Bei Brandgefahren in der Adventszeit – zum Beispiel durch defekte Dekoartikel oder berennende Kerzen - sorgen Rauchmelder für mehr Sicherheit
Bei Brandgefahren in der Adventszeit – zum Beispiel durch defekte Dekoartikel oder berennende Kerzen - sorgen Rauchmelder für mehr Sicherheit

Wer Brandgefahren in der Adventszeit bannen und sicher durch die Vorweihnachtszeit kommen möchte, sollte Kerzen, Lichterketten und beleuchtete Dekoartikel fest im Blick haben.

Laut einer aktuellen Umfrage werden in diesem Jahr rund 16 Milliarden Lämpchen in den Haushalten in Deutschland für feierlichen Adventsglanz sorgen. Zwar setzen immer mehr Verbraucher auf effiziente LED-Technik, die zudem nicht so heiß wird und gefahrlos in der Nähe von Papier, Stoffen oder ähnlich trockenen Materialien verwendet werden kann. Doch neben der elektrischen Beleuchtung gebe es weitere Brandgefahren in der Adventszeit, warnt Johann Meints von der Initiative Elektro plus. Er hat wichtige Tipps, wie Brandgefahren in der Adventszeit ausgeschaltet werden können.

Auf geprüfte Qualität setzen

So rät die Initiative Elektro plus Verbrauchern, die sich für neue Lichterketten entscheiden, auf geprüfte Qualität zu setzen und dafür lieber auch ein paar Euro mehr auszugeben. Denn bei Billig-Produkten unbekannter Herkunft gebe es oft keine Sicherheitsüberprüfung, es drohten Schwelbrände durch überhitzte Kabel oder defekte Lampen. „Wir empfehlen, beim Kauf auf die anerkannten Prüfsiegel GS- beziehungsweise VDE-Zeichen zu achten“, sagt Johann Meints. Diese garantieren, dass die Produkte die europäischen Sicherheitsanforderungen einhalten. Weihnachtsbeleuchtung für den Einsatz im Freien sollte zudem mit dem Kennzeichen IP 44 extra ausgewiesen sein.

Wattstärke berücksichtigen

Wird die Weihnachtsbeleuchtung aus dem Vorjahr vom Dachboden oder aus dem Keller geholt, sollte diese vor der Inbetriebnahme sorgfältig auf mögliche Beschädigungen geprüft werden. Sind einzelne Leuchtmittel kaputt und müssen ausgetauscht werden, unbedingt die zugelassene Wattstärke berücksichtigen. Leistungsstärkere Leuchtmittel können schnell eine hohe Hitze entwickeln und so zu Bränden führen. Wichtig ist außerdem, dass das neue Leuchtmittel auch für die Zahl der in der Kette vorhandenen Lichter geeignet ist. Ansonsten brennt das ausgetauschte Leuchtmittel entweder sehr hell und ist schnell wieder defekt, oder es brennt zu dunkel, was optisch sehr unschön ist.

FI-Schutzschalter gegen Stromunfälle

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann es dennoch zu einem Defekt der elektrischen Adventsbeleuchtung kommen. Dann schützt ein Fehlerstrom-Schutzschalter (FI) die Bewohner vor gefährlichen Stromunfällen. Damit der Schalter im Ernstfall auch einwandfrei funktioniert, sollte seine Funktionsbereitschaft regelmäßig überprüft werden. Dazu ist das Betätigen der Prüftaste des FI-Schalters im elektrischen Verteiler ausreichend. „Ist gar kein FI-Schalter vorhanden, kann dieser vom Elektrofachmann auch noch nachträglich in den Installationsverteiler integriert werden“, erläutert Johann Meints. Eine schnelle Alternative sind transportable FI-Schutzschalter, die wie ein Adapter zwischen die Lichterkette und die Steckdose geschaltet werden.

Mit Rauchmeldern sicher durch den Advent

Auch Rauchwarnmelder können Brandgefahren in der Adventszeit bannen und für Sicherheit sorgen – egal ob Brände durch defekte Lichterdekorationen oder brennende Kerzen ausgelöst wurden. Auch hier lohnt es sich, auf Qualität zu setzen. Empfehlenswert sind Rauchwarnmelder mit „Q“-Zeichen, das in Verbindung mit dem Prüfzeichen der Prüfinstitute VdS Schadenverhütung oder dem Kriwan Testzentrum verwendet wird, so der Experte. Für optimalen Schutz sollte seinem Rat zufolge die Einsatz- und Funktionsbereitschaft je nach Herstellerangabe – mindestens aber einmal im Jahr – durch das Drücken der Prüftaste am Rauchmelder überprüft werden.

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