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Sie sind nützliche Helfer im Haushalt und haben das Saugen am Küchentisch revolutioniert: Die Rede ist von Handstaubsaugern zum Saugen zwischendurch. Viele Hersteller haben diese Geräte inzwischen im Angebot und beeindrucken mit mehr oder weniger überzeugenden Leistungen. Zwei können sogar Flüssigkeiten saugen. Lesen Sie mehr in unserem Akku-Handstaubsauger Test 2021.

Die Testgeräte im Akku-Handstaubsauger Test 2021

Akku-Handstaubsauger:
AEG HX6-30STM
Eta ETA544290000 Verto Li-Ion
Severin HV 7146
Xiaomi Mi Vacuum Cleaner Mini
Philips Minivac FC6148/01
Fakir Premium AS 1110 LT
Koenic KVR 7221

Dieser Test erschien in der Ausgabe 5/2021 der HAUS & GARTEN TEST. Dort finden Sie die Ergebnisse unseres Akku-Handstaubsauger-Tests mit allen technischen Details, Auswertungen und unserem Testurteil. Auch als E-Paper zum Sofort-Download!

Wir haben diesmal sieben kompakte Akku-Handstaubsauger unter die Lupe genommen. Alle Geräte funktionieren mit Akku und kommen ohne Staubbeutel aus. Das ist praktisch und gut für die Umwelt. Selbstverständlich können die kleinen Helfer keinen herkömmlichen Staubsauger ersetzen und sind eher für das Saugen zwischendurch.Wie bei den großen Akku-Stielsaugern funktionieren auch die Handstaubsauger nach dem Zyklon-Prinzip: Ein kräftiger Elektromotor sorgt für eine Verwirbelung im Staubbehälter und erzeugt damit ein Vakuum. Dieses wiederum zieht Schmutz und Staubpartikel an und hält sie bis zur Leerung im Behälter – ähnlich wie in einem Staubbeutel. Der Vorteil liegt auf der Hand: Gerade bei den kleinen Handstaubsaugern wäre der ständige Wechsel kleiner Filterbeutel umständlich und aufwendig. Allerdings hat diese Methode auch ein paar Nachteile: Die Sauger sind verhältnismäßig laut und bedingt durch das Ansaugprinzip kann eine große Feinstaubbelastung entstehen. Zum Glück wird der Austritt von Staub durch Filterung wirksam unterbunden.

Typisch Handstaubsauger: Die Krümel vom Frühstückstisch lassen sich mit diesen Geräten problemlos und schnell beseitigen
Typisch Handstaubsauger: Die Krümel vom Frühstückstisch lassen sich mit diesen Geräten problemlos und schnell beseitigen

Handsauger im Akkubetrieb

Alle Geräte funktionieren mit eingebautem Akku, der allerdings in aller Regel nicht ohne Weiteres wechselbar ist. Nachgeladen wird in der beiliegenden Ladestation, die immer auch gleichzeitig eine Halterung für den Staubsauger darstellt, oder mittels anzuschließendem Netzteil. Bequemer und praktischer ist natürlich eine Ladestation. Eine kleine Ausnahme bildet der Minisauger von Koenic: Zwar liegt hier ein (USB-)Ladekabel bei, nicht jedoch das erforderliche Steckernetzteil. Das muss sich der Nutzer von einem Smartphone oder anderem passenden Gerät ausleihen. Zwar dürfte ein solches Netzteil in den meisten Haushalten vorhanden sein, dennoch monieren wir das an dieser Stelle schon etwas, weil dies einfach ungewöhnlich bei diesem Gerätetyp ist.

Das Gerät von Severin wird mit einer kleinen elektrischen Turbobürste geliefert. Im Test konnte diese aber nicht so überzeugen
Das Gerät von Severin wird mit einer kleinen elektrischen Turbobürste geliefert. Im Test konnte diese aber nicht so überzeugen

Wie sind Akku-Handstaubsauger aufgebaut?

Akku-Handstaubsauger sind die älteren Vertreter der Akkusauger. Da hier keine so hohe Saugleistung erforderlich ist, entstanden diese vor der Entwicklung leistungsfähiger Akku-Stielsauger. Ausgestattet mit einem Henkel, erlauben sie das schnelle Saugen bei kleineren Verschmutzungen auf dem Küchentisch, Möbel oder – eingeschränkt auf zwei Geräte im Test – auch von verschütteten Flüssigkeiten. Je nach Leistung kann damit aber auch schonmal schnell das Auto innen ausgesaugt werden. Während der Hauptteil der Geräte in typischer Größe mit Henkel daherkommen, tanzen die Sauger von Fakir, Koenic und Xiaomi etwas aus der Reihe. Sie sind ausgesprochen kompakt gebaut und erinnern eher an Haarglätter oder -trockner. Entsprechend klein ist auch der Schmutzbehälter – nicht unbedingt aber die Leistung. So beeindruckt vor allem der kleinste Sauger von Xiaomi mit einer sehr guten Saugleistung im Verhältnis zur Größe. Allerdings: Diese kleinsten Vertreter sind eher zur Säuberung von Tastaturen, Fernbedienungen oder dem Küchentisch geeignet. Ein Auto auszusaugen, würde hingegen eher zur Qual – nicht nur wegen der geringen Akkulaufzeiten.

Besonders praktisch haben einige Hersteller die Halterungen mit Ladestation und Lagerplatz für Zusatzdüsen konzipiert
Besonders praktisch haben einige Hersteller die Halterungen mit Ladestation und Lagerplatz für Zusatzdüsen konzipiert

Zubehör

Geliefert werden die Handstaubsauger mit überschaubarem Zubehör. In der Regel mit dabei ist in jedem Fall eine Fugendüse sowie ein Bürstenaufsatz. Einen Schritt weiter geht nur Severin. Hier liegt eine kleine elektrische Turbobürste für Polstermöbel und Tierhaare bei. Eigentlich eine coole Idee. Leider kann dieses zusätzliche Utensil im Test nicht so überzeugen. Zwar dreht sich die Bürste in der Düse und es gibt sogar eine LED-Beleuchtung, die Saugstärke des Gerätes reicht allerdings im Test nicht aus, um damit wirklich effektiv Möbel oder andere Gegenstände abzusaugen. Interessant ist übrigens auch der Ansatz von AEG. Der Sauger verfügt über kleine Räder und lässt sich damit gelenkschonend über Tisch oder Couch schieben. Ein kleines und praktisches Feature zur Entlastung bei der Reinigung.

Alle Geräte sind mit Filtersystemen ausgestattet, um die Feinstaubbelastung zu reduzieren. Diese müssen regelmäßig gereinigt werden
Alle Geräte sind mit Filtersystemen ausgestattet, um die Feinstaubbelastung zu reduzieren. Diese müssen regelmäßig gereinigt werden

Welcher Akku-Handstaubsauger überzeugt?

Grundsätzlich sind moderne Handsauger ihren Aufgaben gut gewachsen und kommen mit ordentlichen Saugleistung daher. Krümel von Tisch oder Teppich saugen sie alle ohne Probleme auf. Im Detail unterscheiden sich die Geräte dabei eher durch kleine Extras wie eine Ladekontrollanzeige, mehreren Leistungsstufen oder die Größe des Staubbehälters. Letztere nimmt mit der Größe der Geräte ab. Während die klassischen Vertreter, wie die Sauger von AEG, Eta, Philips und Severin im Schnitt 500 Milliliter (ml) Schmutz sammeln können, sind es bei den Minisaugern nur zwischen 100 und 150 ml. Da ist ein häufiges Ausleeren unvermeidlich. Apropos Ausleeren: Das ist bei einigen Saugern doch etwas umständlich. Denn zum Auskippen des Staubbehälters muss zunächst bei einigen erst der Filter entnommen werden. Ansonsten aber funktionierten alle Sauger im Test einwandfrei und zuverlässig.

Die besonders kompakten Minisauger eignen sich eher für kleine zu reinigende Flächen wie Tastaturen oder Fernbedienungen
Die besonders kompakten Minisauger eignen sich eher für kleine zu reinigende Flächen wie Tastaturen oder Fernbedienungen

Eine wichtige Kenngröße ist natürlich auch die Akkulaufzeit. Die Spanne reicht hier von 9 bis 36 Minuten (min). Erstaunlich: Gerade die kleinen Sauger haben trotz entsprechend kleinem Motor die kürzere Laufzeit. Am längsten hält hier der Koenic mit 14 min, im Gegensatz zu Fakir und Xiaomi mit jeweils 9 min. Bei den größeren „Henkelmännern“ sind es immerhin 12 min beim Philips, 16 min bei AEG und Eta sowie unschlagbare 36 min beim Severin. Besonders schnell wieder aufgeladen sind hingegen die kleinen Sauger. Hier sticht der Xiaomi mit nur 3 Stunden (h) hervor. Am längsten Nachtankzeit an der Steckdose genehmigt sich dagegen der Philips mit 5 h Ladezeit.

Können Akku-Sauger Flüssigkeiten aufsaugen?

Zwei Vertreter des Testfeldes – die Sauger von Eta und Severin – sind kombinierte Nass- und Trockensauger. Das ist tatsächlich ein sehr praktisches Feature im Haushalt, denn schnell ist mal ein Schluck Milch oder Kaffee auf dem Tisch oder Boden verschüttet. Mit diesen beiden Handsaugern ist das Malheur dann schnell bereinigt. Große Mengen lassen sich freilich nicht aufsaugen, die Spanne reicht von 120 ml (Eta) bis 150 ml (Severin).

Nicht so überzeugend: Statt im Staubbehälter zu landen, hängen die Tierhaare nur an der Polsterdüse fest (Fakir)
Nicht so überzeugend: Statt im Staubbehälter zu landen, hängen die Tierhaare nur an der Polsterdüse fest (Fakir)

Akku-Handstaubsauger richtig reinigen

Auch die Sauger selbst müssen regelmäßig von Staub befreit werden. Das gilt vor allem für die Filter im Staubbehälter, die sich recht schnell mit Feinstaub zusetzen. Bei kleineren Verschmutzungen reicht einfaches Ausklopfen (wegen der Staubbelastung besser im Freien) oder Aussaugen mit einem größeren Staubsauger. Sind die Filter hartnäckiger verschmutzt, so lassen sie sich zumeist auch mit Wasser gründlich ausspülen. Wichtig ist, dass diese danach ausgiebig getrocknet werden, bevor sie wieder zum Einsatz kommen. Auch ein kompletter Austausch nach einer gewissen Zeit an Betriebsstunden ist erforderlich.

Welcher Akku-Handstaubsauger ist der beste?

Alle Sauger im Test verrichten ihren Dienst zuverlässig. Zwei Geräte saugen sogar Flüssigkeiten auf. Die drei Minisauger sind eher für kleiner Reinigungsaufgaben sowie zur gründlichen Reinigung von Tastatur, Fernbedienung und Co. geeignet und nur eingeschränkt für größere Flächen.

Dieser Test erschien in der Ausgabe 5/2021 der HAUS & GARTEN TEST. Dort finden Sie die Ergebnisse unseres Akku-Handstaubsauger-Tests mit allen technischen Details, Auswertungen und unserem Testurteil. Auch als E-Paper zum Sofort-Download!

Testverfahren
Funktion: Für die Grobpartikelaufnahme werden Partikel verschiedener Größen aufgesaugt. Selbige Reinigungsflächen kommen auch bei der Staubaufnahme zum Einsatz, die Partikelgrößen des Mineralstaubs betragen hier 0,05 bis 0,4 mm. Bei der Faseraufnahme werden Tierhaare auf Textilflächen appliziert aufgesaugt. Die Betriebsdauer ergibt sich aus der Mittlung zweier Durchgänge im Dauerbetrieb auf der höchsten Leistungsstufe inklusive ggf. vorhandenen, elektrisch betriebenen Zubehörs.
Handhabung: Eine Gruppe geschulter Probanden überprüft und bewertet für die Bedienfreundlichkeit die Funktionalität, Gängigkeit und Ergonomie sämtlicher Bedienelemente, ebenso die allgemeine Handlichkeit. Bei der Reinigung wird die Modularität der Reinigung der verschmutzenden Teile bewertet. Die Bedienungsanleitung wird untersuchtun und anhand ihrer Qualität bewertet.
Verarbeitung: Bewertet werden die allgemeine Wertigkeit der verwendeten Materialien, das Nicht- bzw. Vorhandensein von Graten.
Ökologie: Dieser Wert ergibt sich aus dem Verhältnis von aufgeladener Energiemenge und der damit erreichten Laufzeit. Die Saugleistung wurde mit einem Präzisionsdrucksensor und einem Strömungsmesser ermittelt. Zusätzlich fließt die ökologische Bewertung der Verpackungsmaterialien in die Benotung ein.
Sicherheit: Die Sicherheit und Unversehrtheit des Nutzers stehen hier im Fokus. Bewertet wird, wie gut verhindert wird, dass dem Nutzer bei Montage, Demontage und Betrieb Schäden entstehen.
 

Autor: Mike Bauerfeind

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Bildquelle:

  • Akku Handstaubsauger Test 2021: © Auerbach Verlag, Aleksandr/stock.adobe.com