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Was sollte ein Mixer können? Richtig: mixen. Doch die neuen Modelle auf dem Markt können noch viel mehr als das. Ob herzhafte Suppe oder süßer Shake, die sogenannten Powerblender der neuen Generation können sowohl pürieren als auch erhitzen. Doch welche Geräte überzeugen im Testlabor besonders? Lesen Sie mehr in unserem Stand- und Hochleistungsmixer Test 2021.

Die Testgeräte im Stand- und Hochleistungsmixer Test 2021

Stand- und Hochleistungsmixer:
Komo Komomix+
Ninja HB150
Sage Super Q SBL920
Carrera No 655
Caso B 1800

Dieser Test erschien in der Ausgabe 5/2021 der HAUS & GARTEN TEST. Dort finden Sie die Ergebnisse unseres Stand- und Hochleistungsmixer-Tests mit allen technischen Details, Auswertungen und unserem Testurteil. Auch als E-Paper zum Sofort-Download!

Wer heutzutage noch einen Pürierstab zu Hause hat, ist bestens in der Küche ausgestattet. Oft ist dieser aber gar nicht mehr vorhanden, stattdessen ein viel praktischeres Gerät: Der Standmixer. Oft steht er wochenlang in der Ecke hinter dem Brotkasten, bis einem einfällt, dass er auch noch existiert. Dann wird er wieder hervorgeholt und es wird fleißig losgemixt. Grüne Smoothies, leckere Bananenmilchshakes, Hummus aus Kichererbsen, selbst gecrushtes Eis. Wenn man sich mal die Zeit nimmt, sich mit mixergerechten Rezepten und Gerichten auseinanderzusetzen, wird schnell klar, wie viel die praktischen Blender möglich machen. Vor allem die neuen auf dem Markt sind schon fast eigene kleine Küchenmaschinen. Dank eingebauter Heizplatten hat man mit ihnen die Möglichkeit, eine Suppe im Mixer zu pürieren und sie direkt im Anschluss noch zu erhitzen.

er Komo-Mixer lässt sich dank simplem Drehrad einfach bedienen
Der Komo-Mixer lässt sich dank simplem Drehrad einfach bedienen

Oft kommen die Helfer noch mit verschiedenen Aufsätzen, sodass man direkt im To-go-Becher mixen kann und dem leckeren flüssigen Mittagessen nichts im Wege steht. Bloß Vorsicht beim Aufsetzen des Deckels: Wem ist es noch nicht passiert, dass sorglos auf den Einschaltknopf gedrückt wurde und der Aufsatz noch nicht richtig saß? Dann ist das Chaos in der Küche angerichtet und die Fliesen sind nicht mehr weiß. Wer aber den richtigen Sitz des Deckels beachtet, kann sich mit einem Mixer den Kochalltag um einiges erleichtern. Dank der neuen Reinigungsfunktionen hat man auch keine Umstände mit dem Saubermachen mehr. Viele der Modelle lassen sich mit etwas Wasser und der entsprechenden Funktion problemlos reinigen, die meisten sind zudem spülmaschinenfest. Worauf also noch warten? Auf die Mixer, fertig, los!

Das Modell von Caso steht fest und sicher auf vier starken Saugnäpfen
Das Modell von Caso steht fest und sicher auf vier starken Saugnäpfen

Welcher Mixer mixt am besten?

Mit allen fünf Modellen macht das Mixen der Smoothies und Shakes sowie das Eis-Crushen keine Probleme. Gerade bei dem Gerät von Sage sowie dem Ninja-Modell lässt sich der Mixer selbst einfach vom Aufsatz lösen. Da aber diese beiden Modelle auch die schwersten und wuchtigsten sind, gestaltet sich das Eingießen nach dem Zubereiten der Getränke etwas schwierig und erfordert etwas Kraft. Das tut ihrer Mixleistung keinen Abbruch. Beide überzeugen mit sehr feinen, homogenen Shakes und auch am Eis lässt sich nichts aussetzen. Der Sage mixt sogar so gründlich, dass das Eis schon etwas matschig wird. Dank Pausenknopf bei beiden Geräten lässt sich die Mixzeit individuell steuern und kann jederzeit unterbrochen werden. Die Deckel halten während des Vorgangs so gut, dass man sich keine Sorgen darüber machen muss, ob sie sich möglicherweise lösen.

Die roten Ziffern auf dem Glasbehälter des Sage-Mixers lassen sich gut abgelesen und erleichtern das Abmessen der Zutaten
Die roten Ziffern auf dem Glasbehälter des Sage-Mixers lassen sich gut abgelesen und erleichtern das Abmessen der Zutaten

Die Bedienoberfläche des Sage-Mixers ist einfach gestaltet und bereitet Freude beim Auswählen der vielen verschiedenen Funktionen. Diese beiden Modelle sind die Alleskönner, die neben der Zubereitung von Kaltgetränken auch Suppen erhitzen können. Mit dieser Eigenschaft überzeugt der Mixer aus dem Hause Carrera ebenfalls. Auch hier lässt sich dank entsprechender Heizplatten Suppe erhitzen. Das führt allerdings dazu, dass sich diese Modelle nicht in der Spülmaschine reinigen lassen, da das die Heizplatten beschädigen könnte. Die anderen beiden Geräte von Caso und Komo sind etwas simpler gestaltet. Der Caso-Mixer hat einen einfachen Klickmechanismus-Untersatz, sodass sich dieser besonders leicht am Aufsatz befestigen lässt. Der Komo-Mixer ist ebenfalls sehr unkompliziert und lässt sich gut bedienen. Außerdem sieht er mit seinem Korkdesign auch sehr schön aus. Die Smoothies und Milchshakes aus diesem Mixer haben keine Stücke und auch das Eis erreicht die perfekte Konsistenz.

Am besten zu bedienen ist der Mixer von Komo. Der Korkgriff lässt sich einfach in der Hand halten und generell ist das gesamte Gerät nicht allzu schwer. Außerdem befindet sich auf der Bedienoberfläche ein großes Rad und angenehm wenig Auswahlmöglichkeiten. Der Ausguss am Behälter hat eine eckige Form, was dafür sorgt, dass beim Eingießen nichts verschüttet wird.

Der Caso-Mixer ist leicht, einfach zu handhaben und lässt sich aufgrund der Größe gut verstauen
Der Caso-Mixer ist leicht, einfach zu handhaben und lässt sich aufgrund der Größe gut verstauen

Hochleistungsmixer im Praxistest

Beim Caso hingegen lässt sich der Deckel etwas schwierig auf den Behälter setzen, nach einigem Hin- und Herruckeln sitzt aber auch dieser bombenfest. Die Knöpfe an diesem Modell fallen etwas kleiner aus, dafür ist aber das Bedienrad sehr groß und lässt sich einfach betätigen. Die praktische Messskala auf dem Behälter ist zwar vorhanden, allerdings durchsichtig und etwas schwer zu lesen. Dasselbe gilt für alle anderen Mixer in diesem Test, außer bei Sage. Hier ist die Messskala rot und lässt sich problemlos ablesen. Auch dieses Modell lässt sich dank großer Knöpfe sehr einfach bedienen. Diese sind eindeutig mit ihren Funktionen beschriftet und können nicht missverstanden werden.

Das Gerät aus dem Hause Ninja hat an Funktionen einiges zu bieten und bringt Abwechslung in die Mixküche
Das Gerät aus dem Hause Ninja hat an Funktionen einiges zu bieten und bringt Abwechslung in die Mixküche

Der Mixer von Carrera ist sehr laut und stark, kippt aber dank seiner Saugnäpfe während des Mixvorgangs nicht um. Allerdings muss man sich hier etwas länger mit der Bedienungsanleitung auseinandersetzen, um zu verstehen, wie genau die Bedienung des Geräts funktioniert. Das ist von Anfang an nicht ganz klar. Hinzu kommt, dass der Ausguss am Behälter etwas flach gestaltet ist, sodass beim Einschenken etwas daneben gehen kann. Dafür lässt sich der Deckel einfach abnehmen und wieder aufsetzen, was den gesamten Vorgang sehr erleichtert.

Diese praktischen Extras kommen gemeinsam mit dem Mixer von Sage und erleichtern die Bedienung
Diese praktischen Extras kommen gemeinsam mit dem Mixer von Sage und erleichtern die Bedienung

Der Ninja hat wohl die meisten Funktionen der vorgestellten Mixer. Die Bedienfläche wirkt am Anfang kurz etwas verwirrend, entschlüsselt sich aber beim genaueren Auseinandersetzen sehr schnell. Der Griff ist gut zu fassen und der Deckel lässt sich einfach abnehmen. Ein dickes Dichtungsgummi sorgt dafür, dass während dem Mixvorgang nichts verschüttet wird. Allerdings ist auch hier die Messskala durchsichtig und etwas schwer ablesbar. Dafür ist das Modell dank der kleinen rutschfesten Füßchen sehr sicher im Stand und wandert nicht auf der Arbeitsplatte umher.

Das Drehrad des Carrera-Mixers zeigt während der Nutzung die Zeit in großen LED-Ziffern an
Das Drehrad des Carrera-Mixers zeigt während der Nutzung die Zeit in großen LED-Ziffern an

Das Zubehör macht’s

Alle Modelle kommen mit Zubehör, was sich sehen lässt. So überzeugen die Mixer aus dem Hause Caso und Sage mit einem extra To-go-Aufsatz. Dieser kann ebenfalls auf die Klingen geschraubt werden, sodass direkt in diesem Behältnis gemixt wird. Dieses wird dann abgenommen und kann mit auf den nächsten Ausflug genommen werden. Zwar fassen diese nicht so viel wie das Hauptbehältnis, sind aber dafür sehr handlich und praktisch. Generell haben alle Mixer in dieser Auswahl ein Glas oder Kunststoffbehältnis mit einem sehr großen Fassungsvermögen. So kann man aus einer Mixladung mehrere Smoothie- oder Milchshake-Portionen abfüllen. Beim Ninja-Gerät sind zwei Mixstäbe und eine Bürste mit dabei. Mit dieser kann der Behälter leichter gereinigt werden. Mit den Mixstäben kann der Inhalt vor oder nach dem Mixen noch einmal verrührt werden.

Mix und fertig: Das Endergebnis des Tests sind leckere Bananen-Mango-Milchshakes
Mix und fertig: Das Endergebnis des Tests sind leckere Bananen-Mango-Milchshakes

Der Carrera-Mixer überrascht mit einem ganz anderen Zusatz: ein Einsatz für Gegartes. So können Speisen in diesem Mixer dank der Heizfunktion gegart und später püriert und sogar warmgehalten werden. Ein wahrer Allrounder. Beim Komo-Gerät ist kein weiteres Zubehör dabei, doch genau das ist die Eigenschaft, mit der er im Test so überzeugt: Unglaublich simpel und einfach zu bedienen. Hier kommt keine Verwirrung auf, wer allerdings mehr will wird bei den Kandidaten von Ninja und Sage besser versorgt.

Dieser Test erschien in der Ausgabe 5/2021 der HAUS & GARTEN TEST. Dort finden Sie die Ergebnisse unseres Stand- und Hochleistungsmixer-Tests mit allen technischen Details, Auswertungen und unserem Testurteil. Auch als E-Paper zum Sofort-Download!

Testverfahren
Funktion: Die Standmixer werden in Bezug auf ihre Mixleistung getestet. Der Milchshake wird nach einer Hausrezeptur aus H-Milch (3,5 % Fettgehalt), Banane und Tiefkühl-Mangowürfeln hergestellt. Bewertet wird die Feinheit und Homogenität des Mix-Ergebnisses. Dies geschieht sowohl optisch als auch im Sensorikpanel, die Füllmenge beträgt jeweils 650 g. Selbiges gilt für den Fruchtsmoothie, welcher nach Hausrezeptur aus Wasser, Äpfeln und Aprikosen hergestellt wird. Das Eis-Crushen erfolgt mit 500 g herkömmlicher Eiswürfel (Kantenlänge 2,5 cm) aus dem Side-by-Side-Kühlschrank. Ziel ist eine homogene Masse an Splittern im Größenbereich von 5 bis 10 mm. Abwertungen gibt es für Eisschnee (unter 3 mm Partikelgröße) und Eismatsch sowie für zu große Partikel (z. B. halbe Eiswürfel). Die Arbeitsgeschwindigkeit gibt an, wie schnell die Testkandidaten die Testreihen bis hin zum bestmöglichen Mix-/Crush-Ergebnis absolvieren.
Handhabung: Eine Gruppe geschulter Probanden bewertet die Bedienfreundlichkeit der getesteten Standmixer, d. h. der Schalter (Druckpunkt und Hubweg), des Deckels (Öffnen, Schließen, Dichtigkeit) sowie der Mixkrugverriegelung (falls vorhanden) und auch den Ausguss des Krugs (getestet mit Smoothie und Shake, präzises und tropffreies Dosieren ist hier das Ziel) sowie Skalierungen an Bedienelement und Mixkrug. Das Betriebsgeräusch wird aus einem Abstand von 50 cm horizontal mittig zum Bedienfeld gemessen, der Referenzwert beträgt 75 dB(A). Bei der Reinigung wird die allgemeine Verschmutzungsanfälligkeit des Geräts sowie die Erreichbarkeit und Modularität der zu reinigenden Stellen und Teile bewertet, auch die Spülmaschinentauglichkeit der Zubehörteile fließt in die Wertung ein. Die Bedienungsanleitung wird auf die notwendigen Sicherheits- und Entsorgungshinweise überprüft, dann anhand der Struktur, Bebilderung, Schriftgröße und Anwendungs- bzw. Pflegehinweisen bewertet.
Verarbeitung: Bewertet wird die allgemeine Wertigkeit und natürlich das Nicht- bzw. Vorhandensein von Graten und scharfen Kanten, sowie die Größe von Spalten und Ritzen, zudem die Passgenauigkeit aller modularen Teile.
Ökologie: Der Energieverbrauch wird während der Testläufe ermittelt und vergleichend bewertet. Die Bewertung der Verpackung nach ökologischen Gesichtspunkten fließt ebenfalls in die Note ein.
Sicherheit: Die Sicherheit und Unversehrtheit des Nutzers stehen hier im Fokus. Geprüft und bewertet wird, wie gut das Gerät und die Bedienungsanleitung verhindern können, dass dem Nutzer durch Klemmen, Schneiden und dergleichen Schäden entstehen.
 

Autorin: Annika Franz

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Bildquelle:

  • Test Hochleistungsmixer 2021: © Caso, Auerbach Verlag