Jetzt wird’s teurer: Immobilienpreise ziehen an

Es war ja zu befürchten: In den beliebten deutschen Metropolen dürften die Immobilienpreise den aktuellen Prognosen diverser Experten zufolge weiter ansteigen. Das Ungleichgewicht zwischen der extrem hohen Nachfrage und den zu selten und an falscher Stelle ausgeführten Neubauprojekten ist der Grund dafür.

Die Mieten könnten in diesem Jahr in beliebten Städten wie Hamburg, Berlin, München oder Frankfurt noch einmal um satte 5 Prozent steigen. Wer ein Haus oder eine Wohnung bauen beziehungsweise kaufen möchte, der profitiert zwar einerseits von noch immer vergleichsweise niedrigen Bauzinsen, muss aber gleichzeitig wesentlich tiefer in die Tasche greifen, als das noch vor einigen Jahren der Fall war. Gerade junge Familien fragen sich nun, ob die Flucht in den Speckgürtel oder ins Umland eine Alternative sein könnte. Das Problem: Da der Preisanstieg in den hiesigen Metropolen bereits seit etwa 6 Jahren anhält, wird der attraktive Wohnraum auch hier bereits knapp. Es ist heute gar kein Problem mehr im Internet auf Immobilienportalen wie Immowelt ein Haus zu kaufen. Das Portfolio derartiger Webseiten ist sehr umfangreich, da fast jeder, der eine Immobilie oder eine Wohnung zur Miete oder zum Verkauf anbietet, auch dort inseriert. Aussagekräftige Bilder und alle nötigen Informationen über Zustand, Lage und etwaige Besonderheiten erleichtern den Nutzern die Auswahl. Man muss nur wissen, welche Lage sich gerade anbietet.

Bleibt das Baugeld niedrig?

Die niedrigen Bauzinsen können sicherlich als einer der Gründe für den anhaltenden Bauboom aufgeführt werden. Auf der Suche nach wertstabilen Geldanlagen für das eigene Sicherheitsdepot werden die deutschen Anleger deshalb wohl auch weiterhin auf das sogenannte „Betongold“ zurückgreifen. Ein Haus zu kaufen gilt als Investition in die Zukunft. Zudem ist in den nächsten drei Jahren wohl kaum mit einer signifikanten Verteuerung des Baugelds zu rechnen. Gleichzeitig wird sich aber der Trend steigender Immobilienpreise in naher Zukunft fortsetzen. Wann sich das ändern wird und was wir tun können, um eine zeitnahe Beruhigung des Marktes herbeizuführen, ist nicht wirklich klar.

Angebot und Nachfrage regulieren

Den Preisanstieg können die betroffenen Städte nur bekämpfen, indem sie erschwinglichen Wohnraum an der richtigen Stelle schaffen. In beliebten Stadtteilen, die vor allem über eine vorbildliche Infrastruktur verfügen, sollte eine drei- bis fünfköpfige Familie mit einem Durchschnittseinkommen leben könne, ohne fortwährend in finanzielle Bedrängnis zu geraten. In Berlin und Hamburg wird derzeit neu gebaut, doch eingedenk der immensen Nachfrage junger Neubürger viel zu wenig und vor allem zu langsam. Zudem profitieren nur wenige Menschen von teuren Town-Houses und Lofts, die in Hamburg in der HafenCity und in Berlin im Innenstadtbereich entstehen.

Es ist ein Teufelskreis, da die Grundstücksknappheit und die hohen Baukosten immer mehr auf das besagte Milieu der oberen Mittelklasse und der Großverdiener ausgerichtet sind. Durch städtebezogene Projekte und neue Gesetzesentwürfe könnte man an diesem Umstand ändern. Eine andere Möglichkeit wäre eine Absenkung der Nachfrage, indem man für Studenten sowie Familien an anderer Stelle, beispielsweise in kleineren Städten, attraktiven Lebensraum schafft.

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