Hausbesitzer insbesondere bei der Erneuerung von Heizsystemen unterstützt. Aber bisweilen gibt es auch passende Fördermittel von Kommunen oder lokalen Energieversorgern. Wer sich hier frühzeitig kundig macht, spart bisweilen richtig viel Geld. Und es wäre eindeutig ein Fehler, auf solch einen Vorteil zu verzichten. 

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