Wenn von Kettensägen die Rede ist, denken viele gleich an Baumfällarbeiten im Wald. Doch längst hat das nützliche Werkzeug Einzug in private Gärten gehalten. Hier gibt es Sägen unterschiedlichster Größen und Antriebsarten. Wir lassen je zwei Benzin-, Akku- und Elektrokettensägen gegeneinander antreten. Lesen Sie mehr in unserem Kettensägen Test 2021.

Die Testgeräte im Kettensägen Test 2021

Kabelgebundene Kettensägen:
Stihl MSE 170 C-B
Deltafox DG-ECS 2240
Kettensägen mit Akku:
Stihl MSA 120 C-B
Al-Ko CS4030
Benzin-Kettensägen:
Stihl MS 211 C-BE 30
Scheppach CSP5300

Dieser Test erschien in der Ausgabe 2/2021 der HAUS & GARTEN TEST. Dort finden Sie die Ergebnisse unseres Kettensägen-Tests mit allen technischen Details, Auswertungen und unserem Testurteil. Auch als E-Paper zum Sofort-Download!

So einfach lässt sich gar nicht ermitteln, welche nun die ideale Kettensäge ist. Für den einen zählen vor allem Kraft und eine große Schnittlänge, während der andere Wert auf sofortige Einsatzbereitschaft und ein möglichst geringes Gewicht legt. Wieder andere benutzen Kettensägen eigentlich nur zum Brennholzsägen an immer derselben Stelle. Drei völlig unterschiedliche Einsatzszenarien.

Sehr vorbildlich: Der Hersteller Deltafox legt seiner Kettensäge eine Flasche mit passendem Kettenöl für den Erstbetrieb bei
Sehr vorbildlich: Der Hersteller Deltafox legt seiner Kettensäge eine Flasche mit passendem Kettenöl für den Erstbetrieb bei

Welcher ist der ideale Antrieb für Kettensägen?

Daher richtet sich die Art des Antriebes in erster Linie nach den Aufgaben der Kettensäge, die zu erfüllen sind. Soll nur das Brennholz für den Winter immer an Ort und Stelle geschnitten werden und ist eine Steckdose in der Nähe, bieten sich Elektrokettensägen mit Netzanschluss an. Diese haben gleich mehrere Vorteile: Sie sind leise, haben dennoch ordentlich Kraft und kosten deutlich weniger als die Vertreter mit Akku- oder gar Benzinantrieb. Störend wirkt in der Regel aber das Kabel und nicht selten wird dieses beim Arbeiten sogar versehentlich zertrennt. Aus diesem Grund haben Elektrokettensägen in aller Regel nur ein kurzes Anschlusskabel und werden dann mit einer Verlängerung betrieben. Wird das Kabel einmal in Mitleidenschaft gezogen, muss nur die Verlängerung gewechselt werden. Stihl hingegen hat bei seinem Modell ein 2 Meter langes Anschlusskabel integriert. Wird dieses versehentlich beschädigt, steht ein teurer Austausch durch eine Fachwerkstatt an.

Bis auf Scheppach verfügen alle Kettensägen im Test über einen praktischen werkzeuglosen Kettenspanner
Bis auf Scheppach verfügen alle Kettensägen im Test über einen praktischen werkzeuglosen Kettenspanner

Im Test schenken sich unsere beiden Kettensäge nichts, sodass die teure Stihl und unser wirklich preiswertes Einsteigermodell von Deltafox nahezu gleichauf in der Wertung sind. Klare Kaufargumente für den preiswerten Vertreter. Dieser hat außerdem ein aus unserer Sicht sehr wichtiges Sicherheitsfeature verbaut: Wie bei allen Sägen lässt sich mit dem vorderen Hebel eine Kettensperre einstellen, um ein versehentliches Loslaufen zu vermeiden. Deltafox hat aber mit einem roten und grünen Marker sogar eine optische Kontrolle. Auffällig bei Deltafox ist auch der schnelle Kettenstop beim Abschalten des Motors und der ruckelfreie Kettenlauf beim Start des Gerätes. Übrigens laufen Elektrokettensägen dank moderner Motoren sehr ruhig und vibrationsarm. Zudem lassen sich diese wegen des immer gleichen Gewichtes im Gegensatz zu Benzinern auch gut ausbalancieren, was vor allem Deltafox erstaunlich gut umgesetzt hat.

Stihl hat zur zusätzlichen Sicherung an seiner Elektrokettensäge eine thermische Abschaltung bei Überlastung eingebaut
Stihl hat zur zusätzlichen Sicherung an seiner Elektrokettensäge eine thermische Abschaltung bei Überlastung eingebaut

Die Akkusägen im Vergleich

Im technischen Aufbau den Elektrokettensägen sehr ähnlich sind unsere Modelle mit Akku. Beide sind mit kraftvollen 36-Volt-Akkus mit 4 Amperestunden ausgestattet und lassen sich dadurch recht gut miteinander vergleichen. Mit solchen Sägen ist man deutlich flexibler als bei jenen mit Netzanschluss und kann damit auch mal an unwegsamen Stellen im Wald und am Feld sägen. Im Vergleich zu Benzin sind sie aber ebenfalls deutlich leiser. Was das Arbeitstempo angeht, sind sie allerdings den Elektrosägen etwas unterlegen. Insbesondere das Modell von Al-Ko stockte beim Stresstest am großen Stamm immer mal wieder und schaltet sich ab – vermutlich eine Art Überlastschutz. So gelingt der Sägtest bei großer Belastung nur sehr mühsam.

Bei den Benzinkettensägen muss ein Benzin-Öl-Gemisch eingefüllt werden. Einen passenden Mischbehälter liefert Scheppach gleich mit
Bei den Benzinkettensägen muss ein Benzin-Öl-Gemisch eingefüllt werden. Einen passenden Mischbehälter liefert Scheppach gleich mit

Nicht ganz so viele Probleme zeigt das Exemplar von Stihl, obgleich auch hier bei großen Stämmen die Leistungsgrenzen schon spürbar sind. Zum Baumfällen sind beide also eher nicht geeignet, schaffen aber kleinere Stämme oder das Entasten problemlos und zügig. Große Unterschiede sind in der Laufzeit festzustellen. So macht die Al-Ko bereits nach 25 Minuten (min) Feierabend, während das Modell von Stihl mit 43 min annähernd doppelt so lange arbeitet. Und das mit einem Akku, der exakt die gleichen Werte aufweist wie jener von Al-Ko. Auch beim Laden hat Stihl die Nase vorn. Dort ist der leergesaugte Akku nach 2:38 Stunden (h) wieder voll, Al-Ko brauchte dafür 3:27 h. Wie bei den Laubbläsern der Firma (Test in Ausgabe 06/2020 von HAUS & GARTENTEST) aktivierte sich auch hier im Test zweimal beim Laden der Überhitzungsschutz des Ladegerätes, was auch Ursache für die lange Ladezeit ist. Beide Akkusägen sind mit Schnittlängen von 30 Zentimetern (cm) bei Stihl und 26,5 cm bei Al-Ko übrigens eher kleine Sägen, die sich insbesondere für Rückschnittarbeiten oder das Bereiten von Feuerholz eignen.

Das Schwert von Scheppach lässt sich nur mit Werkzeug wechseln. Auch zur Einstellung der Kettenspannung benötigt man Werkzeug
Das Schwert von Scheppach lässt sich nur mit Werkzeug wechseln. Auch zur Einstellung der Kettenspannung benötigt man Werkzeug

So sägt es sich mit Verbrennungsmotor

Mit Zweitaktmotor ausgestattet, müssen unsere beiden Benzinkettensägen von Stihl und Scheppach mit Benzin-Gemisch befüllt werden. Während Stihl ein mageres 1:50-Gemisch benötigt, braucht das Scheppach-Modell ein fetteres 1:40-Gemisch. Und auch ansonsten unterscheiden sich beide Sägen teilweise doch recht deutlich voneinander. Die Säge von Stihl ist – wie alle drei Testmodelle dieses Herstellers – mit 30 cm Schnittlänge eine eher kleine Säge für kleinere Schnittarbeiten. Scheppach hingegen hat mit 47 cm Schnittlänge schon eine beachtlich große Säge im Angebot, die mit 55 Kubikzentimetern (ccm) Hubraum auch einen deutlich größeren Motor als Stihl (35,2 ccm) besitzt. Die Größe hat aber auch ihren Preis beim Komfort: Während sich die Sägekette von Stihl dank werkzeuglosem Schnellspanner einfach verstellen lässt, benötigt man bei der Scheppach entsprechendes Werkzeug. Auch die Demontage des Schwertes zum Beispiel zum Reinigen geht bei der Scheppach nur mit Werkzeug. Und im Betrieb zeigt sich Scheppach als deutlich schwerfälligeres Gerät.

Beim Härtetest müssen sich alle Kettensägen durch dickes Hartholz fressen. Hier beweisen sich gerade die Elektrokettensägen
Beim Härtetest müssen sich alle Kettensägen durch dickes Hartholz fressen. Hier beweisen sich gerade die Elektrokettensägen

Während die Motorsäge von Stihl schnell anspringt und gut ausbalanciert ist, hatten wir bei der Scheppach deutlich mehr Startschwierigkeiten. Die Kopflastigkeit der Säge von Scheppach ist aber je nach Arbeitsaufgabe gar nicht so schlecht. Allerdings vibriert die Säge sehr stark und fühlt sich insgesamt viel rauer und unhandlicher an, als das Modell von Stihl. Zudem hat unser Testexemplar von Scheppach ein Ölproblem: Eine deutliche Pfütze Kettensägenöl unter dem Gerät stört uns. Natürlich verlieren alle Modelle etwas Öl, aber in dem Maße erscheint uns das eher nicht normal. Alle Sägen im Test sind fix aufgebaut. Bis auf das Modell von Scheppach ist hierzu auch keinerlei Werkzeug erforderlich.

Kettenöl verlieren bauartbedingt alle Sägen. Bei der Benzinkettensäge von Scheppach war der Ölverlust allerdings sehr stark
Kettenöl verlieren bauartbedingt alle Sägen. Bei der Benzinkettensäge von Scheppach war der Ölverlust allerdings sehr stark

Somit wundert es auch nicht, dass die Montage dieser Säge am längsten braucht. Immerhin ist das benötigte Werkzeug im Lieferumfang enthalten und zusätzlich liegt dem Set noch eine Mischflasche für den Kraftstoff bei. Erfreulich: Deltafox legt seiner ohnehin schon preiswerten Säge gleich noch ein Fläschchen Kettenöl bei, sodass dieses zunächst nicht extra gekauft werden muss. Dank der werkzeuglosen Schwertmontage lassen sich alle Sägen bis auf die Scheppach auch recht einfach und schnell reinigen.

Eine praktische Anzeige bei der Säge von Deltafox zeigt an, ob der Kettenstopp aktiviert ist oder die Kette läuft
Eine praktische Anzeige bei der Säge von Deltafox zeigt an, ob der Kettenstopp aktiviert ist oder die Kette läuft

Welche Kettensäge passt für wen?

Insgesamt sind alle Sägen eher für kleinere Schnittarbeiten und die Brennholzherstellung geeignet. Bei geringerem Budget und vorhandener Steckdose reichen die Elektrokettensägen hierfür aus. Besonders flexibel ist man mit den Akkusägen, die aber auch deutlich teurer sind. Benzin macht aus unserer Sicht nur Sinn, wenn oft und viel damit gearbeitet wird. Denn diese sind laut, haben einen höheren Wartungsaufwand und sind ergonomisch den Akkusägen vor allem durch das deutlich höhere Gewicht unterlegen. 

Dieser Test erschien in der Ausgabe 2/2021 der HAUS & GARTEN TEST. Dort finden Sie die Ergebnisse unseres Kettensägen-Tests mit allen technischen Details, Auswertungen und unserem Testurteil. Auch als E-Paper zum Sofort-Download!

Testverfahren Kabelgebundene Kettensägen
Funktion: Im Praxistest wird von einer Gruppe geschulter Probanden Holz in verschiedenen Stärken und Härtegraden gesägt. Die Schnittleistung gibt an, ob die Testkandidaten Holz mit durchschnittlicher und maximaler Dicke nach Herstellerangabe bewältigen können und inwieweit die Härtetesthölzer problemlos gesägt werden können. Kraftaufwand und Arbeitsgeschwindigkeit werden dabei ebenfalls bewertet. Die Note 1 wird nur vergeben, wenn ein zügiges, ruckelfreies Arbeiten bei den für die jeweiligen Geräteklassen vorgesehenen Aufgabenbereichen möglich ist.
Handhabung: Die Probanden prüfen und bewerten unter dem Punkt Bedienfreundlichkeit die generelle Handhabung der Geräte (inkl. Handlichkeit, Balance, Vibration, Grip und Einfluss des Gewichts) sowie die Funktionalität, Gängigkeit und Ergonomie sämtlicher Bedienelemente. Das Betriebsgeräusch wird praxisnah im Labor aus einem Abstand von 50 cm ermittelt und vergleichend bewertet. Bei der Reinigung/Pflege werden Modularität und Zugänglichkeit der verschmutzten Teile bewertet insbesondere auch die Reinigung und Pflege des Schwertes samt Kette (Kettenspannung, -ölung und -wechsel). Die Bedienungsanleitung wird einerseits auf die gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheits-, Warn- und Entsorgungshinweise untersucht sowie anhand ihrer Qualität (Bilder, Struktur, Schriftgröße, technische Spezifikationen, Anwendungs- und Pflegetipps) bewertet.
Verarbeitung: Bewertet werden die allgemeine Wertigkeit der verwendeten Materialien, das Nicht- bzw. Vorhandensein von Graten und scharfen Kanten sowie eventuellen Klemmstellen und die Größe von Spalten und Ritzen, zudem die Passgenauigkeit aller modularen Teile.
Ökologie: Der Energieverbrauch wird während der Testläufe ermittelt und vergleichend bewertet.
Sicherheit: Die Sicherheit und Unversehrtheit des Nutzers stehen hier im Fokus. Geprüft und bewertet wird, wie gut das Gerät und die Bedienungsanleitung verhindern können, dass dem Nutzer durch Klemmen, Schneiden oder dergleichen Schäden entstehen. Besonderes Augenmerk wird hier auf das Vorhandensein von Sicherheitseinrichtungen, wie Handschutz, Gashebelsperre, Kettenbremse und Krallenanschlag, gelegt.
 
Testverfahren Akku-Kettensägen
Funktion: Im Praxistest wird von einer Gruppe geschulter Probanden Holz in verschiedenen Stärken und Härtegraden gesägt. Die Schnittleistung gibt an, ob die Testkandidaten Holz mit durchschnittlicher und maximaler Dicke nach Herstellerangabe bewältigen können und inwieweit die Härtetesthölzer problemlos gesägt werden können. Kraftaufwand und Arbeitsgeschwindigkeit werden dabei ebenfalls bewertet. Die Note 1 wird nur vergeben, wenn ein zügiges, ruckelfreies Arbeiten bei den für die jeweiligen Geräteklassen vorgesehenen Aufgabenbereichen möglich ist. Die Betriebsdauer bei den Akkusägen wird jeweils in zwei Durchgängen im Dauerbetrieb auf der höchsten Leistungsstufe (ohne Belastung) ermittelt und vergleichend bewertet.
Handhabung: Die Probanden prüfen und bewerten unter dem Punkt Bedienfreundlichkeit die generelle Handhabung der Geräte (inkl. Handlichkeit, Balance, Vibration, Grip und Einfluss des Gewichts) sowie die Funktionalität, Gängigkeit und Ergonomie sämtlicher Bedienelemente. Das Betriebsgeräusch wird praxisnah im Labor aus einem Abstand von 50 cm ermittelt und vergleichend bewertet. Bei der Reinigung/Pflege werden Modularität und Zugänglichkeit der verschmutzten Teile bewertet insbesondere auch die Reinigung und Pflege des Schwertes samt Kette (Kettenspannung, -ölung und -wechsel). Die Bedienungsanleitung wird einerseits auf die gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheits-, Warn- und Entsorgungshinweise (spez. für die Akkus) untersucht sowie anhand ihrer Qualität (Bilder, Struktur, Schriftgröße, technische Spezifikationen, Anwendungs- und Pflegetipps) bewertet. Für die akkubetriebenen Geräte wird zusätzlich die Akkuladeeffizienz bewertet. Diese ergibt sich aus der Relation von Betriebs- und Ladezeit, aufgrund der Ladestrombegrenzung bei NiMH-Zellen wird die Note bei 4,4 gedeckelt.
Verarbeitung: Bewertet werden die allgemeine Wertigkeit der verwendeten Materialien, das Nicht- bzw. Vorhandensein von Graten und scharfen Kanten sowie eventuellen Klemmstellen und die Größe von Spalten und Ritzen, zudem die Passgenauigkeit aller modularen Teile.
Ökologie: Der Energieverbrauch wird während der Testläufe ermittelt und vergleichend bewertet. ei den akkubetriebenen Geräten ergibt sich die Note aus dem Wirkungsgrad des Ladevorgangs, gemittelt über zwei Ladezyklen aus leerem Akkuzustand.
Sicherheit: Die Sicherheit und Unversehrtheit des Nutzers stehen hier im Fokus. Geprüft und bewertet wird, wie gut das Gerät und die Bedienungsanleitung verhindern können, dass dem Nutzer durch Klemmen, Schneiden oder dergleichen Schäden entstehen. Besonderes Augenmerk wird hier auf das Vorhandensein von Sicherheitseinrichtungen, wie Handschutz, Gashebelsperre, Kettenbremse und Krallenanschlag, gelegt.
 
Testverfahren Benzin-Kettensägen
Funktion: Im Praxistest wird von einer Gruppe geschulter Probanden Holz in verschiedenen Stärken und Härtegraden gesägt. Die Schnittleistung gibt an, ob die Testkandidaten Holz mit durchschnittlicher und maximaler Dicke nach Herstellerangabe bewältigen können und inwieweit die Härtetesthölzer problemlos gesägt werden können. Kraftaufwand und Arbeitsgeschwindigkeit werden dabei ebenfalls bewertet. Die Note 1 wird nur vergeben, wenn ein zügiges, ruckelfreies Arbeiten bei den für die jeweiligen Geräteklassen vorgesehenen Aufgabenbereichen möglich ist. Die Betriebsdauer bei den Benzinsägen wird jeweils in zwei Durchgängen im Dauerbetrieb auf der höchsten Leistungsstufe (ohne Belastung) ermittelt und vergleichend bewertet.
Handhabung: Die Probanden prüfen und bewerten unter dem Punkt Bedienfreundlichkeit die generelle Handhabung der Geräte (inkl. Handlichkeit, Balance, Vibration, Grip und Einfluss des Gewichts) sowie die Funktionalität, Gängigkeit und Ergonomie sämtlicher Bedienelemente. Das Betriebsgeräusch wird praxisnah im Labor aus einem Abstand von 50 cm ermittelt und vergleichend bewertet. Bei der Reinigung/Pflege werden Modularität und Zugänglichkeit der verschmutzten Teile bewertet insbesondere auch die Reinigung und Pflege des Schwertes samt Kette (Kettenspannung, -ölung und -wechsel). Die Bedienungsanleitung wird einerseits auf die gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheits-, Warn- und Entsorgungshinweise untersucht sowie anhand ihrer Qualität (Bilder, Struktur, Schriftgröße, technische Spezifikationen, Anwendungs- und Pflegetipps) bewertet. Bei den benzinbetriebenen Geräten wird ebenfalls die Betankung bewertet – der Einfüllstutzen und die Einfachheit des Einfüllens des Kraftstoffs ohne Kleckern sind hier die zentralen Bewertungsfaktoren.
Verarbeitung: Bewertet werden die allgemeine Wertigkeit der verwendeten Materialien, das Nicht- bzw. Vorhandensein von Graten und scharfen Kanten sowie eventuellen Klemmstellen und die Größe von Spalten und Ritzen, zudem die Passgenauigkeit aller modularen Teile.
Ökologie: Der Energieverbrauch wird während der Testläufe ermittelt und vergleichend bewertet.
Sicherheit: Die Sicherheit und Unversehrtheit des Nutzers stehen hier im Fokus. Geprüft und bewertet wird, wie gut das Gerät und die Bedienungsanleitung verhindern können, dass dem Nutzer durch Klemmen, Schneiden oder dergleichen Schäden entstehen. Besonderes Augenmerk wird hier auf das Vorhandensein von Sicherheitseinrichtungen, wie Handschutz, Gashebelsperre, Kettenbremse und Krallenanschlag, gelegt.
 

Autor: Mike Bauerfeind

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