Briefkasten, Hausnummer und Klingel – alles rund um den Eingangsbereich

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Der Hauseingang ist in vielerlei Hinsicht das Aushängeschild eines Hauses. Ob rustikal, extravagant, modern oder mediterran: Wer seinen Hauseingang gestaltet, kann durch verschiedene Elemente eine harmonische Verbindung zwischen Hausinneren und Eingangsbereich schaffen.

Dabei wandert der Blick der Gäste zunächst über den Vorgarten und landet schließlich in der Nähe der Haustüre. Hier gibt es drei wichtige Elemente, die in das Gestaltungskonzept eingebunden werden sollten, um eine optische Einheit zu bilden. Die Rede ist von Briefkasten, Hausnummer und Klingel. Doch welche Arten von Briefkästen gibt es eigentlich? Was ist momentan im Trend? Und wie entscheidet man sich für die passende Türklingel?

Auf der Suche nach dem passenden Briefkasten

Der Briefkasten dient dem Empfangen von Post, Zeitungen und Reklame. Darüber hinaus hat der viereckige Kasten mit Briefschlitz, der in der Regel in unmittelbarer Nähe der Haustür angebracht wird, aber auch großen Einfluss auf die Optik des Eingangsbereichs. Daher werden Hausbriefkästen in den unterschiedlichsten Formen, Materialien und Preiskategorien angeboten. Besonders verbreitet sind die sogenannten Wandbriefkästen. Diese werden direkt an die Hauswand montiert. Auch unter dem Begriff Aufputz-Briefkasten bekannt, stehen diese Modelle entsprechend ihrer Tiefe von der Fassade ab und bieten den Vorteil schnell nachgerüstet werden zu können. 

Derweil kommen bei Neubauten heute häufig sogenannte Unterputz-Briefkästen zum Einsatz. Wie es der Name bereits vermuten lässt, wird diese Art von Briefkasten direkt in die Hauswand integriert und somit fest verbaut. Er fügt sich eher unauffällig in die Fassade ein und ist zudem optimal vor der Witterung geschützt.

Wer seinen Briefkasten nicht direkt an der Fassade befestigen möchte hat die Möglichkeit sich einen Standbriefkasten zuzulegen. Die freistehenden Briefkästen sind vor allem in den USA sehr beliebt und auch hierzulande im typischen U.S. Mailbox Look mit roter Fahne erhältlich. Natürlich gibt es auch schlichte Edelstahl-Varianten mit schlankem Standbein oder pompöse Säulenbriefkästen die skulpturenähnlich den Vorgarten bereichern.

Generell lässt sich also festhalten, dass die Art des Briefkastens nach den eigenen Vorlieben und der gewünschten Optik des Eingangsbereich gewählt werden sollte. Wichtig ist jedoch, dass er aus einem robusten und wetterfesten Material besteht, den vorgeschriebenen Normen entspricht und seinen Inhalt vor dem Zugriff durch Unbefugte schützt.

Hausnummern individuell gestalten

Hausnummern komplettieren die Adresse und tragen einen wesentlichen Teil zum Look des Eingangsbereichs bei. Klassisch werden Hausnummern daher direkt am Gebäude angebracht und bestehen häufig aus Edelstahl. Alternativ stehen Keramik, Acryl oder auch Bronze als Materialien zur Verfügung. Ein wirklich klassisches und zeitloses Design bringt Emaille mit sich. Das Material besitzt eine lange Lebensdauer und ist vor allem an älteren Häusern zu finden. Wer sich von der Masse abheben und seiner Kreativität freien Lauf lassen möchte, kann sich als nächstes DIY-Projekt außerdem das gestalten seiner eigenen Hausnummer vornehmen.

Verschiedene Türklingeln – mit oder ohne Gegensprechanlage

Ergänzend fehlt natürlich noch die richtige Türklingel, damit sich der Besuch akustisch anmelden kann. Bei manchen Häusern wirkt der kleine Knopf sehr unscheinbar und dennoch kann er mit dem richtigen Design in Szene gesetzt werden. Die Auswahl ist auch hier besonders groß und nicht gerade einfach.

Im 19. Jahrhundert lösten die ersten Türklingeln den traditionellen Klopfer ab. Meist wurde das System über eine im Innenraum befestigte Glocke umgesetzt. Heute braucht eine Türklingel keine direkte Verbindung mehr, da moderne Klingelsysteme zum Beispiel über Funk angesteuert werden. Der große Vorteil hierbei: es müssen keine Klingeldrähte mehr verlegt werden. Die Position der Türklingel ist also individuell zu wählen. Darüber hinaus kann das akustische Signal mit einer Gegensprechanlage oder sogar mit einer Videoeinheit verbunden werden. Das bietet sich nicht nur bei Mehrfamilienhäusern mit Türsummer an. Auch Einfamilienhäuser mit einem weitläufigen Grundstück oder mit großer Grundfläche greifen gern auf ein solches Smart-System zurück. Bei der Auswahl der Klingel sind folgende Punkte zu beachten:

  • Verlegung Unterputz oder Überputz
  • Qualität und Haltbarkeit
  • mögliche Erweiterungen
  • Design und Optik
  • Preis

Die Montage von Türklingel, Außenleuchte oder Briefkasten kann durch einen Fachmann erfolgen. Mit etwas handwerklichem Geschick und dem nötigen Werkzeug lassen sich die Modelle aber auch selbst anbringen. Im Netz gibt es hierzu hilfreiche zahlreiche Tutorials.

Edelstahl liegt im Trend

Nachdem die Fragen bezüglich Form und Design geklärt sind, ist die Materialwahl an der Reihe. Dabei sollte man auf jedem Fall darauf achten, dass sich das gewählte Material robust und langlebig zeigt und gut in das Gesamtbild einfügt. Ein echter Klassiker ist Edelstahl. Egal ob zeitgemäße Edelstahlbriefkästen, stilvolle Außenleuchten mit Bewegungsmelder oder schlichte Haustürklingeln: das rostfreie Material liegt total im Trend und wird außerdem, oftmals mit einem hundertprozentigen UV-Schutz überzogen. Dies stellt einen großen Vorteil gegenüber anderen Materialien dar. Während Holz und Kunststoff beispielsweise durch häufige Sonneneinstrahlung verblassen oder Gusseisen ohne ständige Pflege anfängt zu rosten, ist die Instandhaltung von Edelstahl besonders leicht.