Besser als sein Ruf: Leitungswasser hat „sehr gute“ Qualität

Leitungswasser ist sehr viel besser als sein Ruf. Mit Kohlensäure versetzt wird es zum adäquaten Ersatz für Mineralwasser. Und wer sich beim Trinken von Leitungswasser um Mangel an Mineralstoffen sorgt, liegt falsch. Schließlich nimmt man einen Großteil an notwendigen Mineralstoffen so oder so über die tägliche, ausgewogene Ernährung zu sich.

„Wasser ist der Ursprung von allem“, das wusste bereits vor 600 Jahren Thales von Milet, ein griechischer Philosoph und Mathematiker. Tatsächlich ist es so, dass kein Lebewesen ohne Wasser auskommt. Ob hierzulande Wasser ohne Einschränkungen aus dem Wasserhahn getrunken werden kann, hinterfragen jedoch noch immer viele Menschen. Immerhin: fast die Hälfte (47 Prozent) der in einer forsa-Studie befragten Wassertrinker beurteilen die Qualität ihres Leitungswassers als sehr gut, weitere 43 Prozent schätzen sie als eher gut ein. Sechs Prozent bewerten die Qualität des kühlen Nass‘ jedoch als eher, bzw. sehr schlecht.

Dabei ist die Frage nach der Qualität schlicht wie einfach zu beantworten mit „Sehr gut!“. Leitungswasser ist ein regionales Lebensmittel und wird überwiegend in circa 50 bis 200 Metern Tiefe gewonnen. Es besteht also hauptsächlich aus Grund- und Quellwasser und ist durch natürliche Filter wie Sand und Gesteinsschichten vor Verunreinigungen geschützt. Ein Großteil des Wassers muss noch nicht einmal aufbereitet werden. Dennoch wird es mehrmals täglich streng kontrolliert und überwacht. Von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) und dem Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) wird es ausdrücklich als „guter Durstlöscher“ empfohlen.

Wer also keine Wasserkisten schleppen möchte, kann getrost darauf verzichten. Eine große Mehrheit der Wassertrinker, die bereits Leitungswasser trinken, findet es laut der forsa-Umfrage praktisch (80 Prozent). 47 Prozent beurteilen es als kostengünstig, jeder Dritte (33 Prozent) nutzt Leitungswasser, weil es gesund ist und jeder Vierte, weil es die Umwelt schont.

Wassersprudler, zum Beispiel vom Marktführer SodaStream, ermöglichen ganz bequem auf Knopfdruck, das Leitungswasser mit natürlicher Kohlensäure zu versetzen – je nach Geschmack mit mal mehr und mal weniger Intensität. Für Abwechslung im Wasserglas und auch für einen Anreiz mehr zu trinken, sorgen dabei zahlreiche Sirups. SodaStream bietet inzwischen über 40 verschiedene Sorten, auch in zuckerreduzierten, zuckerfreien und BIO-Qualitäten, die im Handel oder auch bequem online geordert werden können.

 

Mineralwässer werden häufig mit den natürlichen Bestandteilen Magnesium und Kalzium beworben. Allerdings gibt es nach EU-Recht keinen vorgeschriebenen Mindestgehalt solcher Mineralstoffe mehr. Auch die mineralstoffärmsten Wässer dürfen sich als Mineralwasser bezeichnen. Heute weiß man jedoch, dass vielerorts mehr Mineralstoffe aus dem Hahn fließen, als aus gekauften Glas- und PET-Flaschen. Als Faustregel gilt: Je härter das Leitungswasser, desto mehr Kalzium und Magnesium sind darin enthalten. Wasserversorgungsunternehmen geben dazu Auskunft.