Der Frühling ist da! Die Tage werden wieder länger und die Bäume wieder grüner. Das lädt dazu ein, mehr Zeit draußen auf Balkon oder Terrasse zu verbringen. Damit dabei niemand frieren muss, bieten Terrassenheizstrahler die Möglichkeit, gezielt Wärme zu spenden. Wir haben sieben dieser Geräte für Sie getestet. Lesen Sie mehr in unserem Terrassenheizstrahler Test 2020.

Die Testgeräte im Terrassenheizstrahler Test 2020

Terrassenheizstrahler:
Blumfeldt 10033810
Vasner VHTS25
Blumfeldt 10033104
Aktobis WDH-200LS
Semptec NC-5979
Semptec NX-9302
Activa Canton Tower

Es gibt sie in unterschiedlichsten Ausführungen und Preisklassen -Terrassenheizstrahler. Die getesteten Geräte liegen dabei aktuell in einer Preisspanne von 73 Euro, für den Blumfeldt 10033810, bis zu 300 Euro für den Vasner VHTS25. Man kann sich zwischen frei stehenden, hängenden oder an der Wand montierbaren Modellen entscheiden. Auf welchen Strahler die Wahl fällt, hängt nicht zuletzt auch stark davon ab, wo er am Ende platziert werden soll. Für überdachte Terrassen eignen sich hängende Geräte, da diese keinen Platz wegnehmen und nicht umgestoßen werden können. Dadurch ist auch die Verletzungsgefahr geringer, vorausgesetzt natürlich, dass die nötige Mindesthöhe eingehalten wird. Alternativ gibt es auch Modelle, die sich an der Wand befestigen lassen. Und bei einigen Strahlern, wie etwa dem NX-9302 von Semptec, kann man sich zwischen diesen zwei Aufhängungsarten entscheiden. Wer hingegen flexibler in der Standortwahl sein will und den Terrassenstrahler auch gern hin und wieder umstellen möchte, für den empfiehlt sich ein frei stehendes Gerät.

Gas oder Strom

Elektrische Terrassenheizstrahler haben viele Vorteile gegenüber ihren gasbetriebenen Verwandten. Sie sind kleiner, leichter und in den allermeisten Fällen auch günstiger. Sie lassen sich, wie schon beschrieben, auch an Wänden und Decken anbringen und teilweise sogar in geschlossenen Räumen nutzen. Außerdem sind sie im Gegensatz zu Gasstrahlern geruchs- und geräuschlos nutzbar. Aber was noch viel wichtiger ist: Sie sind umweltfreundlicher als Gasstrahler, da sie keine (direkte) Emissionen produzieren. Das lästige Beschaffen und Nachfüllen der Gasflaschen kann man sich so ebenfalls sparen.

Durch große Schrift und mehr Kontrast ist der Display des Blumfeldt 10033810 besser zu lesen, aber die Symbole leuchten unvollständig

Aufbau

Am schnellsten startklar ist der Semptec NC-5979. Der Strahler muss nur aus der Verpackung genommen und an der gewünschten Stelle aufgestellt werden. Da er lediglich 5 Kilogramm wiegt, ist das auch für eine Person leicht zu schaffen. Eine Befestigung am Boden ist nicht vorgesehen, wodurch auch ein nachträgliches Verrücken problemlos möglich ist. Allerdings ist die Standfestigkeit nicht so hoch und durch unvorsichtiges Verhalten kann der Strahler umgestoßen werden. Einen stabileren Stand hat da das Modell von Vasner dank trapezförmigem Standfuß. Dieser muss zwar erst einmal montiert werden, aber das ist in wenigen Minuten erledigt. Etwas mehr Zeit beim Aufbau benötigt der Blumfeldt 10033104. Der große Standstrahler wird aus vier Teilen zusammengesetzt, die teilweise recht schwer und unhandlich sind. Zu zweit geht das deutlich schneller von der Hand. Damit der große Strahler im Betrieb nicht umkippt, ist er mit einem schweren Standfuß ausgestattet, der zusätzlich noch am Boden angeschraubt werden kann. Ohne Schrauben kommen auch die Heizstrahler für Wand und Decke nicht aus.

Beim Heizstrahler von Aktobis wird dafür lediglich eine Halterung benötigt, während die anderen Modelle jeweils zwei Aufhängungen brauchen. Aber auch dieser Montageaufwand hält sich in Grenzen und dauert nur etwa zehn Minuten. Deutlich aufwendiger gestaltet sich hingegen der Aufbau des gasbetriebenen Strahlers von Activa. Laut Bedienungsanleitung des Herstellers benötigen zwei Personen dafür ca. eine Stunde. Unser Test zeigt jedoch, dass es in der Praxis deutlich länger dauert. Mit zwei bis drei Stunden sollte man, je nach handwerklichem Geschick, mindestens rechnen. Das Endergebnis kann sich dann aber durchaus sehen lassen. Der Gasstrahler ist groß und stabil, lässt sich aber dank zweier Räder auch ohne viel Kraftaufwand transportieren. Und das obwohl er mit rund 30 Kilogramm eindeutig der schwerste Testkandidat ist. Dank dieses Gewichts ist er aber auch gleichzeitig der Strahler mit der höchsten Standsicherheit.

Weniger elegant, aber funktional und einfach zu bedienen: Der Semptec NC-5979 mit dazugehöriger Fernbedienung

Bedienung

Bis auf eine Ausnahme können alle elektrischen Terrassenheizstrahler im Test sowohl direkt am Gerät eingestellt werden, als auch per Fernbedienung. Besonders für Wand- und Deckenmodelle, die eventuell nicht so gut erreichbar sind, ist dies eine praktische und bequeme Lösung. Der Blumfeldt 10033104 kann diesen Komfort leider nicht bieten, aber da es sich bei diesem Gerät um einen Standstrahler handelt, ist die Einstellung per Hand auch kein Problem. An einem großen Drehregler lassen sich die Heizstufen eins bis drei auswählen. Mehr Funktionen gibt es nicht. Bei den anderen Elektrostrahlern kann ebenfalls zwischen mindestens zwei, wie beim Semptec NX-9302, bis zu neun Heizstufen, wie beim Blumfeldt 10033810, gewählt werden. Außerdem verfügen diese Modelle, bis auf den Kandidat von Aktobis, zusätzlich über eine Timerfunktion. Mit dieser kann eingestellt werden, wann sich der Strahler abschalten soll. Bei einigen Geräten gibt es dabei nur eine Auswahloption: Im Falle des Semptec NX-9302 sind es fünf Stunden, und beim Blumfeldt 10033810 ganze 24 Stunden. Bei anderen Geräten kann zwischen mehreren Zeiten gewählt werden: Beim Strahler von Vasner lässt sich der Timer von einer bis zu acht Stunden programmieren und beim Semptec NC-5979 sogar in einer Spanne von einer bis 24 Stunden. Mit einem Gasstrahler wie dem Activa Canton Tower muss auf solche Zusatzfunktionen hingegen verzichtet werden. Dafür ist die Heizleistung per Drehregler stufenlos einstellbar und auch sonst ist der Standstrahler mit seiner elektrischen Piezozündung sehr einfach zu bedienen.

Heizleistung

Hinsichtlich der Aufheizdauer ist der Gasstrahler allerdings klar im Vorteil, da er nicht erst warmlaufen muss, sondern direkt volle Leistung bringt. Die elektrischen Terrassenheizstrahler benötigen hingegen einige Minuten um sich aufzuheizen. Am schnellsten schaffen das die Modelle von Blumfeldt. Hier ist nach nicht einmal drei Minuten schon eine deutliche Temperatursteigerung zu bemerken. Andere Geräte, wie etwa die beiden getesteten Strahler von Semptec, brauchen da schon erheblich länger und erreichen auch insgesamt nicht so hohe Temperatursteigerungen. Auch in Bezug auf die Wärmeverteilung kann der Blumfeldt 10033810 mit Großflächigkeit und Gleichmäßigkeit punkten. Ebenfalls gute Ergebnisse erzielt in diesem Bereich das Modell von Vasner. Da es sich hierbei jedoch um einen turmförmigen Strahler mit einer Höhe von ca. einem Meter handelt, befindet sich auch der angestrahlte Bereich eher in Bodennähe. Für Sitzgruppen ist dieser Heizstrahler deshalb besser geeignet, als für Stehveranstaltungen. Das muss aber nicht bei allen Standstrahlern der Fall sein, wie der Blumfeldt 10033104 zeigt. Dieser Strahler sieht aus wie eine große Lampe im Industriedesign, deren Kopf sich stufenlos schwenken lässt. Dadurch lässt sich die Wärme zielgenau ausrichten, auch wenn die erwärmte Fläche insgesamt kleiner ist. Die größte Wärmfläche kann jedoch der Activa Gasstrahler vorweisen. Hier wird die Wärme nämlich nicht nur in eine Richtung abgegeben, sondern gleich rundum. Allerdings geht auch sehr viel Wärme nach oben verloren und gerade bei starkem Wind kommt bei den Umstehenden leider nicht mehr viel an.

Technische Daten

 

TESTSIEGER

 

elektrische Terassenheizstrahler

Activa

Canton Tower

Aktobis

WDH-200LS

Blumfeldt

10033104

Blumfeldt

10033810

Semptec

NC-5979

Semptec

NX-9302

Vasner

VHTS25

 

Technische Daten

Marktpreis*/UVP

229 Euro*/229 Euro

119 Euro*/119 Euro

158 Euro*/163 Euro

73 Euro*/73 Euro

120 Euro*/230 Euro

194 Euro*/370 Euro

300 Euro*/300 Euro

Maximalleistung/Energieträger

11 kW

2000 W

2100 W

2000 W

2000 W

2400 W

2500 W

Gewicht

30 kg

3,5 kg

10,3 kg

2,5 kg

5,1 kg

6,2 kg

8,9 kg

Maße (Breite × Höhe × Tiefe)

44 × 218 × 44 cm

43 × 26,5 × 43 cm

45 × 209 × 38 cm

81 × 10 × 13 cm

15,5 × 100 × 8,5 cm

109 × 23 × 5 cm

19 × 104 × 20 cm

Kabellänge

5 – 11 kg

180 cm

180 cm

160 cm

180 cm

150 cm

185 cm

Ausstattung & Zubehör

  • Standstrahler

  • Kipp-Abschaltautomatik

  • Deckenstrahler

  • 2 Heizstufen

  • Fernbedienung

  • Standstrahler

  • 3 Heizstufen

  • Wandstrahler

  • 9 Heizstufen

  • Fern­bedienung
  • Timer (24 h)

  • Standstrahler

  • 3 Heizstufen

  • Fernbedienung

  • Timer (1-24 h)

  • Strahler für Wand oder Decke

  • 2 Heizstufen

  • Fernbedienung

  • Timer 5 h

  • Standstrahler

  • 4 Heizstufen

  • Kipp-Abschaltautomatik

  • Fernbedienung

  • Timer (1-8 h)

*zum Redaktionsschluss, tagesaktueller Preis kann variieren

Autor: Dorothee Wagner

Bildquelle:

  • Test_Terassen-Heizstrahler_Galerie01: © Auerbach Verlag
  • Test_Terassen-Heizstrahler_Galerie02: © Auerbach Verlag
  • Test_Terassen-Heizstrahler_Galerie03: © Auerbach Verlag
  • Activa Canton Tower: © Activia
  • Aktobis WDH-200LS: © Aktobis
  • Blumfeldt 10033104: © Blumfeldt
  • Blumfeldt 10033810: © Blumfeldt
  • Semptec NC-5979: © Semptec
  • Semptec NX-9302: © Semptec
  • Vasner VHTS25: © Vasner
  • Test_Terassen-Heizstrahler_Startbild: © Auerbach Verlag