Das Essen von Salat macht gleich mehr Spaß, wenn er frisch geschleudert auf den Tisch kommt. Eine Salatschleuder dient dazu, die gespülten Salatblätter sanft von überschüssigem Wasser zu befreien – eine große Schüssel ist dabei im Handumdrehen fertig. Von Hand gelingt das nicht so gut, und es dauert länger. Lesen Sie mehr in unserem Salatschleudern Test 2020.

Die Testgeräte im Salatschleudern Test 2020

Salatschleudern:
Gefu Salatschleuder Speedwing Edelstahl
Kuhn Rikon Salatschleuder groß 2024
Leifheit Salatschleuder ComfortLine
Rosenstein & Söhne NX-8621

Unsere vier Testkandidaten bestehen jeweils aus einer Schüssel, einem Sieb und einem Deckel mit Schleudermechanik. Sie haben ein ordentlich großes Fassungsvermögen, so dass man eine große Portion frischen Salat in einem Durchgang vorbereiten kann. 5 bis 6 Liter fassen ihre Behälter, da braucht man nichts zu quetschen oder zu pressen, so dass die zarten Salatblätter knackig bleiben. Sie funktionieren alle nach dem gleichen Prinzip: Durch eine hohe Rotationsgeschwindigkeit und den sich daraus ergebenden Kräften wird das Wasser unweigerlich aus dem Salat geschleudert und aufgefangen. Zurück bleibt das trockenere und hoffentlich unversehrte Gemüse.

Die faltbare Schüssel

Für die Zubereitung einer großen Salatmenge erweist sich eine Salatschleuder als optimale Lösung. Abgezupfte Salatblätter ins Sieb, gründlich abspülen, gefülltes Sieb in die große Schüssel, Deckel drauf und kräftig schleudern. Die Schüssel kann gleich zum Anrichten und Servieren genutzt werden. Allerdings braucht dieses praktische Küchengerät auch einigen Platz. Besonders groß ist der Platzbedarf des Gerätes von Kuhn Rikon mit seinem hohen Deckel und der seitlichen Kurbel. Eine ungewöhnliche Lösung zur Minimierung des Platzbedarfs hat Rosenstein & Söhne zu bieten: die faltbare Schüssel. Sieb und Schüsselwand sind mit einem breiten Elastomerstreifen versehen, der sich auf die Hälfte der Höhe zusammenfalten lässt, aber auch genügend Standfestigkeit im aufgeklappten Zustand besitzt. So kann die Höhe des Gerätes von 17,5 auf 7,5 Zentimeter reduziert werden. Es braucht zwar etwas Kraft, um Salatschüssel und Sieb zu verformen, aber es ist gut zu schaffen.

Rosenstein & Söhne: Der Hersteller hat eine ungewöhnliche Idee mit seiner klappbaren Salatschleuder verwirklicht. Dank der beweglichen Elastomerwand können Schüssel und Sieb ganz flach gedrückt und platzsparend untergebracht werden

Sanft geschleudert

Gleich vorweg: Alle vier Testkandidaten brigen das nötige „Fingerspitzengefühl“ im Umgang mit dem sensiblen Grünzeug mit nd schützn das Gemüse sorgfältig vor Beschädigungen. Uns gelingt es nicht, mit einer Salatschleuder die Blättchen irgendwie zu beschädigen, ganz gleich wie viele Schleudergänge wir durchführen. Es werden wirklich nur Wassertropfen aus dem Salat geschleudert, und das nicht zu knapp: Es sammelt sich ganz schön etwas an im Schüsselboden. Fast 100 Milliliter (ml) der Testmenge hat die Salatschleuder von Kuhn Rikon ausgeschleudert. Deutlich weniger hat die Gefu-Schleuder geschafft, 79 ml. Die beiden anderen Geräte liegen dazwischen. Wir haben vor dem Schleudern immer die gleiche Menge Salat gewässert und im Sieb etwas ablaufen lassen. Wie gründlich die Salatschleuder arbeiten kann, das hängt offenbar von der erreichbaren Drehzahl des Schleudersiebes ab.

Leichte Handarbeit

Von Hand und durh die Mechanik übersetzt werden die Schleudern in Rotation versetzt. Zwei Testkandidaten sind mit einem Seilzug versehen, der mehrmals herausgezogen werden muss und zwei besitzen eine Kurbel. Das Unterteil jedes Deckels ist mit „Nasen“ versehen, die in das Sieb einrasten und es zum Drehen bringen. Am besten – das heißt am leichtesten und schnellsten lässt sich die Kurbel bei Kuhn Rikon drehen. Das Leifheit-Gerät, das auf Platz Vier des Schleudertests liegt, kann einen allerdings reichlich Nerven kosten: Der Seilzug arbeitet schlecht. Zieht man ihn ein Stück zu weit heraus, wird er nicht selbsttätig wieder eingezogen, wie es eigentlich sein sollte. Man muss dann den Deckel abnehmen und das Seil von Hand wieder aufwickeln. Vielleicht kann man ja mit der Zeit lernen, wie weit man ziehen darf. Dann wäre er richtig gut, denn er dreht die Schleuder einmal links herum und nächstes Mal rechts herum. Das bringt offenbar einen hohen Effekt, weil die Salatblätter hin- und her gewendet werden, so dass das Wasser von jeder Seite weggeschleudert werden kann und sich nicht in mglichen Sackgassen verstecken kann. Die Gefu-Schleuder weist eindeutig die beste Verarbeitung auf, der Seilzug lässt sich superleicht betätigen, ihre Arbeitsleistung fällt allerdings am geringsten aus. Man muss recht oft am Seil ziehen, trotzdem bleibt relativ viel Restwasser in den Blättchen. Die Stopptaste scheint uns überflüssig. Für das Gerät von Rosenstein & Söhne – hier sitzt eine Drehscheibe mit Knauf auf dem Deckel – braucht man die meiste Kraft und das Gerät kann man nicht so gut festhalten wie die anderen.

Locker und unversehrt liegen die Salatblätter nach dem Trockenschleudern im Sieb des Leifheit-Gerätes

Zusatznutzen

Wer mit dem Kauf einer Salatschleuder zugleich eine hochwertige Salatschüssel von edlem Aussehen erwerben möchte, der möge sich für Gefu entscheiden. Mit dieser Schüssel aus glattem, spiegelndem Edelstahl kann keine aus Kunststoff mithalten. Die Kunststoffschüssel von Kuhn Rikon ist völlig transparent, die von Leifheit halb durchsichtig. Die faltbare Elastomermanschette bei Rosenstein & Söhne ist undurchsichtig und in einer leuchtenden Farbe gehalten. Direkt nach dem Auspacken ist uns bei diesem Produkt der extrem starke Kunststoffgeruch aufgefallen – nicht gerade eine Empfehlung, seine Nahrung damit in Berührung zu bringen. Doch nach dem wir dieses Gerät gründlich gespült haben, ist der Geruch erst einmal verschwunden. Mit dem Erwerb einer Salatschleuder kommt man nicht nur zugleich in den Besitz einer größeren Schüssel, denn das Sieb kann zugleich als Durchschlag zum Beispiel für Teigwaren dienen. Man kann auch mancherlei Beeren, Kirschen und anderes darin abspülen und schonend leicht trocken schleudern. Der Kauf einer dieser Salatschleudern ergänzt die heimische Küche also wie angesprochen nich nur um das Gerät selbst, sondern ebefalls ein Sieb und eine im besten Falle sehr ansehnliche Schüssel.

Gefu hat wie andere seine Salatschleuder mit einer Stopptaste versehen. Damit kann man das Schleudern sofort beenden

Deckel auseinandernehmbar?

Bei sauberen Salatblättern gibt es sicher keine Reinigungsprobleme, Deckel und Sieb müssen nur abtropfen. Die Salatschüssel erfordert etwas mehr Aufwand, wenn man Dressing hineingegeben hat. Doch wenn man z. B. süße, weiche Beeren geschleudert hat, dann kann es schon notwendig sein, den Deckel auseinander zu nehmen, weil Saft eingedrungen ist oder teils klebrige Reste sehr weicher Früchte nach außen gedrungen sind. Doch nicht jeder Deckel ist so leicht demontierbar wie der von Kuhn Rikon. Auf dieser Deckel-Rückseite sind sogar zwei fingerbreite Öffnungen angebracht, um das Teil gut festhalten zu können – ziemlich einfach also und für jeden leicht zu handhaben. Fummelig ist das Verbinden der beiden Deckelteile bei Gefu. Doch dank des durchsichtigen Materials lässt sich leicht erkennen, ob sich überhaupt Schmutz zwischen den Deckelteilen befindet.
Ein zusätzliches kleines Plus in der Bewertung bringt die Rutschfestigkeit der Geräte. Denn diese mindert unnötige Bewegungen auf der Küchenzeile und vermindert im besten Falle den gesamten Kraftaufwand. Bis auf Gefu sind alle Testgeräte mit rutschfestem Boden ausgestattet. Noch eine Überlegung zum Thema Verpackung: Rosenstein & Söhne kann hier als Vorbild gelten, denn man hat auf Kunststoff-Folie verzichtet und sich auf eine minimale – aber völlig ausreichende – Umverpackung aus einer leichten Wellpappe beschränkt. Damit ist das Gerät sicher geschützt und eine unnötige Belastung der Umwelt vermieden. Denn nach dem Auspacken sollte eines neues Gerät für die Verarbeitung von Lebensmitteln in der Küche ohnehin gereinigt werden, Folie hin oder her. Ingsgesamt stellen sich unserem Test sehr brauchbare Helfer für den heimischen Salatgenuss.

Technische Daten

 

TESTSIEGER

SIEGER PREIS/LEISTUNG

 

Salatschleudern

Gefu

Salatschleuder

Speedwing Edelstahl

Kuhn Rikon

Salatschleuder groß 2024

Leifheit

Salatschleuder

ComfortLine

Rosenstein & Söhne

NX-8621

 

Technische Daten

Marktpreis*/UVP

65 Euro*/80 Euro

29 Euro*/30 Euro

28 Euro*/30 Euro

16 Euro*/30 Euro

Gewicht

1585 g

1078 g

750 g

770 g

Maße (Ø × H)

27 × 14 cm

27,5 × 21,5 cm

27 × 17,5 cm

28,5 × 17,5 cm (gefaltet 7 cm Höhe)

Behältervolumen

5,5 l

6 l

5,4 l

5 l

Material

Edelstahl, Kunststoff

Kunststoff

Kunststoff

Kunststoff und TPE

Austattung & Zubehör

  • Seilzug mit Rückzugmechanismus

  • Stopp-Taste zum Beenden des Schleudervorgangs

  • im Deckel integrierter Ausgießer

  • Servierschüssel

  • Drehscheibe abnehmbar

  • Sieb und Antriebsscheibe spülmaschinenfest

  • Drehkurbel für Trockenschleudern mit wenig Kraftaufwand

  • Stopp-Taste

  • Rutschfeste Gummifüsse

  • Servierschüssel

  • Drehscheibe abnehmbar

  • spülmaschinentauglich (Handwäsche empfohlen)

  • Seilzugantrieb mit beidseitiger Betriebsrichtung

  • Siebeinsatz und Behälter auch andersweitig nutzbar (Servierschüssel

  • Abtropfsieb), Drehscheibe abnehmbar

  • spülmaschinenfest

  • Drehkurbelantrieb im Deckel

  • platzsparend aufbewahrbar

  • Siebeinsatz und Behälter auch andersweitig nutzbar (Servierschüssel

  • Abtropfsieb), Drehscheibe abnehmbar

  • nicht für Spülmaschinen geeignet

*zum Redaktionsschluss, tagesaktueller Preis kann variieren

Autor: Margitta Illgen

Bildquelle:

  • Test_Salatschleudern_Galerie01: © Auerbach Verlag
  • Test_Salatschleudern_Galerie02: © Auerbach Verlag
  • Test_Salatschleudern_Galerie03: © Auerbach Verlag
  • Gefu Salatschleuder Speedwing Edelstahl: © Gefu
  • Kuhn Rikon Salatschleuder gross 2024: © Kuhn Rikon
  • Leifheit Salatschleuder ComfortLine: © Leifheit
  • Rosenstein_Soehne NX-8621: © Rosenstein & Söhne
  • Test_Salatschleudern_Startbild: © Auerbach Verlag