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Wer liebt nicht das perfekte Frühstücksei? Geschmäcker sind verschieden: So möchte mancher sein Ei mit flüssigem Dotter, andere essen es nur, wenn alles feste Konsistenz besitzt. Elektrische Eierkocher sind dabei ein geeignetes Hilfsmittel, um jeden Geschmack zu treffen. Wir nehmen gleich neun Geräte unter die Lupe. Lesen Sie mehr in unserem Eierkocher Test 2021.

Die Testgeräte im Eierkocher Test 2021

elektrische Eierkocher:
Rommelsbacher ER 600
Emerio EB-123177.1
Rommelsbacher ER 300
Cuisinart CEC10E
Melissa 16270021
Korona 25304
Suntec EGG-8564 design
Prinz PZ-EK1
Dema EK 350

Dieser Test erschien in der Ausgabe 2/2021 der HAUS & GARTEN TEST. Dort finden Sie die Ergebnisse unseres Eierkocher-Tests mit allen technischen Details, Auswertungen und unserem Testurteil. Auch als E-Paper zum Sofort-Download!

Der größte Eierkocher im Testfeld von Cuisinart kann bis zu zehn Eier parallel garen
Der größte Eierkocher im Testfeld von Cuisinart kann bis zu zehn Eier parallel garen

Zugegeben, Eierkocher gehören zu den umstrittensten Küchenhelfern. Gegner dieser Gerätesparte sind der festen Überzeugung, dass ein Kochtopf samt Wasser und eine Stoppuhr vollkommen zum Garen des perfekten Frühstückseis reichen. Dennoch erfreuen sich die Geräte großer Beliebtheit, was nicht zuletzt an der Einfachheit der Bedienung liegt.

Einige Eierkocher, wie der von Melissa, bieten gute Angriffsflächen zum Abnehmen des Eierhalters
Einige Eierkocher, wie der von Melissa, bieten gute Angriffsflächen zum Abnehmen des Eierhalters

Arbeitsweise eines elektrischen Eierkochers

Allen Testkandidaten ist gleich, dass sie sehr sparsam beim Wasserverbrauch sind. Statt die Eier gänzlich in einem Gefäß mit Wasser zu versenken, stehen die Eier in den elektrischen Eierkochern über dem Wasser und somit im Wasserdampf. Dieses Funktionsprinzip kennt man vom Dampfgarer und letztlich sind die kleinen Eierkocher auch tatsächlich nichts anderes als eben kompakte Dampfspender. Dies hat zweierlei Vorteile: Erstens ist die zu erhitzende Wassermenge sehr gering, denn: Braucht man für sechs Eier in einem passenden Topf schon mal mindestens 1 Liter Wasser, so genügen den Eierkochern maximal rund 140 Milliliter. Zweitens ist der damit einhergehende Energieverbrauch auch deutlich niedriger, denn egal, wie effizient man Wasser erhitzt, die erforderliche Mindestenergiemenge ist eine sehr, sehr hohe, da Wasser eine extrem hohe spezifische Wärmekapazität aufweist. Hier gilt aber auch: Achtung! Denn der Dampf entweicht natürlich auch über eine Öffnung am Deckel sämtlicher Kocher. Während des Kochvorgangs, aber auch kurze Zeit danach, sollte deshalb nicht über die Kocher gegriffen werden, da sonst enorme Verbrennungsgefahr herrscht. Auch Kinder sollten von den Geräten stets ferngehalten werden. Der Vorteil der elektrischen Eierkocher ist, dass sich der Benutzer während des Kochvorgangs keine Gedanken machen muss, ob der Topf vielleicht überkocht und ob man die Eieruhr gestellt hat – Signaltönen sei Dank. 

Unterschiede sind bei den Schaltern zu spüren, einige Geräte müssen via Kippschalter aktiv ausgeschaltet werden
Unterschiede sind bei den Schaltern zu spüren, einige Geräte müssen via Kippschalter aktiv ausgeschaltet werden

Bitte beachten: Ei ist nicht gleich Ei

Das Kernproblem ist – wie sollte es auch anders sein – das Ei an sich. Denn es ist ein Naturprodukt und somit gewissen „Fertigungsschwankungen“ von Mutter Natur unterworfen. Wichtig ist, dass man stets – wie auch in unserem Test – versucht, die selbe Eiergröße zu erwerben, um das perfekte Frühstücksei wöchentlich gleich garen zu können. Bei den Geräten von Melissa, Prinz, Suntec, Corona, Dema und Cuisinart wird der Gargrad des Eis mithilfe der eingefüllten Wassermenge festgelegt. Je nach Gerät genügen bereits 50 ml für weiche Eier und zwischen 100 und 150 ml Wasserzugabe für hartgekochte Eier aus. Das Wasser wird zur Verdunstung gebracht, die Eier garen unter dem Deckel im Wasserdampf der Geräte. Am Ende schrillt ein bei allen Geräten nicht zu überhörender Ton, der signalisiert, dass der Garvorgang beendet wurde und die Eier nun schnellstens entnommen und abgeschreckt werden sollten. Damit soll ein Nachgaren verhindert werden. Bei den beiden Eierkochern des Herstellers Rommelsbacher wird immer eine konstante Wassermenge von 60 ml beim kleineren Modell und 95 ml beim großen Modell mit sechs Eiern verwendet. Über den Drehregler an der Front des Eierkochers wird die Garstufe eingestellt. Diese lässt sich stufenlos regeln.

Beim Emerio-Eierkocher kann der Dosierbecher direkt vorn im Gerät verstaut werden
Beim Emerio-Eierkocher kann der Dosierbecher direkt vorn im Gerät verstaut werden

Im Test überzeugen die beiden Geräte am deutlichsten. Der Hersteller Emerio geht bei seinem Sechs-Eier-Kocher einen anderen Weg. Auch hier wird eine konstante Wassermenge zugegeben (allerdings etwas abweichend nach der Menge der eingelegten Eier), das Gerät meldet mit Worten, welche Garstufe gerade erreicht ist. Als erstes erschallt der Satz: „Die weichen Eier sind fertig“, gefolgt von einem Signalton. Einige Zeit später tönt: „Die mittelweichen Eier sind fertig.“ Zum Abschluss kommt der Signalton, dass auch die hartgekochten Eier gegart sind und das Gerät automatisch abschaltet. Eine sehr smarte Sache, die am Frühstückstisch ein Gefühl von Erlebnisgastronomie aufkommen lässt. Apropos ausschalten: Die meisten Geräte schalten selbstständig nach dem Garvorgang ab, was die Sicherheit der Geräte erhöht. Einzig die preiswerten Kocher von Prinz, Melissa, Korona und Dema müssen eigenhändig am Schalter ausgeschaltet werden. 

Neben gekochten Eiern können mit den Geräten von Cuisinart, Suntec und Rommelsbacher auch Omeletts zubereitet werden
Neben gekochten Eiern können mit den Geräten von Cuisinart, Suntec und Rommelsbacher auch Omeletts zubereitet werden

Mehr als Eierkochen mit dem Eierkocher

Mit den Geräten von Cuisinart und Suntec ist es sogar möglich, mehr als nur gekochte Eier zuzubereiten. Beiden Geräten liegen auch Omelett-Schalen bei. Darin können Omeletts aus bis zu drei Eiern gegart werden. Im Test verlief dies reibungslos, die Omeletts überzeugen bei beiden Geräten durch eine sehr gute Konsistenz und Fluffigkeit. Das Gerät des Herstellers Cuisinart erlaubt zudem die Zubereitung von bis zu vier pochierten Eiern. Auch hier stellten wir – vorausgesetzt die dafür vorgesehene Form wurde vorab ordnungsgemäß gefettet – keine Probleme fest. Somit sind diese Geräte multifunktional und besonders für Leite geeignet die sich keinen reinen Eierkocher als Küchenutensil anschaffen wollen da sie der Meinung sind, ein solches Gerät würde zu wenig genutzt. 

Speziell bei den Geräten, die das gesamte Wasser verdampfen, bilden sich schnell unschöne Hinterlassenschaften
Speziell bei den Geräten, die das gesamte Wasser verdampfen, bilden sich schnell unschöne Hinterlassenschaften

Weg mit dem Kalk: Reinigung der Eierkocher

Ein Knackpunkt bei jeder Geräteart ist die Reinigung. Auch bei den Testkandidaten ist die Pflege das A und O. Vor allem sollten die einzelne Teile nach dem Gebrauch ordnungsgemäß getrocknet werden, um Schimmel zu vermeiden. Abtrocknen mit einem Geschirrtuch ist bei allen Kandidaten vor allem bei dem Eierhalter problematisch, da hier viele Ecken und unzugängliche Stellen vorhanden sind. Im Test fällt zudem auf, dass die Rommelsbacher-Geräte bei der Beschmutzung des Kochfeldes eine positive Ausnahme darstellen. Da diese nicht das komplette Wasser verdampfen und somit Mineralien wie Kalk und Salze nicht die Möglichkeit haben, sich auf der Wärmeplatte festzufressen, reichen das Abgießen des Restwassers und ein leichtes Auswischen der Geräte aus. Rückstände, die je nach Wasserqualität teilweise gravierend ausfallen können, sind vor allem bei den Geräten von Melissa Prinz, Suntec, Korona, Dema und Cuisinart festzustellen. Leider sind diese nicht immer mit Wasser und Spültuch rückstandsfrei entfernbar. Etwas Essig bringt aber schnell Abhilfe: kurz einwirken lassen und die Rückstände abwischen. Dies sollte regelmäßig erfolgen, um bleibende Schäden am Gerät zu verhindern.

Mit etwas Essig und einem Küchentuch kann der Kalk aber leicht beseitigt werden
Mit etwas Essig und einem Küchentuch kann der Kalk aber leicht beseitigt werden

Wer seine Küche möglichst übersichtlich behalten möchte, sollte die Kocher nach dem Gebrauch im Schrank verstauen. Die Rommelsbacher-Geräte, aber auch die Kocher von Cuisinart und Emerio, ermöglichen die praktische Kabelaufwicklung an der Unterseite. Der Emerio Eierkocher verfügt zudem an der Front über eine Klappe, in der der Messbecher für das Wasser aufbewahrt werden kann. Bei den restlichen Kochern ist es wichtig, dass die Messbecher am besten direkt im Kocher aufbewahrt werden, da diese in der Regel für eine punktgenaue Zubereitung der Eier wichtig sind. Die Messbecher besitzen an der Unterseite zudem einen Eipick. Mit diesem werden die zu garenden Eier vor dem Zubereitungsvorgang kurz angestochen, um die Spannung aus dem Produkt zu nehmen und somit ein Platzen während des Garens zu verhindern. Beim Test kam das Platzen der Eier auch äußerst selten vor. 

Fürs Verstauen sinnvoll: Eine Kabelaufrollmöglichkeit an der Unterseite des Emerio-Gerätes
Fürs Verstauen sinnvoll: Eine Kabelaufrollmöglichkeit an der Unterseite des Emerio-Gerätes

Dieser Test erschien in der Ausgabe 2/2021 der HAUS & GARTEN TEST. Dort finden Sie die Ergebnisse unseres Eierkocher-Tests mit allen technischen Details, Auswertungen und unserem Testurteil. Auch als E-Paper zum Sofort-Download!

Testverfahren Eierkocher
Funktion: Die Zubereitungszeit wird in mehreren Testreihen für mittelweich und hart gekochte Eier ermittelt und bewertet. Die Geräte werden jeweils aus dem kalten Zustand betrieben und Eier der Größe M verwendet. Für die Feinjustierung des Kochvorgangs wird bewertet, wie gut sich das Ergebnis mithilfe der Skalen und mitgelieferten Zubehörteile feineinstellen lässt.
Handhabung: Eine Gruppe geschulter Probanden überprüft und bewertet die Bedienfreundlichkeit anhand der Funktionalität, Gängigkeit und Ergonomie der Bedienelemente. Vor allem wird darauf geachtet, wie gut die Skalierungen von ggf. vorhandenem Drehrad und dem Messerbecher zu nutzen sind. Zusätzlich fließt ein, wie gut sich die nötigen Bestandteile im heißen Zustand berühren lassen. Bei der Reinigung wird überprüft, wie gut sich die einzelnen Bauteile säubern lassen, ebenso wird auf schwer zugängliche Schmutzstellen geachtet. Die Bedienungsanleitung wird auf die gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheits- und Entsorgungshinweise überprüft, die Qualität der Bedienungsanleitung dann anhand der Bebilderung, Struktur, Anwendungs- und Pflege-/Reinigungshinweise sowie Schriftgröße bewertet.
Verarbeitung: Bewertet werden die allgemeine Wertigkeit der verwendeten Materialien, eventuelle Klemmstellen und natürlich das Nicht- bzw. Vorhandensein von Graten und scharfen Kanten, sowie die Größe von Spalten und Ritzen, zudem die Passgenauigkeit aller modularen Teile.
Ökologie: Der Energieverbrauch wird während der Zubereitung ermittelt und vergleichend bewertet. Die Verpackung wird unter ökologischen Gesichtspunkten bewertet.
Sicherheit: Die Sicherheit und Unversehrtheit des Nutzers stehen hier im Fokus. Neben dem Vorhandensein einer automatischen Abschaltung wird geprüft und bewertet, wie gut das Gerät und die Bedienungsanleitung verhindern können, dass dem Nutzer durch Klemmen, Verbrennen, Schneiden und dergleichen Schäden entstehen. Insbesondere wird hier auf die Standsicherheit und das Vorhandensein von isolierten Griffen und rutschfesten Füßen geachtet.
 

Autor: Ricardo Petzold

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