Trinkhalme aus Glas sind BPA-frei, hygienisch und ökologisch sinnvoll
Trinkhalme aus Glas sind BPA-frei, hygienisch und ökologisch sinnvoll

Trinkhalme aus Glas aus dem Berliner Startup HALM sind seit 2017 auf dem Markt und werden mittlerweile von mehr als 1000 Gastronomen und über 100000 Endkunden verwendet.

Die Produzenten der extrem stabilen Trinkhalme aus Glas setzen sich bewusst gegen den achtlosen Konsum von Einwegstrohhalmen ein.

EU-Kommission für Einwegplastik-Verbot

Der Plastiktrinkhalm ist nach Ansicht von Experten das Symbol für unnötigen Einmalkonsum mit drastischen ökologischen Folgen. So landet Trinkröhrchen aus Plastik im Schnitt nach rund 15 Minuten im Getränk schon im Müll und braucht bis zu 450 Jahre zur Zerkleinerung in Mikroplastik. Biologisch abgebaut ist es dann immer noch nicht. Durch 36,4 Milliarden Stück trinken die EU-Bürger pro Jahr laut der Studie von Seas at Risk. Jährlich sind 71 Plastikhalme pro EU-Bürger – vom Baby bis zum Greis. Und das obwohl viele Getränke ganz wunderbar ohne Hilfsmittel zu trinken wären. Die EU-Kommission verabschiedet deswegen Mitte April das Gesetz, demzufolge bis Mitte 2021 Plastikstrohhalme EU-weit verboten werden.

Trinkhalme aus Glas halten über 1000 Waschgänge

Sebastian Müller, Mitbegründer des Berliner Glastrinkhalm-Startup, möchte nicht bis 2021 warten und wirbt für sein Produkt: „Mittlerweile wissen wir alle, dass Plastik der Umwelt schadet.“ Für Gastronomen und Verbraucher sei es nicht schwer, jetzt schon die Gewohnheiten zu ändern. So könne der Gast im Restaurant bei der Bestellung auf Strohhalme verzichten. Müller verwies in diesem Zusammenhang auf die wiederverwendbaren Halme aus Spezialglas: „Unsere Glashalme halten locker über 1000 Waschgänge. Von der Stabilität und leichten Reinigung werden noch unsere Urenkel profitieren.“

Idee kam beim Beach-Cleanup

Die Idee für Trinkhalme aus Glas hatten Müller und seine Partnerin 2015 an einem Traumstrand in Thailand. Weil der Strand voller Plastikmüll war, organisierten sie Beach-Cleanup und sammelten binnen zwei Stunden 25 Säcke mit je 150 Liter Säcke Müll. Gefühlt sei jedes zweite Stück ein Plastiktrinkhalm gewesen, berichtet HALM-Mitbegründerin Hannah Cheney. Als sie bei einer anschließenden Recherche herausfanden, dass täglich drei Milliarden Plastikstrohhalme im Müll landen, machten sich beide an eine Lösung. Zurück in Berlin kündigten sie ihre Jobs und gründeten November 2016 HALM. Seit Juni 2017 sind die hochwertigen Trinkhalme aus Glas von HALM auf dem Markt. Mittlerweile werden sie von mehr als 1000 Gastronomen und über 100000 Endkunden verwendet.

Gesund, fair und nachhaltig

Trinkhalme aus Glas des Berliner Startup werden unter Verwendung von Solarenergie in Deutschland hergestellt. Die Verpackung stamme aus nachhaltiger Forstwirtschaft, Menschen mit Handicap des Lebenshilfewerks konfektionieren. „Wir tun alles, damit unsere Trinkhalmlösung die Nachhaltigste ist. Die Glassorte ist recyclefähig und ich habe extra mit allen Produzenten spezielle plastik- und mineralölfreie Wege entwickelt“, so Hannah Cheney. 

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  • News_Halm-Strohhalm-Glas_Startbild: © Halm