Grundlagen der Elektroinstallation – Das müssen Sie wissen

Nicht immer ist ein Fachmann nötig. Wir erklären Ihnen die Grundlagen der Elektroinstallation & was Sie bei Arbeiten in den eigenen 4 Wänden beachten müssen.

Elektroinstallation
Installationsarbeiten an der Elektrik sollten gut geplant werden (Bild: © maho - Fotolia.com)

Auch wenn Sie kein gelernter Elektriker sind, können Sie einfache Elektroinstallationen durchführen. Dafür sollten Sie jedoch über die Grundlagen der Elektroinstallation und das richtige Installationsmaterial Bescheid wissen. Die Arbeiten an Sicherungskasten und Starkstrom bleiben trotzdem dem gelernten Elektriker vorbehalten: Sicherheit geht vor.

Die Fachbegriffe

Volt (V), Watt (W) und Ampere (A) sind die drei Begriffe, die Sie unbedingt kennen sollten, wenn Sie Elektroinstallationen durchführen wollen.

  • Volt: Ist die Maßeinheit für die elektrische Spannung. Die in Wohnhäusern übliche Spannung beträgt 230 Volt
  • Watt: Ist eine Maßeinheit für elektrische Leistung und beschreibt den Verbrauch des Stroms durch die elektrischen Geräte
  • Ampere: Ist die Maßeinheit für die Stromstärke. Sie zeigt an, wie viele Elektronen durch die elektrischen Leitungen fließen

Auf die nötige Sicherheit achten

Wenn Sie Arbeiten an der Elektroinstallation durchführen, sollten Sie dringend auf Ihre Sicherheit achten: Arbeiten mit Strom kann tödliche Folgen haben. Bevor Sie mit der Arbeit an der Elektroinstallation beginnen, sollten Sie zuerst die Sicherung entfernen und mit einem Spannungsprüfer nachprüfen, dass wirklich kein Strom

mehr auf der Leitung fließt. Stellen Sie zusätzlich sicher, dass niemand die Sicherung wieder einschaltet, so lange Sie noch an der Elektroinstallation tätig sind.

Achtung: Als Heimwerker und Laie dürfen Sie nicht am Sicherungskasten selbst arbeiten. Diese Arbeiten dürfen nur von einem ausgebildeten Elektriker durchgeführt werden.

Das richtige Stromkabel wählen

Zur Elektroinstallation gehört auch das richtige Installationsmaterial. Während Flachleitungen (NYIF-J-Leitungen) nur noch selten verwendet werden, da sie etwas Übung im Nageln erfordern, werden in der Regel NYM-J-Kabel verlegt. Diese gibt es in drei unterschiedlichen Durchmessern: Haben sie einen Querschnitt von vier Millimetern, verfügen sie über fünf Adern und werden für den Anschluss vom Elektroherd oder in der Garage für den Anschluss von 400 Volt Starkstrom verwendet. Oft werden im Haus Kabel mit einem Querschnitt von 2,5 Millimetern verlegt. Diese reichen selbst für den Anschluss von Geschirrspüler und Waschmaschine aus. Wählen Sie Leitungen als Installationsmaterial mit einem Querschnitt von anderthalb Millimetern, sollten Sie diese nur dort einsetzen, wo sie wenig belastete Steckdosen oder Lampen mit Strom versorgen. Auch wenn sie günstiger sind, ist hier der Energieverlust hoch. Die Stromkabel werden meistens unter dem Putz verlegt. Dafür muss dieser mit Hammer und Meißel oder einer speziellen Fräse geschlitzt werden. Falls Sie die Elektrokabel in flexiblen Rohren verlegen, können Sie diese später einfach erneuern und austauschen.

Achtung: Auf die richtigen Farben der Kabel achten

Jedes Elektrokabel hat drei unterschiedliche Leiter: Der schwarze Leiter ist die Phase. Sie leitet den Strom. Grün/gelb sind die Schutzleiter. Die Farbe Blau hat der Nullleiter. Wenn Sie allerdings in einem alten Haus an der Elektroinstallation arbeiten, sollten Sie vorher überprüfen, welche Farben die alten Kabel haben: Manchmal haben diese andere Farben als neuere Kabel.

Installationsmaterial gibt es im Baumarkt, im Fachhandel oder Online-Shops

Für die richtige Elektroinstallation von Schaltern und Steckdosen sowie das Verlegen von Elektrokabeln gibt es Normen, die auch vom Heimwerker berücksichtigt werden müssen. Bevor Sie Kabelschlitze stemmen oder fräsen, Steckdosen, Schalter oder anderes Installationsmaterial verbauen, sollte sich ein Fachmann Ihre Planung ansehen. Die Auswahl an Installationsmaterial wie Sicherungen, Steckdosen und Schaltern ist riesig. Sie können das für Ihre Arbeiten benötigte Installationsmaterial im Baumarkt, aber auch im Fachhandel oder in einem Online-Shop wie Steckplatz.de kaufen.

Steckdosen und Lampen richtig anschließen

Die Spannung wird über die schwarze Phase des Elektrokabels geleitet und die Glühbirne bekommt ihren Strom. Der in der Glühbirne eingebaute Widerstand wandelt dann einen Teil des Stroms in Licht – und der restliche Strom fließt anschließend zum blauen Nullleiter. Für die korrekte Funktion der Steckdose ist es dagegen völlig egal, ob die Phase und der Nullleiter rechts oder links angeschlossen wird. Hier müssen Sie jedoch darauf achten, dass Sie den grün/gelben Schutzleiter korrekt anschließen. Dieser verhindert, dass Sie an der Steckdose einen Stromschlag bekommen, der im schlimmsten Fall auch tödlich enden kann.

Neuinstallationen vom Fachmann abnehmen lassen

Wenn Sie Arbeiten an der Elektroinstallation in Ihrem Haus vornehmen, sollten Sie die entsprechenden Vorschriften einhalten. So schreibt es die AVB, die Verordnung über die Allgemeinen Bedingungen für die Elektrizitätsversorgung vor. Kommt es andernfalls zu einem Schaden, muss dieser unter Umständen selbst bezahlt werden.

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