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Abseits von Holzkohle und Strom wird der gehegte Traum vom schnellen und sauberen Grillen wahr: Der Betrieb mit Gas steht für besonders schnelle Aufheizzeiten – und das ganz ohne Rauch oder Qualm. Neben den fünf klassischen Grillstationen finden sich auch zwei Exoten im Test. Worin liegen die Besonderheiten? Lesen Sie mehr in unserem Gasgrill Test 2021.

Die Testgeräte im Gasgrill Test 2021

Gasgrills (Grillstationen):
Campingaz Series 3 Premium 37390
Maxxus BBQ Genius
Cadac Citi Chef 50
Maxxus BBQ Chief 6.0
Landmann Triton Maxx 4.1
Gasgrills (Camping):
Vennskap Skotti
Gasgrills (Pizzaöfen):
Millarco Cozze Pizza-Gas-Ofen 90348

Dieser Test erschien in der Ausgabe 4/2021 der HAUS & GARTEN TEST. Dort finden Sie die Ergebnisse unseres Gasgrill-Tests mit allen technischen Details, Auswertungen und unserem Testurteil. Auch als E-Paper zum Sofort-Download!

Brennbare Gase sind potente Energieträger, mit denen sich Grills besonders effizient und gezielt betreiben lassen. Der Vorteil: Nach dem Entzünden lässt sich die höchste Energieleistung sofort abrufen, was zu einem besonders schnellen Aufheizen führt. Ein langatmiges Durchglühen von Holzkohle entfällt. Nach kurzer Zeit ist der Innenraum der Gasgrills auf die gewünschte Temperatur gebracht, und das besonders zielsicher: Während beim klassischen Kohlefeuer die Leistung nur über die Luftzufuhr reguliert werden kann führt man beim Gasgrill das Brennmaterial in der gewünschten Menge zu – und hat somit die direkte Kontrolle. Ambitionierte Köche und Griller wissen dies zu schätzen, da sie unterschiedliche Gartemperaturen und -zeiten ideal überwachen können.

Dieser Innenraum des Gasgrills aus Edelstahl (Maxxus Genius) kann in Einzelteilen entnommen und somit besonders leicht gereinigt werden
Dieser Innenraum des Gasgrills aus Edelstahl (Maxxus Genius) kann in Einzelteilen entnommen und somit besonders leicht gereinigt werden

Sicherheit beim Gasgrill

Selbstverständlich darf der Sicherheitsaspekt nicht vernachlässigt werden und ein bewusstes Maß an Respekt sollte dem Umgang mit den Gasflaschen entgegengebracht werden. Um die Anschlussgewinde zu schonen, muss daran gedacht werden, dass diese mit Linksgewinde ausgestattet sind. Sie werden also, im Gegensatz zur gewohnten Drehrichtung von Glühbirnen oder Flaschenverschlüssen, nicht rechts herum, sondern entgegengesetzt festgedreht. Ist dies erfolgt, empfehlen alle Hersteller eine Dichtigkeitsprüfung mit Seifenwasser. Auftretende Blasen zeigen dann ausströmendes Gas an, sodass der Anschluss erneut überprüft wird. Laut Richtlinie dürfen die Gasflaschen während des Grillens übrigens nicht im Innenraum der Geräte verbleiben, sondern müssen abseits gestellt werden. Dafür bieten die Hersteller in den Wandungen jeweils eine Möglichkeit zum Durchführen des Schlauches. Zur Lagerung findet in jedem Grill auch die Gasflasche ihren Platz, sodass beides nicht separat gehandhabt werden muss. Beim Grill von Cadac ist das ebenfalls der Fall, hier kann die Flasche jedoch fertig angeschlossen aus dem Innenraum gehoben und daneben gestellt werden – ganz ohne das An- und Abschließen des Gasschlauches. Dazu wird schlicht die Rückwand abgenommen und man erhält Zugriff zum Innenraum.

Der Genius von Maxxus bietet einen Hochtemperatur-Keramikbrenner, mit dem das Fleisch am Grillspieß knusprig gelingen soll
Der Genius von Maxxus bietet einen Hochtemperatur-Keramikbrenner, mit dem das Fleisch am Grillspieß knusprig gelingen soll

Gasgrills im Praxistest

Mit einem Feuerzeug oder Streichhölzern muss sich niemand herumschlagen. Alle Grills bieten eine elektrische oder Piezozündung an. Bei den elektrischen wird eine AA-Batterie benötigt, die für die nötige Spannung sorgt. Die Piezozündung erzeugt durch die mechanische Arbeit beim Drehen des Reglers einen Funken, der beim Aufdrehen des Gasflusses erzeugt wird und diesen unmittelbar entzündet. Die Regler aller Hersteller sind groß sowie griffig und regulieren den Fluss etwa über einen Viertelkreis hinweg. Es muss also nicht aus vollem Arm gedreht werden, vielmehr reichen kleine Handbewegungen, um die Flamme einzustellen. Ein weiterer großer Vorteil von Gasgrills ist die Möglichkeit, mehrere Temperaturzonen zu erzeugen und verschiedenem Grillgut unterschiedlich stark einzuheizen. Grills mit mindestens zwei Brennern bieten diesen Vorteil, der Citi Chef 50 von Cadac ist die einzige Station im Test mit nur einem. Diesen Anspruch erhebt der Grill jedoch auch nicht, vielmehr lassen Design und Aufmachung den Schluss zu, dass mit dem Cadac ein gekonnter Ersatz für den klassischen Holzkohlegrill geboten werden soll.

Eine Durchführung für den Gasschlauch ist nötig, um die Gasflasche während des Betriebes nicht im Innenraum zu halten
Eine Durchführung für den Gasschlauch ist nötig, um die Gasflasche während des Betriebes nicht im Innenraum zu halten

Wieviel Platz bieten die Grills?

Alle anderen Stationen bieten mindestens drei Brenner im Haupt-Garraum (Campingaz, Maxxus Chief 6.0), vier (Landmann) oder gar ganze sechs Stück (Maxxus Genius). Beide Maxxus bieten darüber hinaus einen weiteren Brenner, der als Seitenkocher dient und auf dem, unabhängig vom Garraum, Töpfe oder Pfannen erhitzt werden können. Der zusätzliche Brenner beim Landmann ist ein Hochtemperaturbrenner, mit dem besonders scharf angebraten werden kann. Als Highlight bietet der große Maxxus ebenfalls einen Keramik-Hochtemperaturbrenner sowie einen elektrisch betriebenen Drehspieß. Mit dieser Kombination sollen sich entsprechende Fleischgerichte knusprig, in hoher Qualität zubereiten lassen. Das Einrichten und Inbetriebnehmen erfolgt im Test problemlos und zeigt sich durchdacht.

Der einzige Grill mit Sichtfenster (Maxxus Chief 6.0) bietet ständig die Möglichkeit, das Grillgut im Auge zu behalten
Der einzige Grill mit Sichtfenster (Maxxus Chief 6.0) bietet ständig die Möglichkeit, das Grillgut im Auge zu behalten

Reinigung der Gasgrills

Da sich beim Grillen das Abtropfen von Fleischsäften, Fett und weiteren Bestandteilen nicht vermeiden lässt, kommt es unweigerlich zu einer gewissen Verschmutzung des Innenraums. Um dies bestmöglich zu reduzieren bieten alle Hersteller gleichermaßen einen Tropffang in unterschiedlichen Ausmaßen.

Beim Maxxus Chief 6.0, dem Landmann und dem Campingaz ist jeweils ein vollflächiges Blech vorhanden, dass auch größere Mengen in einem Punkt konzentriert und dort in einem separat entnehmbaren Behälter sammelt. Beim Cadac ist ein untergeschraubter Behälter das Mittel der Wahl, im Brennraum sorgt ein nahtloser Boden für eine leichte Reinigung: Dieser kann sauber ausgewischt werden. Der große Maxxus agiert ähnlich, auch hier werden Säfte zentral gesammelt. Darüber hinaus kann bei diesem Modell praktisch der gesamte Innenraum aus Edelstahl in Einzelteilen entnommen und somit außerhalb des Grills gereinigt werden. Die Brenner selbst werden bei allen Modellen von oben durch Bleche geschützt, sodass sie im regulären Betrieb nichts verschmutzen können sollte.

Der Tropffang lässt sich bei zwei Gasgrills nach hinten (Chief 6.0, Triton) und beim Campingaz nach vorn ausziehen
Der Tropffang lässt sich bei zwei Gasgrills nach hinten (Chief 6.0, Triton) und beim Campingaz nach vorn ausziehen

Sondermodelle für jeden Einsatz

Der Maxxus Chief 6.0, der Campingaz und der Landmann bieten im Grillrost einen runden Ausschnitt, der durch praktisches Zubehör ersetzt werden kann. Neben speziellen Pfannen und anderen Einsätzen kann hier auch ein Pizzastein eingesetzt und durch die Gasflamme befeuert werden. Wer diesen Umweg nicht gehen möchte und einen Pizzaofen will, kann seine Grillausstattung mit dem Cozze von Millarco ergänzen: Dieser Ofen bietet entsprechend alle Vorzüge des Gasgrillens, nur eben speziell für Pizza. Nach kurzer Aufheizzeit herrschen im Innenraum die konstant hohen Temperaturen, die für eine waschechte Pizza benötigt werden. Der Pizzastein misst 34 mal 34 Zentimeter und nimmt somit auch größere Zubereitungen gekonnt auf. 

Der kompakte Skotti kann in der handlichen Tasche getragen werden und entfaltet sich zu einem cleveren Grill
Der kompakte Skotti kann in der handlichen Tasche getragen werden und entfaltet sich zu einem cleveren Grill

Unser Fazit im Gasgrill-Test

Für viel Spaß sorgt auch das Grillen abseits der heimischen Terrasse: Wer dazu keinen voluminösen Gasgrills transportieren und ebenfalls auf Holzkohle verzichten möchte, ist mit dem Skotti gut beraten. Dieser kompakte Grill kommt in einer flachen Tasche daher und wird vor Ort aufgebaut. Mit wenigen Handgriffen fügen sich die massiven Bauteile aus Edelstahl zu einem schicken Grill im Miniformat zusammen. Die aus dem Campingbereich bekannten, kleinen Gasflaschen entlocken dem Skotti eine Wärmeleistung von 2,5 Kilowatt und sorgen somit für Grillspaß. Alle Bauteile zeigen sich perfekt verarbeitet, das System wirkt durchdacht. Der Reinigung zuträglich ist die unerreicht hohe Modularität und das hochwertige Material. Hier bleiben keine Wünsche offen. Der Test zeigt: Der Markt bietet für unterschiedlichste Ansprüche das richtige Modell und einer spaßigen Grillsaison steht nichts im Wege. 

Dieser Test erschien in der Ausgabe 4/2021 der HAUS & GARTEN TEST. Dort finden Sie die Ergebnisse unseres Gasgrill-Tests mit allen technischen Details, Auswertungen und unserem Testurteil. Auch als E-Paper zum Sofort-Download!

Testverfahren Gasgrills
Funktion: Die Installation der Gasflasche und Zündung sind erster Bestandteil der Note Funktion. Die Note der Wärmeregulierung setzt sich zusammen aus der Dosierbarkeit des Gasflusses und der Skalierung der Regulatoren. Die Note der Wärmeverteilung ergibt sich aus der möglichst gleichmäßigen Verteilung auf der Hauptgrillfläche. Die Erreichbarkeit der Regulatoren und die Wärmeisolierung ergeben die Note des Grillkomforts.
Handhabung: Eine Gruppe geschulter Probanden untersucht und bewertet die Bedienfreundlichkeit. Hierbei werden die Bedienelemente (deren Position und Gängigkeit) überprüft, ebenso die Handhabung und der Wechsel der Gasflasche. Die Reinigung erfolgt nach Vorgaben der Bedienungsanleitung; bewertet werden hier Einfachheit, Modularität und Reinigungsaufwand. Der Transport und dessen Bewertung beeinhaltet eine Beurteilung der Räder und der Parkposition während des Nichtgebrauchs. Die Bedienungsanleitung wird einerseits auf die gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheits- und Entsorgungshinweise überprüft sowie anhand ihrer Qualität bewertet.
Verarbeitung: Die Probanden bewerten die Wertigkeit der verwendeten Materialen, die Passgenauigkeit modularer Teile, die Spaltmaße sowie (nicht) vorhandene scharfe Kanten.
Sicherheit: Geprüft und bewertet wird, wie gut das Gerät und die Bedienungsanleitung verhindern können, dass dem Nutzer Schäden entstehen. Besonders wird auf den sicheren Umgang mit Gas und der Gasflasche geachtet.
 

Autorin: Tom Colditz

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Bildquelle:

  • Test Gasgrills2021 Startbild: © Auerbach Verlag, Alexander Raths/stock.adobe.com